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Auftakt der Heizperiode: So sparen Sie Energie beim Heizen

05.10.2011 - 15:05

Der Oktober läutet in Deutschland traditionell den Beginn der Heizperiode ein. Quer durch das Land werden überall wieder die Brenner und Kessel in Betrieb genommen. Doch das hat seinen Preis. Denn Energie wird immer teurer. Hunderte Gasanbieter haben in diesem Jahr bereits die Preise angehoben. Sparen beim Heizen ist deshalb angesagt.

Ein geringerer Energieverbrauch kann oft schon durch eine Wartung der Heizung erreicht werden. Dazu gehören nicht nur die Reinigung und Neujustierung des Brenners zu Beginn der Heizperiode, sondern auch der richtige Wasserdruck im Heizkreislauf. Wenn die Heizungen in einzelnen Zimmern nicht richtig warm werden, lohnt sich ein so genannter hydraulischer Abgleich. Durch diese Maßnahmen - die ein Fall für den Fachmann sind - ist sichergestellt, dass die Heizung effizient arbeitet. Positiver Nebeneffekt: Es sinkt auch das Risiko, dass die Heizung durch einen Defekt ausfällt - im schlimmsten Fall an einem eisigen Sonntagmorgen im Januar.

Heizkörper freiräumen und entlüften

Wenn einzelne Heizkörper gluckern und plätschern, wird es Zeit, sie zu entlüften. Durch die Luft im Inneren werden sie nicht mehr gleichmäßig warm, dadurch muss mehr heißes Wasser durch sie hindurch gepumpt werden. Das senkt nicht nur die Effizienz - Wärmezähler in Mietwohnung, die in der Mitte des Heizkörpers angebracht sind, messen dadurch auch einen zu hohen Wärmeverbrauch. Das kann ins Geld gehen. Beim Blick auf den Heizkörper sollte gleich noch sichergestellt werden, dass die Luft in ihrer Umgebung frei zirkulieren kann. Möbel und Vorhänge sollten die Wärmespender nicht verdecken.

Wenn die Heizanlage es erlaubt, die Raumtemperatur nachts abzusenken, sollte diese Möglichkeit genutzt werden. Generell sollte es in den beheizten Räumen nicht zu warm werden - ein Grad mehr kostet ungefähr sechs Prozent mehr Energie. 20 Grad genügen in den meisten Fällen. Zu wenig ist aber auch nicht gut: An zu kühlen Wänden kondensiert Feuchtigkeit und es droht Schimmel. Aus demselben Grund sollten die Räume mehrmals täglich gelüftet werden - und zwar mit komplett geöffneten Fenstern und abgedrehten Heizkörpern für wenige Minuten. Gekippte Fenster verschwenden sinnlos teure Heizenergie, gleichzeitig kühlen die umliegenden Wände aus, was ebenfalls Schimmelbefall fördert.

Türen und Fenster abdichten

Durch Ritzen an Türen und Fenstern geht oft teure Energie verloren. Mit Dichtungsklebeband aus dem Baumarkt lässt sich einfach Abhilfe schaffen. Nicht isolierte Heizungsrohre, die durch ungeheizte Räume verlaufen, sollten ebenfalls schnellstens gedämmt werden. Wärmeverluste durch die Fensterscheiben können durch nachts geschlossene Jalousien reduziert werden. Eine Alternative sind schwere Vorhänge, die bündig mit der Wand und dem Fensterbrett abschließen, aber den Heizkörper freilassen.

Eine zusätzliche Einsparmöglichkeit bietet Verbrauchern ein Gasvergleich. Er reduziert zwar nicht den Energieverbrauch, senkt aber die Gaskosten. Bis zu 500 Euro pro Jahr können Haushalte in vielen Fällen sparen, wenn sie zu einem günstigeren Gasanbieter wechseln. Dabei ist sichergestellt, dass die Gasversorgung nie unterbrochen werden kann - die Versorgungssicherheit bleibt stets gewährleistet. Die Bearbeitungszeit vor dem Wechsel nimmt zwar einige Wochen in Anspruch. Kunden, die jetzt einen Wechsel beantragen, heizen aber dennoch den größten Teil des Winters mit günstigerem Gas. Bewohner von Mietwohnungen, die keinen eigenen Gasanschluss haben, können ihren Vermieter ansprechen, auf die Möglichkeit eines Gasanbieterwechsels hinweisen und von geringeren Nebenkosten profitieren.

Energetische Sanierung als Maximallösung

Die größten Einsparungen ermöglicht allerdings die Radikallösung: eine energetische Sanierung. Eine moderne Heizung, eventuell mit Unterstützung durch Solarkollektoren und eine bessere Wärmedämmung können die Heizkosten oft um mehr als 50 Prozent senken. Welche Maßnahmen im Einzelfall sinnvoll wären und sich finanziell bezahlt machen würden, können Interessenten mit den kostenlosen Energiesparratgebern von CHECK24 und co2online gemeinnützige GmbH prüfen. Auch mögliche Zuschüsse und Fördergelder können abgefragt werden. Wenn die Handwerker ihre Arbeit getan haben, dürfte sich die Frage nach Energiekosten und Einsparmöglichkeiten langfristig erledigt haben.

(mb)

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