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Tagesgeld und Festgeld: Konditionsanpassungen im Mai

23.05.2013 - 16:31

Im Monat Mai erlebten Sparer erneut eine böse Überraschung. In ihrer Ratssitzung Anfang des Monats beschloss die Europäische Zentralbank (EZB) eine Absenkung des europäischen Leitzinses auf 0,5 Prozent. Auf diese Weise soll der anhaltenden Rezession in der Euro-Zone erneut der Kampf angesagt werden. Doch während sich Verbraucher auf günstigere Kredite freuen dürfen, brachte die Leitzinssenkung eine Welle an Zinssenkungen im Bereich Tagesgeld und Festgeld mit sich.

Den Anfang machte am 4. Mai die Cortal Consors. Die Direktbank korrigierte den Zinssatz auf das zum Depotkonto gehörige Tagesgeldkonto nach unten. Anstatt wie bisher 3,50 Prozent erhalten Kunden zukünftig nur noch 3,00 Prozent jährliche Verzinsung. Der Zinssatz gilt nur beim Depotübertrag von Wertpapieren in Höhe von mindestens 6.000 Euro. Zudem muss das alte Depot geschlossen werden.

Die Verzinsung setzt sich aus 2,00 Prozent für den Wertpapierübertrag sowie 1,00 Prozent für die Schließung des Altdepots zusammen. Die Cortal Consors bietet zudem eine 12-monatige Zinsgarantie. Das Angebot gilt nur für Anlagen bis 20.000 Euro und richtet sich ausschließlich an Neukunden, die in den letzten sechs Monaten keine Kunden des Instituts waren.

Konditionsanpassungen bei der Credit Europe Bank und Barclays

Am 7. Mai senkte die Credit Europe Bank ihre Zinsen auf Tagesgeld- und Festgeldanlagen. Anstatt mit 1,10 Prozent ist das Tagesgeldkonto nun nur noch mit 1,00 Prozent jährlich verzinst. Beim 12-monatigen Festgeld erhalten Anleger anstatt 1,70 Prozent nur noch 1,50 Prozent Zinsen im Jahr. Bei einer 18-monatigen Anlage sind es statt 1,80 Prozent ebenfalls nur noch 1,50 Prozent. Das 24-monatige Festgeld bringt dagegen eine kleine Zinserhöhung mit sich: Hier lässt die Credit Europe Bank nun 1,65 Prozent jährliche Zinsen springen – zuvor waren es noch 1,50 Prozent.

Da das LeitzinsPlus Tagesgeldkonto von Barclays an den Leitzins gebunden ist, gingen auch hier die Zinsen weiter in den Keller. Das Institut senkte den Zinssatz am 8. Mai von 1,00 Prozent auf 0,75 Prozent jährlich. Die Verzinsung setzt sich hier stets aus dem EZB Leitzins sowie 0,25 Prozent Barclays-Bonus zusammen. Eine Mindestanlage ist nicht erforderlich. Barclays bietet Neukunden zudem eine 12-monatige Zinsgarantie.

Tagesgeld: VTB Direktbank und Deniz Bank senken ihre Zinsen

Am selben Tag wie Barclays passte auch die VTB Direktbank ihre Tagesgeldkonditionen nach unten an. Statt der bisherigen 1,20 Prozent erhalten Sparer nur noch 1,00 Prozent jährliche Verzinsung auf das Konto. Einen Mindest- oder Höchstanlagebetrag gibt es hier nicht. Die Zinsausschüttung erfolgt vierteljährlich.

Zwei Tage später, am 10. Mai, nahm auch die Deniz Bank eine Zinssenkung von 1,55 Prozent auf 1,4 Prozent jährlich vor. Der Zinssatz gilt für Spareinlagen in Höhe von 1.000 bis 500.000 Euro. Die Zinsen werden einmal im Jahr ausgeschüttet.

Mercedes-Benz Bank: Zinssenkungen beim Tagesgeld und Festgeld

Ebenfalls am 10. Mai senkte die Mercedes-Benz Bank sowohl ihre Zinsen aufs Tagesgeld als auch ihre Festgeldzinsen. Anstatt 0,80 Prozent erhalten Kunden der Autobank aktuell nur noch 0,70 Prozent Zinsen aufs Tagesgeld. Dies gilt allerdings nur dann, wenn das Konto online geführt wird. Bei einer Kontoführung in der Filiale erhalten Sparer lediglich 0,50 Prozent – zuvor waren es noch 0,70 Prozent im Jahr. Das Angebot gilt für Neu- und Bestandskunden. Eine Mindestanlage ist nicht erforderlich. Zudem punktet die Mercedes-Benz Bank mit einer monatlichen Zinsausschüttung.

Beim Festgeld waren die Konditionsänderungen sehr umfangreich. So verzinst das Institut beispielsweise das 12-monatige Festgeld nur noch mit 0,80 Prozent – zuvor lag der Zinssatz bei 1,00 Prozent jährlich. Für die 24-monatige Anlage wurde die Verzinsung von 1,25 Prozent auf 1,10 Prozent herabgesenkt, für die 36-monatige von 1,50 auf 1,30 Prozent im Jahr.

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Die letzte Zinssenkung nahm am 13. Mai die IKB direkt vor. Hier beziehen sich die Anpassungen jedoch nur auf sehr lange Anlagedauern. Bei einer Laufzeit von fünf Jahren lässt die Direktbank anstatt 2,3 Prozent nur noch 2,2 Prozent Zinsen springen. Bei der siebenjährigen Anlage sind es statt 2,50 Prozent nur noch 2,3 Prozent. Der Zinssatz für eine zehnjährige Laufzeit wurde von 2,8 Prozent auf 2,5 Prozent angepasst.

Nach den umfangreichen Zinsänderungen teilen sich aktuell die RaboDirect und die Renault Bank direkt die Spitzenposition im Tagesgeld Vergleich. Beide Direktbanken bieten ihren Kunden attraktive 1,65 Prozent jährliche Zinsen. Auch die weiteren Konditionen ähneln sich bei den Instituten stark: So erfolgt die Zinsausschüttung jeweils monatlich. Ein Mindestanlagebetrag ist nicht vorgegeben. In beiden Fällen gilt das Angebot zudem sowohl für Neu- als auch für Bestandskunden.

(fr)

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