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Entspannt in den Urlaub - die wichtigsten Tipps und Tricks für Flugreisende

31.07.2014 - 12:02

Seit Donnerstag sind in allen deutschen Bundesländern Sommerferien. Bis Mitte September werden Millionen Reisende von einem deutschen Flughafen in den Urlaub fliegen. Die allermeisten ohne Zwischenfälle und Turbulenzen - was aber, wenn sich die Flugzeiten verschieben, das Gepäck verschollen oder die Verbindung stark verspätet ist? Laut der Verbraucherschutzplattform Fairplane.de, kennen 90 Prozent der Flugreisenden ihre Rechte nicht. Wir haben die wichtigsten Tipps und Tricks gesammelt, damit sie entspannt am Reiseziel und Zuhause ankommen und verraten Ihnen, was Sie tun können, wenn bei ihrem Flug doch etwas schief geht.

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Vorsicht ist besser als Nachsicht – drei Wege, um stressfrei zu fliegen

 
Koffer nicht gleich Koffer - die Grenzen für Maße und Gewicht können variieren.

1. Koffer packen, aber richtig

Bei Flugreisen ist es nicht nur wichtig, alles in den Koffer zu packen, was für einen schönen Urlaub nötig ist, sondern sich auch an die Vorgaben der Airlines zu halten. Die Maße und Gewichtsgrenzen für das Hand- und Aufgabegepäck können von Fluglinie zu Fluglinie sehr unterschiedlich ausfallen. Passagiere sollten sich also rechtzeitig über die erlaubten Maximalwerte informieren, um am Flughafen nicht wegen einem zu großen Carry-on oder Übergepäck draufzahlen zu müssen.

Doch auch der Inhalt der Koffer kann zu Problemen beim Check-in oder den Sicherheitskontrollen führen. Nämlich dann, wenn Reisende so genannte verbotene Gegenstände eingepackt haben, welche die Sicherheit an Bord gefährden. Dabei geht es nicht nur um Flüssigkeiten und Messer im Handgepäck, als Faustregel gilt: Alles was leicht explodiert, brennt oder ätzt darf grundsätzlich nicht mit ins Flugzeug. Gegenstände, die als Waffe eingesetzt werden können, dürfen nicht mit in den Passagierraum. Genaue Informationen gibt es bei den Flughäfen, Airlines sowie der Bundespolizei.

2. Genug Zeit einplanen

Die Annahmeschlusszeiten für den Check-in sowie das Ende des Boardings variieren abhängig vom Flughafen, der Airline und dem Reiseziel. In der Regel geben Fluglinien auf der Buchungsbestätigung eine Empfehlung dafür, wann Passagiere sich am Schalter einfinden sollten. Diese ist in der Regel zwar großzügig bemessen, garantiert dafür aber auch, dass Reisende ihren Flug nicht verpassen.

Denn wer das Spiel mit der Uhr auf die Spitze treibt und erst nach der offiziellen Schlusszeit am Schalter erscheint, dem kann die Fluglinie die Beförderung verweigern. Die einzige Ausnahme hierfür sind organisatorische Mängel bei der Abfertigung, beispielsweise ein unterbesetzter Schalter. Dagegen gilt das Argument, dass der Weg vom Parkplatz bis zum Terminal länger war als erwartet nicht als akzeptabler Grund – dementsprechend sollten Flugreisende immer mit einem gewissen Zeitpuffer zum Airport kommen.

3. Bequem einchecken per Internet, Smartphone und Automat

Die Errungenschaften der modernen Technik können Reisenden dabei helfen, Zeit zu sparen und entspannter zu fliegen: Passagiere, die von zu Hause aus im Internet oder mit dem Smartphone einchecken beziehungsweise die Automaten für den Self-Ceck-in am Flughafen nutzen, müssen lediglich ihr Gepäck abgeben, bevor Sie zu den Sicherheitskontrollen weitergehen. Wer nur mit Handgepäck reist, spart sich auch die Abgabe der Koffer.

Wenn doch etwas schief geht – Passagierrechte in drei Fällen

1. Verschiebung der Flugzeiten
Bei Verspätungen steht Reisenden gegebenenfalls ein Ausgleich zu.

Es kann durchaus vorkommen, dass sich die Startzeiten für einen Flug verschieben. Dies ist rechtlich aber nur dann zulässig, wenn die geänderten Zeiten für den Reisenden zumutbar sind. Als unzumutbar gelten beispielsweise Änderungen, bei denen die Kunden einen Urlaubstag verlieren. Das Reiserecht schützt Verbraucher also vor einseitigen Änderungen vonseiten der Veranstalter. In derartigen Fällen können Betroffene den Flug gratis stornieren. Auch AGBs von Fluglinien, die sich zeitliche Änderungen grundsätzlich vorbehalten, sind nicht rechtmäßig.

2. Verspätungen und Flugausfälle

Verspätet sich ein Flug um mindestens drei Stunden, steht Passagieren laut der Fluggastrechteverordnung der Europäischen Union eine Entschädigung zu. Dies gilt für alle Verbindungen, die innerhalb der EU starten. Entscheidend für den rechtlichen Anspruch ist aber nicht die Abflugs- sondern die Ankunftszeit. Die Höhe der Ausgleichszahlung liegt dabei zwischen 250 und 600 Euro und richtet sich nach der Länge der Flugstrecke.

Das gilt jedoch nicht, wenn ein Streik die Verspätung verursacht hat. Arbeitskämpfe gelten wie Unwetter als außergewöhnliche Umstände, fürdie Airlines nicht haften. Erreicht ein Flug also wegen eines Gewitters oder eines Pilotenstreiks sein Ziel nicht zur planmäßigen Zeit, steht Passagieren keine Ausgleichszahlung zu – auch dann nicht, wenn die Verbindung ganz ausfällt. Jedoch muss die Fluggesellschaft eine angemessene Betreuung ihrer Kunden an den Flughäfen gewährleisten und Getränke, Mahlzeiten sowie gegebenenfalls Schlafgelegenheiten stellen.

3. Gepäckverlust

Es kommt immer wieder vor, dass Koffer beschädigt, verspätet oder gar nicht am Zielflughafen ankommen. Betroffene dürfen sich dann vor Ort die notwendigsten Utensilien und Kleidungsstücke kaufen und der Fluggesellschaft die Kosten in Rechnung stellen. Wichtig ist hier, den Verlust des Gepäcks noch am Flughafen zu melden und die Ansprüche schriftlich geltend zu machen.

(jwö)

 

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