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Fliegen mit Kindern - von Autositz bis Nasenspray

09.03.2016 - 14:17

„Wann sind wir endlich da?“, „Ich habe Hunger!“, „Mama, mir ist langweilig!“: Diese und viele weitere Sätze werden Ihnen sicher bekannt vorkommen. Doch während Sie bei langen Autofahrten die Möglichkeit haben, einen Rasthof anzufahren – damit sich auch die Kleinen kurz die Beine vertreten können – sieht das auf einem Langstreckenflug doch etwas schwieriger aus. Wenig Bewegungsmöglichkeiten und ungeduldige Sprösslinge rauben einem da schon mal den letzten Nerv. Damit der erste Flug mit Ihrem Kind nicht zum Reinfall wird, haben wir die besten Tipps und Tricks zusammengestellt.

Nonstopflüge & Co

Lassen Sie Ihr Kind vor dem Flug noch einmal so richtig toben, bevor es dann stundenlang still sitzen muss.
Um den Flug mit Kindern so angenehm wie möglich zu gestalten, sollten Sie bereits bei der Buchung auf einige Dinge achten. Grundsätzlich sind Nonstop-Flüge für Kinder am besten – damit sind Verbindungen ohne Zwischenstopps gemeint. So gehen Sie häufigem Umsteigen aus dem Weg, das mit stressigen Terminalwechsel und langen Wartezeiten verbunden ist.

Bei einem Kurzstreckenflug von bis zu zwei Stunden sollten Sie zudem sehr frühe und sehr späte Abflüge vermeiden, denn welches Kind sitzt mitten in der Nacht quietschvergnügt am Flughafen und wartet geduldig darauf, dass es endlich losgeht? Richtig, höchstwahrscheinlich kein Einziges!

Eine Ausnahme sind Langstrecken, bei denen sich gerade Nachtflüge anbieten. Zum einen sind für Kinder lange Flüge – wie auch weite Autofahrten – aufgrund der eingeschränkten Bewegungsfreiheit sehr unangenehm. Zum anderen sind solche langen Reisezeiten unendlich langweilig. Nicht nur uns Erwachsenen fällt bei einem Zehnstundenflug die Decke auf dem Kopf. Schlaf ist daher die beste Idee!

Unser Tipp: Lassen Sie Ihr Kind vor dem Flug noch einmal so richtig toben, bevor es dann stundenlang still sitzen muss. Machen Sie einfach eine kleine Entdeckungstour am Airport! Familien am Flughafen München können beispielsweise das Kinderland mit Mal- und Bastelecke sowie Lese- und Spielepodest besuchen.

Die Sache mit dem Alter

Grundlegend gilt: Kinder bis zwei Jahre haben keinen Anspruch auf einen eigenen Sitzplatz im Flieger. Doch bevor das Kleinkind mit dem Schlaufengurt (Loop Belt) auf Ihren Schoß Platz nimmt, sollten Sie sich vorab bei der Airline informieren, ob Sie einen Kindersitz mitbringen dürfen. Viele Fluggesellschaften erlauben die Mitnahme eines eigenen Autokindersitzes oder einer Babyschale, die mit dem TÜV-Siegel „For use in Aircraft“ verifiziert sind. Einige Airlines haben auf ihrer Website sogar eine List der Herstellernamen der Kindersitze, die im Flieger akzeptiert sind.
Buchen Sie vor Reisebeginn Ihre Sitzplätze. Foto: Lufthansa


Bei Kindern mit einem Gewicht über 18 Kilogramm sind keine weiteren Sicherheitsmaßnahmen erforderlich – sie sollten nur während des gesamten Fluges angeschnallt bleiben.

Ist Ihr Sprössling noch ein Säugling, erhalten Sie ein Babybett. Das können sie beispielsweise bei der Lufthansa bis zu 48 Stunden vor Abflug telefonisch reservieren. Allerdings weist die Kranichlinie daraufhin hin, dass Sie – abhängig von Ihrer Buchungsklasse – einen kostenpflichtigen Sitzplatz für den Platz des Babybettchens hinzu buchen müssen. Wer dagegen mit Air Berlin fliegt, erhält ab einer Reisezeit von 90 Minuten ein sogenanntes Babykörbchen. Auch hier müssen Sie einen Sitzplatz vorab reservieren!

