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Dena-Studie: Energetische Sanierung von Einfamilienhäusern lohnt sich oft

28.03.2012 - 16:25

Umweltschützer und die Politik werben für die energetische Sanierung von Wohngebäuden. Dadurch können beträchtliche Mengen an Energie eingespart werden. Dass sich derartige Maßnahmen auch finanziell lohnen, zeigt eine Studie der halbstaatlichen Deutschen Energie-Agentur (dena). Rentabel sind Verbesserungen der Energieeffizienz aber vor allem, wenn ohnehin eine Modernisierung ansteht.

Deutschlands Wohngebäude sind zu einem großen Teil auf dem Stand von gestern: 65 Prozent der Fassaden und 30 Prozent der Dächer sind ungedämmt, 60 Prozent der Fenster gelten als energetisch schlecht. Fast 80 Prozent der Gas- und Ölheizungen sind nicht auf dem Stand der Technik. Erneuerbare Energien, zum Beispiel Holzpellets oder eine Heizungsunterstützung durch Solarkollektoren, nutzen nur wenige Hausbesitzer.

Teure Heizenergie macht Energiesparen immer rentabler

Hier wäre Handlungsbedarf dringend geboten, wenn die von der Bundesregierung angepeilten Klimaschutzziele erreicht werden sollen. Denn die deutschen Heizanlagen verursachen insgesamt rund 38 Prozent des deutschen Energieverbrauchs. In Privathaushalten geht oft sogar jede zweite verbrauchte Kilowattstunde für Heizung und Warmwasserbereitung drauf. Gleichzeitig sind die Energiekosten massiv gestiegen: Sie legten seit 1995 um 173 Prozent zu, rechnet die dena vor. Die Kaltmieten erhöhten sich in der gleichen Zeit nur um 24 Prozent.

Hohe Kosten, hoher Verbrauch und hohes Optimierungspotential - das macht energetisches Sanieren in vielen Fällen rentabel. Wird zum Beispiel ein sanierungsbedürftiges Gebäude auf den Standard "Effizienzhaus 70" gebracht, fallen nach Berechnungen der dena Kosten von rund 7,1 Cent an, um eine Kilowattstunde Heizenergie einzusparen. Gleichzeitig müssen Verbraucher durchschnittlich 8 Cent bezahlen, um eine Kilowattstunde einzukaufen - mit steigender Tendenz.

Nutzungsdauer vor energetischer Sanierung berücksichtigen

Diese Gleichung geht aber nur auf, wenn zwei Bedingungen erfüllt sind: Zum einen muss ohnehin eine Sanierung des Gebäudes anstehen. Denn nicht berechnet wurden die Kosten für ein Gerüst oder die Erneuerung des Putzes - also Arbeiten, die auch bei einer Modernisierung ohne energetischen Nutzen hätten durchgeführt werden müssen. Zweitens wurde eine Haltbarkeit der Maßnahmen von 30 Jahren bis zur nächsten Sanierung unterstellt. Die Investitionen werden aber gleich am Anfang auf einen Schlag fällig. Das Haus muss nach der energetischen Modernisierung also lange genug genutzt werden, um die eingesetzten Mittel wieder hereinsparen zu können.

Interessenten sollten daher genau nachrechnen, vor sie Dämmplatten und neue Fenster ordern. Eine Hilfestellung dabei bieten die Ratgeber zum Energiesparen, die CHECK24 gemeinsam mit co2online gGmbH anbietet. Hier können Nutzer zum Beispiel im Modernisierungsratgeber nach Eingabe weniger Daten zum Haus abschätzen, wie hoch die Einsparung und der Umweltnutzen von Sanierungsmaßnahmen ausfallen - und nach welcher Zeitspanne sich die Investition finanziell rechnen würde. Sofort beim Heizen sparen lässt sich außerdem durch einen günstigeren Gasanbieter. Selbst Biogas- und Klimatarife sind inzwischen oft günstiger zu haben als das herkömmliche Gas der Grundversorgung.

(mb)

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