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Flughafen-Lounges: 3 Dinge die Sie wissen sollten

09.12.2015 - 09:07

Übervolle Terminals, quengelnde Kinder: Die Wartezeit im Flughafen muss nicht immer angenehm sein. Wer einfach abtauchen und sich während eines Zwischenstopps oder vor dem Flug erholen will, kann den Luxus einer Airport-Lounge in Anspruch nehmen. Doch nicht jeder hat Zugang. Was Sie mitbringen müssen und was Sie genau erwartet, erfahren Sie hier.

Wir haben für Sie die wichtigsten Fakten über die Luxus-Flughafen-Lounges zusammengestellt. Des Weiteren finden Sie auf unseren Flughafenseiten zusätzliche Informationen wie beispielsweise Park- und Transfermöglichkeiten der jeweiligen Airports.

1. Wer hat Zutritt?

Die meisten Fluggesellschaften beschränken ihren Lounge-Zugang auf treue und gut zahlende Passagiere. Rein dürfen nur diejenigen, die Business oder First Class fliegen oder an einem Vielfliegerprogramm teilnehmen.

Vor allem Geschäftsreisende nutzen die Business-Lounge in Frankfurt. Foto: Dominik Mentzos/Lufthansa

Bei der Lufthansa läuft das so: Wer First Class bucht oder innerhalb von zwei Kalenderjahren 600.000 Flugmeilen gesammelt hat, darf überall hinein. Wer dagegen als Economy-Reisender fliegt und weniger als 35.000 Meilen gesammelt hat, erhält lediglich als Gast Zugang zur Lounge – teilweise sogar gegen Aufpreis.

„Uns ist es wichtig, die Exklusivität unserer Lounges zu erhalten“, sagte Jan Bärwalde, der ehemalige Konzernmediensprecher der Kranichlinie, gegenüber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. „Wenn der Zugang für jeden kaufbar wäre, würde der Mehrwert für unsere Statuskunden verloren gehen und der Anreiz, einen Vielfliegerstatus zu erwerben.“

Doch um am sogenannten Vielfliegerprogramm teilzunehmen, müssen Reisende nicht zwingend viel unterwegs sein. So eine Karte kann jeder beantragen, auch wenn er nur einmal im Jahr fliegt. Inzwischen gibt es zahlreiche Programme wie etwa Miles & More oder Flying Blue sowie deren unterschiedliche Vielfliegerstatus (wie etwa Teilnehmer, Frequent Traveller, Senator und HON Circle Member bei Miles & More). Der Status hängt von der jeweiligen Anzahl der gesammelten Meilen ab. Diese können häufig auch durch das Bezahlen mit speziellen Kreditkarten der Vielfliegerprogramme gesammelt werden. Meist erhalten Sie pro einen Euro Umsatz eine Meile gutgeschrieben, bei speziellen Premium-Partnern auch mehr.

2. Wie erhalte ich Zutritt?

Grundsätzlich müssen Sie für den Zugang zur jeweiligen Airline-Lounge nur Ihr First- oder Business-Class-Ticket vorzeigen. Vielflieger besitzen dagegen eine Plastikkarte des jeweiligen Programms. Wer beispielsweise mit Air France oder KLM fliegt und zudem ein Flying Blue Silver, Gold, Platinum oder Sky Team Elite-Plus-Mitglied ist, hat Zugang zu den 540 Air-France- und Sky-Team-Lounges. Zudem können Sie gratis einen Gast in die Lounge mit einladen. Ähnlich sehen die Zugangsregeln bei der Lufthansa und deren Vielfliegerprogramm Miles & More aus.

Frequent Traveller haben auch mit einem Economy-Tickets Zutritt in die Business-Lounge.

Reisende mit einem passenden Flugticket dürfen in die First- oder Business-Lounge, ebenso wie die Kunden des Vielfliegerprogramms Miles & More. Frequent Traveller dürfen auch mit Economy-Tickets in die Business-Lounge, für Inhaber einer goldenen Vielfliegerkarte hält die Lufthansa spezielle Senator-Lounges parat. Diese dürfen auch First-Class-Reisende mit einem Star Alliance Partner kostenfrei nutzen. Die Lufthansa-First-Class-Lounges stehen hingegen exklusiv Gästen der größten deutschen Airline zur Verfügung, die erste Klasse reisen.

Das geht auch: Wer als First- oder Business-Class-Passagier beispielsweise bei einem Mitglied der Luftfahrtallianz Star Alliance mitfliegt, welche 1997 unter anderem auch von der Deutschen Lufthansa gegründete wurde, hat folgende Vorteile:

  • Bei internationalen Flügen haben Passagiere der First Class einen Anspruch auf Zutritt zu den Lounges aller Mitglieder-Fluggesellschaften. Zudem dürfen Sie einen Gast mitbringen. Fluggäste der Business Class haben dagegen die Möglichkeit, die Business-Lounges aller Mitglieder zu nutzen.

  • Einige Mitglieder bieten auch bei Inlandsflügen einen Lounge-Zugang an.

  • So können Lufthansa-Fluggäste beispielsweise auch die Lounges von Brussels Airlines, Swiss, Turkish Airlines oder United Airlines nutzen.

Neben Star Alliance gehören auch Sky Team, Oneworld Alliance und Ethiad Airways Partners zu den vier wichtigsten internationalen Luftfahrtallianzen.

3. Annehmlichkeiten – von Steckdosen bis Kinos

Bequeme Sitzmöglichkeiten, kostenlose Snacks und freies WLAN finden sich in fast jeder Lounge. Doch auch hier gibt es scheinbar – wie überall anders auch – nach oben keine Grenzen.

Während sich in der First-Class-Lounge von Qantas Airways am Flughafen Sydney ein 30 Meter langer vertikal angelegter botanischer Garten mit über 8.000 Echtpflanzen durch die Halle zieht, können es sich Business-Class-Passagiere von Malaysia Airlines in der Golden Lounge in London Heathrow auf exklusive Massageliegen bequem machen. Die Business-Lounge von Qatar Airways namens Al Mourjan im Hamad International Airport in Doha beeindruckt dagegen mit ihrer Größe. Die etwa 10.000 Quadratmeter große Lounge ist vor allem eins: unglaublich glamourös. Fans von Tausendundeine Nacht werden die Designermöbel im Orientstil lieben. Wer Lust auf Kino mit Popcorn, Billard- oder Klavierspielen hat, sollte der CIP Lounge von Turkish Airlines in Istanbul einen Besuch abstatten.

Lufthansa Senator Lounge
 In der Senatoren-Lounge der Kranichlinie können Reisende am Airport in Frankfurt bei einem riesigen Waldmotiv entspannen. Foto: Dominik Mentzos/Lufthansa

Doch auch in Deutschland gibt es vorzeigbare Flughafenbereiche. Am Frankfurter Flughafen beispielsweise kommen First-Class-Passagiere, HON Circle Member und Senatoren in den Genuss eines eigenen Spa-Bereichs. Zudem bieten die beiden Lufthansa-Drehkreuze ihren zahlungskräftigsten und/oder treuesten Kunde jeweils ein eigenes First-Class-Terminal an, Limousinen Service zum Flieger inklusive.


(mja)

 

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