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Mit Kleinkindern fliegen - worauf Sie achten sollten

26.08.2013 - 16:55

Wer mit den kleinsten der Kleinen eine Flugreise antritt, muss anders planen als andere Passagiere. Schon im Vorfeld der Reise stellen sich Eltern Fragen wie: Ab wann kann ich meinem Kind ohne Bedenken einen Flug zumuten? Kann ich einen speziellen Sitzplatz buchen, der meinem Kind die Reise erleichtert? Was sollte und darf ich mit an Bord nehmen? Wir haben die wichtigsten Tipps für Eltern, die mit Kleinkindern fliegen wollen, zusammengefasst.

Zunächst stellt sich die Frage – ab welchem Alter dürfen Babys mit an Bord? Möglicherweise würden Sie nicht vermuten, dass die meisten Fluggesellschaften lediglich ein Mindestalter von zwei Wochen vorschreiben. Denn generell ist auch gegen einen Flug mit Neugeborenen nichts einzuwenden. Trotzdem sollten sich Eltern im Zweifelsfall bei der jeweiligen Airline erkundigen. Dasselbe gilt übrigens für das Fliegen in der Schwangerschaft. Zudem sollten Eltern darauf achten, dass sie die notwendigen Reisedokumente auch rechtzeitig ausgestellt bekommen. Seit Juni 2012 besteht auch für die Kleinen im Ausland eine Ausweispflicht. ein Eintrag im Pass der Eltern genügt nicht mehr. Seitdem benötigen auch Kleinkinder einen Kinderreisepass.

Der richtige Platz und andere Sicherheitsfragen

Etwas kniffliger wird es schon in Sachen Sitzplatz: Denn Kinder unter zwei Jahren haben keinen Anspruch auf einen eigenen Sitzplatz – dafür fliegen sie entweder kostenlos oder für zehn Prozent des Normalpreises mit. Per EU-Verordnung dürfen sie auf dem Schoß der Eltern reisen, wobei ein sogenannter Schlaufengurt am Sicherheitsgurt von Mutter oder Vater befestigt wird. Das Problem: Bei Turbulenzen oder sonstigen heftigen Bewegungen des Flugzeugs ist der Schlaufengurt für die Kleinen sehr gefährlich. Er kann zu Quetschungen und somit inneren Verletzungen führen.

Wesentlich sicherer ist es, einen eigenen Kindersitz - etwa einen MaxiCosi oder Römer - mit an Bord zu nehmen und einen zusätzlichen Sitzplatz zu buchen – das ist allerdings deutlich teurer. Eine weitere Option sind spezielle Elternsitzplätze, mit denen viele Flugzeuge ausgerüstet sind. Sie befinden sich meist in der ersten Reihe und sind mit einer Babyschale ausgestattet, in die das Kind bequem hineingelegt werden kann. Früh buchen und diese Sitze reservieren lohnt sich also. Auch für Kinder, die schon eigenständig sitzen können, kann der Gurt gefährlich sein – hier helfen Autokindersitze oder Hosenträger-Gurtsysteme, welche die Eltern selbst mitbringen können. Der Weg zum Flugzeug ist dagegen unproblematisch – Kinderwägen können beim Boarding einfach direkt am Eingang des Flugzeugs abgegeben werden.

Richtig packen

Kinder, die noch nicht laufen oder krabbeln können, nehmen längere Flüge meist gelassener hin, als die etwas Größeren. Für Letztere ist ein eher kurzer Flug spannend. Ab mehreren Stunden in der Luft kann es schwierig werden, ihren Bewegungsdrang im Zaum zu halten. Packen Sie also auf jeden Fall so, dass für ausreichend Unterhaltung gesorgt ist. Besonders geeignet ist alles, was auch in beengtem Raum möglichst lange interessant bleibt - beispielsweise Stapelspiele, Bücher, Fingerpuppen oder Malbücher.

Um Ihren Sprösslingen den Druckausgleich bei Start und Landung zu erleichtern, bieten Sie ihnen einfach etwas zu Trinken (oder die Brust) an, das Schlucken mindert das unangenehme Gefühl in den Ohren. Überhaupt sollten Eltern ausreichend Getränke im Handgepäck haben, da die Luft im Flugzeug sehr trocken ist. Ein ausreichender Vorrat an Wickelutensilien und Babynahrung oder Snacks für größere Kinder dürfen natürlich auch nicht fehlen.

(jwö)

 

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