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Heizenergiebedarf in Deutschland sinkt

29.11.2016 - 15:53

Wie der Wärmemonitor des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) zeigt, heizen die Deutschen von Jahr zu Jahr weniger. Auch die Preise für Heizenergie werden immer günstiger.

Gegenüber 2003 sank der Heizbedarf von Mehrfamilienhäusern 2015 um rund 18 Prozent auf 120,83 Kilowattstunden pro Quadratmeter. Im Jahr 2014 war der Energiebedarf noch mit 122,62 kWh pro Quadratmeter um 1,5 Prozent höher.
 

Mehr Gebäudesanierung

Ein Grund für den geringeren Bedarf ist, dass immer mehr Hausbesitzer und Eigentümergemeinschaften ihre Dächer, Hauswände und Fenster besser dämmen. Dabei investieren Wohnbaugenossenschaften deutlich mehr in energieeffiziente Sanierungsmaßnahmen als private Haus- und Wohnungsbesitzer. In puncto Energieeffizienz nimmt die Wohnungswirtschaft somit eine Vorreiterrolle ein. Doch wer als privater Vermieter oder Hausbesitzer sanieren möchte, kann verschiedene staatliche Förderungen in Anspruch nehmen. Weitere Informationen über Sanierungs- und Fördermaßnahmen finden Sie in unserem Ratgeber Klimafreundlich bauen und sanieren. Aber nicht nur Dämmung und Co. verbessern die Energieeffizienz, immer mehr Verbraucher legen ein sparsames Heizverhalten an den Tag.
 

Heizenergiepreise sehr niedrig

Die Gaspreise sind derzeit auf Talfahrt, so zahlen Verbraucher aktuell so wenig wie zuletzt 2010. Seit Beginn der Heizsaison gingen die Preise für Erdgas um weitere 0,8 Prozent zurück. Im Gegensatz zum Heizöl kann man sich beim Gas längerfristig über stabile Preise freuen. Doch auch die Ölpreise fallen derzeit nach einem leichten Anstieg in den letzten Monaten wieder. Neben den Niedrigpreisen für Gas sieht Michael Oppermann, Pressesprecher der Initiative Zukunft Erdgas, enormes Sparpotenzial durch den Austausch alter Heizkessel. Durch die Anschaffung eines modernen Brennwertkessels können Verbraucher bis zu einem Drittel an Energiekosten einsparen. Zudem verringern sie ihre CO2-Emissionen ebenfalls um ein Drittel.
 

Gasversorger senken Preise

Seit Oktober 2016 haben bereits 339 Gasgrundversorger haben ihre Preise gesenkt beziehungsweise Preissenkungen für 2017 angekündigt. Durchschnittlich fallen die Preise um 6,4 Prozent. Etwa 12 Millionen Haushalte können sich über niedrigere Preise freuen. Die gesunkenen Preise sind bereits beim Endverbraucher angekommen, so kosten 20.000 kWh Gas aktuell durchschnittlich 1.223 Euro. Dabei sanken die Preise der Alternativversorger seit 2010 im Schnitt um 18 Prozent, während die Tarife der Grundversorger um neun Prozent stiegen. Wer einen alternativen Gastarif wählt, zahlt derzeit durchschnittlich nur 923 Euro für 20.000 kWh.

(sst)

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