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Gaspreiserhöhung im Oktober und November: 218 Gasanbieter erhöhen Gastarife

20.09.2011 - 09:56

Auch im Oktober und November steigen die Gaspreise weiter auf breiter Front: Zu Beginn der Heizperiode erhöhen 218 Gasanbieter die Preise ihrer Grundversorgungstarife. Die Kosten steigen um bis zu ein Drittel. Im Durchschnitt erhöht sich die jährliche Gasrechnung um elf Prozent. Das Sparpotential bei einem Wechsel aus der Grundversorgung zum günstigsten verfügbaren Anbieter ist hoch: Im Schnitt der 100 größten Städte können die jährlichen Gaskosten um 380 Euro reduziert werden.

Kalt ums Herz dürfte es zahlreichen Gaskunden beim Blick auf die Preise ihrer Versorger werden: Sie müssen für wohlige Wärme tief in die Tasche greifen. 218 Gasanbieter heben im Oktober und November ihre Tarife an. Im Durchschnitt steigen die Preise für einen Vier-Personen-Haushalt mit einem Jahresverbrauch von 20.000 Kilowattstunden (kWh) um 144 Euro - das entspricht einem Anstieg von elf Prozent. Für einige Verbraucher wird es sogar noch deutlich teurer. Am kräftigsten steigen die Gaspreise bei der Gas- und Wasserversorgung Fulda. 352 Euro oder 30 Prozent mehr werden hier fällig.

Insgesamt haben damit seit Jahresbeginn 524 Gasversorger eine Preiserhöhung angekündigt oder bereits umgesetzt. Das sind deutlich mehr als im Vorjahr: 2010 erhöhten im gesamten Jahr nur 261 Grundversorger ihre Gaspreise. Für Kunden heißt es deshalb genau hinsehen und Preise vergleichen. Denn die erreichbaren Einsparungen sind hoch. CHECK24 hat die mögliche Ersparnis bei einem Wechsel von der Grundversorgung in den günstigsten Gastarif für die 100 größten deutschen Städte berechnet. Um durchschnittlich 380 kann ein Vier-Personen-Haushalt die jährliche Gasrechnung reduzieren. Am höchsten ist die Ersparnis in Gera (860 Euro), gefolgt von Leipzig (697 Euro) und Frankfurt am Main (612 Euro). Gerade vor Beginn der Heizsaison kann sich ein Gaspreisvergleich lohnen.

Die Gründe für die Preisunterschiede sind vor allem in der Einkaufsstrategie der jeweiligen Versorger zu finden. In langfristigen Lieferverträgen, wie sie zum Beispiel zahlreiche Unternehmen mit Gazprom abgeschlossen haben, sind die Gas-Einkaufspreise an die Entwicklung der Ölpreise gekoppelt. Diese Unternehmen müssen deshalb aktuell hohe Preise für den Energieträger bezahlen - und dieses Preisniveau an ihre Kunden weitergeben. Andere Gasanbieter, die sich kurzfristig zu derzeit günstigen Preisen an den Energiebörsen eindecken, erhalten Gas dagegen wesentlich günstiger - davon können auch ihre Kunden profitieren.

(mb)

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