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Heizöl- und Gaspreise im Dauersinkflug

27.01.2016 - 13:38

Bereits 205 von über 700 Gasgrundversorgern haben für 2016 Preissenkungen angekündigt. Doch Verbraucherschützer bemängeln, dass nicht alle Versorger ihre günstigen Einkaufspreise im vollen Umfang an ihre Kunden weitergeben. Wer die Gasrechnung wirklich reduzieren möchte, sollte den Anbieter wechseln.

Die Gaspreise auf dem internationalen Energiemarkt befinden sich seit Jahren im Abwärtstrend. In Europa sanken die Preise seit 2012 um rund ein Drittel, in Fernost sogar um die Hälfte. Die deutschen Gasimporte fielen von 2,95 Cent pro Kilowattstunde im Jahr 2012 auf 1,96 Cent in 2015. Doch ähnlich wie im Jahr 2014 wurden auch 2015 die niedrigen Kosten nicht an die Endverbraucher weitergegeben. Laut einer Studie der Energieexpertengruppe Energycomment, die von den Grünen in Auftrag gegeben wurde, haben Gaskunden 2015 rund 1,3 Milliarden Euro zu viel bezahlt. Ein Haushalt mit einem Verbrauch von 20.000 kWh hat damit im Schnitt 132 Euro zu viel für Gas ausgegeben.

Gaspreise der Alternativanbieter auf Rekordtief

Gasanbieter wechseln und sparen
Die Alternativversorger werden immer günstiger.
Bei den Endverbrauchern kommen die Dauertiefpreise des internationalen Energiemarkts einfach nicht an. Die Verbraucherpreise sind zwischen Juni 2019 und Dezember 2015 sogar um sechs Prozent gestiegen. Dabei gibt es deutliche Unterschiede zwischen Grundversorgern und alternativen Anbietern. Während die Grundversorgungstarife in den letzten sechs Jahren konstant nach oben kletterten, wurden die Preise der Alternativanbieter immer günstiger. Im Januar 2016 liegt der durchschnittliche Preis (Verbrauch: 20.000 kWh) der Alternativanbieter nur bei 970 Euro und somit seit Jahren erstmals unter der 1.000 Euro-Marke. Der Durchschnittspreis der Gasgrundversorgung hingegen beträgt immer noch stattliche 1.450 Euro.

Heizölkunden können sich freuen

Im Gegensatz zu den Gaskunden kommen die niedrigen Marktpreise bei Heizöl auch bei den Kunden an. In den letzten 12 Monaten ist der Heizölpreis um rund 24 Prozent gesunken. Bei 2.000 Litern ging der Preis von 1.229 Euro auf 935 Euro zurück. Grund für den Preissinkflug ist das weltweite Überangebot an Öl. Die Talfahrt wird sich vermutlich fortsetzen, da die OPEC die Ölförderung nicht drosselt und die Produktion durch den Ausbau der Frackingindustrie weiter steigen wird.

Anbieter wechseln und Heizungstank auffüllen

Wer 2016 zum Sparjahr machen will, sollte jetzt Gastarife vergleichen und zu einem günstigen Anbieter wechseln. Im Heizölvergleich ermitteln Sie zudem, wo sie Ihren Tank zum niedrigsten Preis auffüllen können.

(sst)

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