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Beim Heizen setzen die Deutschen auf Erdgas

10.11.2015 - 12:04

Der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) hat kürzlich ausgewertet, wie die Deutschen heizen. Das Ergebnis ist klar: Sowohl in Neubauten als auch in Gebäudebeständen wird auf Erdgas gesetzt. Fast 50 Prozent der deutschen Wohnungen werden mit Erdgas beheizt.
 

Fast 50 Prozent der Wohnungen in Deutschland haben eine Gasheizung.
In den meisten Wohnungen sorgt Erdgas dafür, dass wir warme Füße haben.
 
Knapp 120.000 neue Wohnungen wurden im ersten Halbjahr 2015 genehmigt, etwas mehr (+0,4 Prozent) als im Vorjahreszeitraum. In 49,6 Prozent der neugebauten Wohnungen ließen die Bauherren eine Erdgasheizung einbauen. Doch auch Wärmepumpen werden immer beliebter. Immerhin 20,4 Prozent der Wohnungsneubauten werden mit Wärmepumpen beheizt. Die umweltfreundlichen Pumpen nutzen die höhere Temperatur im Erdboden zum Heizen.

Rund 20 Prozent der Neubauten werden mit einer Fernwärmeheizung ausgestattet, 5,5 Prozent mit Holz- oder Pelletheizungen und 1,9 Prozent der Neubaubewohner heizen mit Strom. Fast gänzlich verschwunden vom Markt sind Ölheizungen. Ihr Anteil liegt in Neubauten nur noch bei 0,6 Prozent.

Auch in Bestandsgebäuden wird auf Erdgas gesetzt

Auch in Bestandsgebäuden ist Erdgas die beliebteste Heizmethode. 49,3 Prozent von insgesamt 40,8 Millionen Wohnungen in Deutschland haben eine Gasheizung. Der Heizöl-Anteil liegt bei den Bestandswohnungen noch bei 26,8 Prozent. In 13,5 Prozent der Wohnungen wird mit Fernwärme geheizt. Auf Elektro-Pumpen entfallen 1,5 Prozent, auf Stromheizungen 2,9 Prozent und auf sonstige Heizmethoden wie Holz, Holzpellets oder Kohle 6 Prozent.

Warum ist Erdgas so beliebt?

Erdgas hat viele Vorteile: Wer mit Erdgas heizt, spart zum einen Platz. Ein Heizkessel im Keller wird nicht benötigt. Außerdem muss man nicht daran denken, sich genügend Brennstoffvorräte anzulegen, da Erdgas immer direkt verfügbar ist. Erdgas ist zudem emissionsärmer als feste Brennstoffe oder Heizöl. Zusätzlich kann CO2 eingespart werden, wenn auf Erdgassystemlösungen gesetzt wird, die sich mit Solarthermie oder Bioerdgas kombinieren lassen. Und: Das Heizen mit Gas ist nicht teuer. Anders als die Strompreise gehen die Gaspreise eher zurück. Viele Anbieter senken im Moment ihre Preise.

Wie kann ich selbst umrüsten?

Laut BDEW werden bis 2020 etwa 15 Millionen Heizgeräte modernisierungsbedürftig sein. Oftmals kann das Heizgerät mit geringem Aufwand durch eine emissionsarme Gas- oder Fernwärmeheizung ausgetauscht werden – dann nämlich, wenn das Gebäude in einem Gebiet liegt, das bereits mit Erdgas oder Fernwärme versorgt wird. Der BDEW hat errechnet, dass bis zum Jahr 2020 bis zu 45 Millionen Tonnen CO2 eingespart werden könnten, wenn 20 Millionen veraltete Heizkessel durch moderne Erdgastechnik ersetzt würden und dabei 10 Prozent des Heizgases Bioerdgas wäre. Übrigens: Viele lokale Versorger unterstützen die Umstellung der Heizanlage auf Erdgas oder Fernwärme durch Zuschüsse.

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(mwa)

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