Unser Tipp: Um zu vermeiden, dass Ihre Familie im ganzen Flugzeug verstreut sitzt, checken Sie zeitnah online ein und reservieren Sie Plätze, die auch zusammen liegen. In der Regel achten Ailines darauf, dass Familien in einer Reihe oder zusammen sitzen, aber sicher ist sicher!

Die richtige Kleidung

Wie auch bei erwachsenen Reisenden bietet sich beim Fliegen das altbewährte Zwiebelprinzip an. Ziehen Sie Ihrem Kind also mehrere dünne Lagen übereinander an, so können diese je nach Wärmeempfinden an- und ausgezogen werden. Packen Sie zudem dicke Socken ein!

Fliegen ohne Ohrenschmerzen

Geben Sie Ihrem Kind kurz vor dem Start und der Landung etwas zum Saugen oder zum Kauen, um den lästigen und zum Teil schmerzhaften Druck auf den Ohren auszugleichen.
Manchmal hilft auch Schokolade bei schlechter Stimmung – speziell bei langen Flügen. Foto: Mathias Neubauer/airberlin
 


Wer mit Baby fliegt, sollte entweder die Trinkflasche oder den Schnuller reichen. Sind Ihre Kids schon größer, sind Kaugummis, Gummitiere oder Bonbons gute Alternativen. Hat Ihr Kind zudem eine empfindliche Nase oder ist erkältet, geben Sie ihm abschwellendes Nasenspray – denn auch das hilft, den nervigen Druckausgleichsproblemen entgegen zu wirken. Medikamente sind übrigens von der strengen Flüssigkeitsregelung an Bord ausgenommen.

„Ich habe Hunger, Mama!“

Grundsätzlich raten wir hier: Nehmen Sie ausreichend Essen mit. Neben zahlreichen Babygläschen gehören auch die Lieblingssnacks Ihrer Kinder dazu.

Auch diese Punkte sollten Sie wissen:
  • Bereiten Sie die Milchflasche erst im Flieger zu; bringen Sie lediglich das Trockenpulver mit, vom Bordpersonal erhalten Sie warmes Wasser
  • Dasselbe gilt auch für Brei und Tee
  • Babygläschen sind im Handgepäck erlaubt
  • Erkundigen Sie sich vorab, ob ihre Airline ein Kindermenü anbietet
  • Im Falle, dass das Flugzeugessen nicht schmeckt, packen Sie zusätzlich etwas zum Schnabulieren ein (Kekse, Riegel, geschnittenes Obst) – am besten das, was Ihr Kind am liebsten mag

Die nötige Beschäftigung an Bord

Während die Deutsche Lufthansa auf allen Strecken Malbücher, Puzzle und kindgerechte Unterhaltung im Inflight-Entertainment-Programm anbietet, können die Kleinsten bei Condor beispielsweise im Audiokanal Hörspielen sowie Kinderliedern lauschen.
Lassen Sie sich nicht aus der Ruhe bringen und denken Sie an die erholsamen Stunden, die Ihnen noch bevorstehen.

Doch nicht alle Fluggesellschaften vergeben Spiel- und Spaßpakete an die Jüngsten. Damit keine Langeweile während des Fluges aufkommt, sollten Sie unbedingt an Spielsachen, Bücher und Malsachen wie Stifte und Papier denken. Auch Reise- oder Kartenspiele sind im Handgepäck zu verstauen!

Das Wichtigste

Last, but not least: Lassen Sie sich auf keinen Fall aus der Ruhe bringen. Versuchen Sie gelassen zu bleiben, auch wenn sich gerade eine stressige Situation anbahnt – Ihr Kind merkt das. Deshalb sollten Sie ihm die nötige Sicherheit vermitteln, indem Sie ihm beispielsweise erklären, was während des Fluges passiert oder was ihn beim Start und bei der Landung erwartet.
 
(mja)

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