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Gasanbietertest: Guter Service, kundenfreundliche Verträge - auch Billiganbieter überzeugen

04.11.2009 - 20:59

Trotz der beginnenden Heizperiode haben 249 Gasversorger im Oktober ihre Preise gesenkt und 44 weitere eine Senkung für November und Dezember angekündigt. In den 50 großen Städten ist das Gas im Oktober sogar bis zu 20 Prozent billiger als im Vorjahr. In einem Durchschnittshaushalt können dadurch bis zu 335 Euro gespart werden.

Doch das muss nicht so bleiben. Denn bereits im neuen Jahr könnten die Preise wieder steigen. Um dann nicht an einen plötzlich teuren Tarif gebunden zu sein, ist es wichtig, bei der Wahl des Gasversorgers auf eine kundenfreundliche kurze Vertragslaufzeit und lange Preisgarantie zu achten.

Welche Versorger die besten Bedingungen anbieten, ist oft nur über das Kleingedruckte herauszufinden. Ob er dabei dann noch einen guten Service anbietet, merkt der Verbraucher häufig erst, wenn der Vertrag bereits geschlossen ist. Dies war Anlass für CHECK24 in Zusammenarbeit mit dem Wirtschaftsmagazin FOCUS-MONEY und dem Nachrichtensender n-tv zu überprüfen, welche Gasversorger in den 10 größten deutschen Städten nicht nur günstig sind, sondern bei welchen auch das Preis-Leistungsverhältnis passt.

CHECK24 testet die 40 wichtigsten Gasversorger auf Preis und Leistung

Berechnet wurden die Kosten für drei Haushaltstypen (Single, Paar, Familie) mit einem durchschnittlichen Jahresverbrauch von 5.000 kWh, 12.000 kWh und 20.000 kWh. Die fünf günstigsten Tarife wurden anschließend einem Leistungscheck unterzogen. Zusätzlich untersuchte CHECK24 den Service und die Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGBs) der örtlichen Grundversorger in den 10 größten Städten, die marktaktivsten überregionalen Anbieter sowie RWE und E.ON.

Die Spitzenplätze im Preistest erzielten vor allem die privaten Gasanbieter, allen voran TelDaFax: Ihr Tarif 1574 erreichte bei zwölf von 30 Berechnungen Platz 1. eprimo (eprimoGasFlex) wurde immerhin zehn Mal Erster, ENTEGA (NaturBalance Erdgas) vier Mal und 123energie (123gas) drei Mal.

Tabellen 10 Städte: Berlin, Bremen, Dortmund, Düsseldorf, Essen, Frankfurt, Hamburg, Köln, München, Stuttgart

Gasanbieter im Servicetest

Im Servicetest zeigte sich, dass ein günstiger Preis oft nicht alles ist, sondern dass ein Angebot erst in Kombination mit den richtigen Serviceangeboten und Vertragsbedingungen wirklich gut wird. Wichtig bei Bewertung der Vertragsbedingungen waren kurze Vertragslaufzeiten sowie kurze Vertragsverlängerungen, Kündigungsfristen und Preisgarantien.

Entscheidend für ein gutes Abschneiden des Online-Auftritts war vor allem, dass der Kunde seinen Zählerstand online übermitteln sowie seine Abschlagszahlungen und Kundendaten ändern kann und die Rechnung für ihn online einsehbar ist und erklärt wird.

Der telefonische Service erhielt dann viele Punkte, wenn die Hotline möglichst lange und gut erreichbar sowie kostengünstig war und die Mitarbeiter detailliert und richtig über den Wechselprozess, den günstigsten Tarif und den Verbrauch informierten.

Tabellen Servicetest: Service, AGBs, gesamte Kundenfreundlichkeit

Viele Privatanbieter und Grundversorger schnitten gut ab

Besonders positiv fiel der private Anbieter ENTEGA auf: Er schnitt nicht nur im Preis gut ab, sondern sicherte sich sowohl in den Vertragsbedingungen als auch im Service die Note „sehr gut“. Positiv wirkten sich hier eine kurze Mindestvertragslaufzeit von nur einem Monat sowie eine bis Mitte 2010 reichende Preisgarantie aus. Auch eprimo überzeugte mit guten Vertragsbedingungen und sehr gutem Service.

Im Servicetest erreichten aber auch die meisten Grundversorger sehr gute Noten: Hinter dem Spitzenreiter ENTEGA fanden sich in der Gesamtauswertung der Kundenfreundlichkeit nur Grundversorger in den Top 10 wieder. Besonders gut schnitten die Mainova aus Frankfurt, die Stadtwerke München und Düsseldorf sowie die GASAG aus Berlin ab.

Der preisliche Spitzenreiter TelDaFax offenbarte dagegen vor allem in den Vertragsbedingungen große Schwächen und erhielt nur die Note „ausreichend“. Grund dafür waren eine Kaution in Höhe von 200 Euro sowie die Vorauskasse für ein Jahr. Insgesamt lag die Kundenfreundlichkeit dank eines guten Services bei „befriedigend“.

Noch schlechter in der Kundenfreundlichkeit schnitten die Konkurrenten 123energie und MaxEnergy ab, die nur ein „ausreichend“ erhielten. MaxEnergy wurde für den Bereich Servicequalität sogar mit „mangelhaft“ bewertet. Alle Fragen der Testanrufer konnten oder wollten nicht beantwortet werden. Lapidare Antwort: „Informieren Sie sich doch auf unserer Homepage“.

Fazit: Bei einigen Billiganbietern stimmt das Preis-Leistungsverhältnis – aber nicht bei allen

Der Test zeigt, dass auch einige sogenannte Billiganbieter über guten Service und kundenfreundliche Vertragsbedingungen verfügen – doch noch lange nicht alle. Deshalb sollte sich der Verbraucher vor Vertragsabschluss über die Konditionen des Anbieters informieren und nicht nur auf den günstigen Preis achten. Denn manchmal wird vielleicht der zweit- oder dritt billigste Anbieter durch Service und kundenfreundliche Vertragsbedingungen zum günstigsten!

(eko)

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