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Billigflieger vs. klassische Linienairline: Was macht den Unterschied?

15.01.2016 - 14:43

Zu enge Sitzabstände, kein Essen oder Unterhaltungsangebote während des Fluges, aber das Ticket war sehr preiswert? Nicht jedem Passagier ist klar, welche Leistungen er bei Flügen mit Billigairlines erwarten kann. Um Licht ins Dunkle zu bringen, stellen wir Ihnen die entscheidenden Unterschiede zwischen Low-Cost-Fliegern und herkömmlichen Airlines vor, damit es bei der nächsten Flugreise keine unerwarteten Überraschungen gibt.

Unterschiede im Preis

Ob Easyjet, Ryanair oder Wizz Air – alle haben eins gemeinsam: die günstigen Flugpreise.

Im Gegensatz zu einer herkömmlichen Linienfluggesellschaft wie etwa Lufthansa oder British Airways, können Reisende bei den genannten Billigfliegern viel Geld sparen. Beispielsweise zahlen Ryanair-Passagiere für den Hinflug von Hamburg nach Madrid (Ende Januar) 19,99 Euro, Fluggäste mit Iberia müssen für denselben Tag und die gleiche Verbindung dagegen über das doppelte entrichten. (Stand: 15. Januar 2016)

Versorgung von Speisen und Getränken

Bei Finnair bezahlen Fluggäste entweder 12 Euro oder 4.000 Pluspunkte für eine Mahlzeit. Foto: Finnair
Wer jedoch beim Flugpreis ein ordentliches Schnäppchen macht, spart nicht nur am Preis, sondern auch beim Service. Das bedeutet: Passagiere, die an Bord einer Low-Cost-Maschine kostenlose Mahlzeiten erwarten, müssen wir enttäuschen – die gibt es nicht, denn die wiederrum erhöhen den Flugpreis.

Allerdings muss keiner verhungern: Auch bei Fluggesellschaften wie Easyjet können Sie an Bord Essen oder Trinken bekommen, das müssen Sie jedoch extra bezahlen. Dem britischen Billigflieger zufolge können Passagiere zwischen warmen und kalten sowie alkoholischen Getränken, Snacks und Süßigkeiten wählen. Das Gleiche gilt beispielsweise auch bei der irischen Ryanair und der deutschen Low-Cost-Airline Tuifly.

Wer dagegen mit Etihad Airways – einer klassischen Linienfluggesellschaft – unterwegs ist, kann sich sogar in der Economy Class zwischen mehreren kostenlosen Speisen entscheiden. Air France bietet wiederum auf Langstreckenflügen in der Premium Economy und Economy Class ein kostenloses Tagesmenü an oder eins von vier À-la-carte-Menüs.

Unterhaltungsangebot bei Billigairlines vorhanden?

Nein, denn wer billig fliegt, spart natürlich auch am Entertainmentprogramm. Bis auf die obligatorischen Sicherheitseinführungen der Flugbegleiter und einer zerknautschten On-Board-Zeitschrift sollten Sie keine großen Erwartungen an das Unterhaltungsangebot einer Low-Cost-Airline haben. Es schadet also nicht, genügend Lesestoff oder Musik mit an Bord zu nehmen, um sich die Flugzeit so angenehm wie möglich zu gestalten.

Sitzplätze – der kleine,  aber feine Unterschied

Bei Air Berlin ist die Sitzplatzwahl im Web-Check-in dagegen kostenlos.
Vor allem für große Personen ein Problem – der zu kleine Sitzabstand in Maschinen von Billigairlines. Doch wer preiswert bucht, muss auch hier auf zusätzlichen Komfort verzichten. Aber auch klassische Liniengesellschaften haben ihre Sitzabstände von Jahr zu Jahr verkleinert. Während Lufthansa-Passagiere 1955 noch über 86 Zentimeter Abstand zum jeweiligen Vordermann hatten, liegt der Sitzabstand heute zwischen 78 und 81 Zentimeter in einem Airbus 330-300 in der Economy Class. Wer dagegen mit Wizz Air fliegt, darf es sich bei etwa 74 Zentimetern bequem machen.

Außerdem unterscheiden sich Low-Coster von den herkömmlichen Airlines in einem weiteren Punkt: der Sitzplatzreservierung. Während Reisende mit der Deutschen Lufthansa die Möglichkeit haben, sich als Economy-Classic-Passagier auf einem innerdeutschen oder einem Flug innerhalb Europas kostenlos einen Platz zu wählen, ist das beim irischen Billigflieger Ryanair wiederum nicht möglich. Hier müssen Sie je nach Sitzplatz und Buchungsort zwischen 5,99 und 22,50 Euro zusätzlich einplanen.

Ticketbuchungen und Gepäckbestimmungen

Sparfüchse sollten nur mit ihrem Handgepäck fliegen.
Neben den bisher beschriebenen Unterscheidungsmerkmalen gibt es natürlich noch zahlreiche andere, die Billigfluggesellschaften von klassischen Linienairlines trennen. Etwa, dass es bei Low-Costern häufig nur eine Bordklasse gibt und zum Großteil nur kleinere Airports angeflogen werden.

Bei Billigfliegern ist zudem meist der Ticketkauf auf eine Buchungsart begrenzt. Um weitere Gelder für Servicekräfte einzusparen, können Passagiere von Low-Cost-Airlines ihre Flüge oftmals nur über das Internet buchen und müssen ihre Bordkarte selbst ausdrucken.

Auch beim Thema Gepäck gibt es Besonderheiten: Wer nicht nur mit seinem Handkoffer auf Reisen gehen möchte, muss vor allem bei Billigairlines wie etwa Ryanair oder Easyjet sein Aufgabegepäck kostenpflichtig hinzubuchen. Um am Ende keine bösen Überraschungen zu erleben, empfehlen wir Ihnen, sich vorab mit den jeweiligen Tarifen der Airlines vertraut zu machen, um etwaige Zusatzgebühren für aufgegebene Taschen einzuplanen. Preisweiter ist es in dem Fall, nur mit Handgepäck zu fliegen. Um sich im Gepäckdschungel – nicht nur bei Low-Costern – zurechtzufinden, hilft Ihnen der Gepäckgebühren-Rechner von CHECK24.

(mja)
 

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