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Gas: Anlagen-Check in sieben Schritten

03.02.2016 - 10:41

Immer wieder machen Gasunfälle Schlagzeilen. Dabei ist Erdgas einer der sichersten Energieträger überhaupt. Wer ein paar einfache Tipps befolgt und seine Anlagen regelmäßig überprüft, braucht keine Angst vor einem Gasunfall zu haben – und kann die Lebensdauer seiner Geräte und Leitungen deutlich verlängern.
 

Checklist: In nur 7 Schritten können Sie Ihre Gasanlagen prüfen.
Unsere Checklist hilft beim jährlichen Gas-Check.
 

Vor der Inbetriebnahme müssen alle Gasleitungen darauf geprüft werden, ob sie auch wirklich dicht sind. Ansonsten wird der Anschluss gar nicht freigegeben. Doch damit ist es nicht getan: Einmal jährlich sollten Sie Ihre Gasleitungen und -geräte auf Funktionsfähigkeit und Sicherheit überprüfen, denn als Eigentümer oder Mieter tragen Sie die Verantwortung dafür. Den jährlichen Gas-Check können Sie ganz leicht selbst durchführen. Halten Sie sich einfach an folgende Checklist:
 

1. Sind die Absperreinrichtungen frei zugänglich?

Die sogenannte Absperreinrichtung befindet sich meist dort, wo die Gasleitung von außen ins Haus führt. Manchmal gibt es dafür auch einen extra Anschlusskasten außerhalb des Gebäudes. Prüfen Sie, ob die Absperreinrichtung gut zugänglich ist, denn im Notfall muss man sie schnell und unkompliziert erreichen können, um das Gas abzudrehen.
 

2. Sind die Gasleitungen noch gut befestigt?

Gasleitungen müssen stabil sein und dürfen nicht durchhängen, sonst muss der Fachmann ran. Auch wenn die frei verlegten Rohre dazu verleiten: An die Gasleitungen dürfen keine Gegenstände gehängt werden. Nasse Handtücher und ähnliches gehören nicht auf die Gasrohre!
 

3. Sehen die Leitungen intakt aus?

Gasleitungen verlaufen oft durch Waschküchen oder Keller. Die Feuchtigkeit kann selbst das hochwertige Material, aus dem Gasrohre gemacht sind, angreifen. Blättert lediglich die Farbe ab, können Sie das ruhig selbst ausbessern. Ist jedoch mehr als die Farbe angegriffen – etwa wenn von einer über dem Gasrohr verlaufenden Wasserleitung Feuchtigkeit auf die Gasleitung tropft – sollte sich ein Fachmann die Sache ansehen.
 

4. Sind alle Lüftungsöffnungen auch wirklich offen?

Sind die Rohre verkleidet, wird die Verkleidung mit Lüftungsöffnungen ausgestattet. Auch diese müssen regelmäßig überprüft werden, ob sie noch durchlässig sind. Das Gleiche gilt übrigens für Gasgeräte: Wenn die Räume, in denen sich das Gasgerät befindet, mit Verbrennungsluftöffnungen in Türen oder Wänden ausgestattet sind, sollten Sie regelmäßig checken, ob diese noch offen sind.
 

5. Bei Gassteckdosen: Gasschlauchleitungen checken

Ist Ihr Gasherd an eine Gassteckdose angeschlossen, so gehört auch die Prüfung der Gasschlauchleitung zum jährlichen Gas-Check. Genau wie bei einem Gartenschlauch verhindern Knicke oder Verdrehungen den Durchfluss. Die Gasschlauchleitung mag es nicht zu heiß: Achten Sie auf genügend Abstand zum Backoffen und zu offenen Flammen.
 

6. Sind die Düsen des Gasbrenners frei?

Entnimmt Ihr Gasgerät die Verbrennungsluft aus dem Aufstellraum, können die Düsen des Brenners verstopfen – etwa durch Flusen aus dem Wäschetrockner oder Hobelspäne. Deshalb sollte auch die Reinigung des Raumes, in dem sich das Gasgerät befindet, zum regelmäßigen Hausputz gehören. Bei dem jährlichen Gas-Check sollten Sie dann noch einmal einen Blick auf den Brenner werfen. Denn bei verstopften Düsen kann die Verbrennung schlechter werden und der Energieverbrauch steigen. Zudem erhöht sich das Risiko einer Störung. Im schlimmsten Fall kann sogar Kohlenmonoxid entstehen.
 

7. Zu guter Letzt: Einen Blick auf die Herstellerdaten werfen

Der jährliche Gas-Check ersetzt nicht die regelmäßige Inspektion durch einen Fachmann. Wann diese fällig ist, steht in den Herstellerangaben. Der Profi reinigt das Gasgerät gründlich und stellt wenn nötig den Brenner neu ein. Außerdem tauscht er abgenutzte Teile aus. Ist zur empfohlenen Inspektion noch einige Zeit hin ist, sollten Sie in folgenden Fällen trotzdem unbedingt den Fachmann verständigen:
  • Die Gasflamme hat eher eine gelbliche Farbe anstatt des üblichen Blaus
  • Das Gasgerät ist verschmutzt, verfärbt oder weist Rußspuren auf
  • Das Gerät gibt ungewöhnliche Geräusche von sich
  • Sie nehmen einen auffälligen Geruch wahr
  • Bedienungsknöpfe sind locker oder fehlen

(mwa)

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