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Welche Serviceleistungen bieten Direktbanken ihren Kunden?

10.10.2012 - 15:03

Direktbanken betreiben keine eigenen Filialnetze und bieten die Kontoführung ausschließlich online oder per Telefon an. Dadurch haben sie den klassischen Filialbanken gegenüber einen entscheidenden finanziellen Vorteil und können meist bessere Konditionen ermöglichen. Doch sind Online-Banken tatsächlich in der Lage, ihren Kunden dieselben Serviceleistungen zu bieten wie Filialbanken?

Fast alle Direktbanken haben heutzutage eine breite Produktpalette im Portfolio, die mit der von Filialbanken durchaus vergleichbar ist. Dazu gehören insbesondere Girokonten, die bei Online-Banken in der Regel kostenlos sind. Auch Online-Kredite, Tagesgeldkonten, Festgeldkonten, Kreditkarten und Depots erhalten Verbraucher oft zu besonders günstigen Konditionen. Einige Direktbanken bieten ihren Kunden sogar Immobilienfinanzierung oder Online Brokerage an.

Häufig haben Direktbanken auch attraktive Neukundenvorteile im Angebot. So finden sich beispielsweise im Bereich Tagesgeld oft Prämien oder Sonderzinssätze, mit denen die Rendite deutlich erhöht werden kann.

Eine Bareinzahlung bei der Direktbank vornehmen

Hin und wieder kommt es vor, dass kurzfristig ein Konto ausgeglichen oder ein größeres Bargeldgeschenk auf das Girokonto transferiert werden muss. Während Filialbanken ihren Kunden Einzahlungsautomaten zur Verfügung stellen, bleibt Direktbankkunden meist nur der Weg in ein fremdes Institut.

Die meisten Banken und Sparkassen bieten einen Einzahlungsservice am Schalter an. Wer jedoch nicht Kunde des Kreditinstituts ist muss mit Gebühren zwischen fünf und zehn Euro rechnen.

Einige Institute sind Direktbank-Ableger größerer Filialbanken. So handelt es sich beispielsweise bei der 1822direkt um ein Tochterunternehmen der Frankfurter Sparkasse. Ihre Kunden können daher bei allen Sparkassen im Rhein-Main-Gebiet kostenlos Bargeld einzahlen.

Das Gleiche gilt für comdirect-Kunden, die an Einzahlungsautomaten und Schaltern des Mutterkonzerns Commerzbank Einzahlungen vornehmen können. Auch die Deutsche Kreditbank AG (DKB) betreibt in den neuen Bundesländern 15 Filialen, in denen Bargeld eingezahlt werden kann.

Einen Scheck einreichen und größere Bargeldsummen abheben

Auch Schecks können bei Direktbanken problemlos eingereicht werden. Meist genügt es, den Scheck mit Kontonummer und Bankleitzahl gekennzeichnet per Post an die zuständige Hauptniederlassung des Kreditinstituts zu schicken.

Einige Online-Banken bieten ihren Kunden auch vorgefertigte Formulare für Inlands- und Auslandsschecks zum Download an. Diese können dann zusammen mit dem Scheck per Post an den Hauptsitz der Bank geschickt werden. Für Auslandsschecks werden in der Regel Gebühren zwischen zehn und 15 Euro erhoben.

Auslandsschecks und Orderschecks müssen auf der Rückseite vom Empfänger unterschrieben werden. Soll der Scheck auf das Konto einer dritten Person transferiert werden, so muss auch diese auf der Rückseite unterschreiben.

Das Abheben größerer Bargeldsummen kann Direktbank-Kunden unter Umständen Probleme bereiten. Das Auszahlungslimit am Geldautomaten unterscheidet sich von Bank zu Bank und liegt im Schnitt bei etwa 1.000 Euro. Das Gleiche gilt für Auszahlungen mit Kreditkarte.

So können beispielsweise Kunden der 1822direkt täglich nur über 500 Euro verfügen. Das Wochenlimit beträgt 2.500 Euro. Das Limit der comdirect liegt bei täglich 1.000 und wöchentlich 2.000 Euro. Größere Bargeldbeträge können Kunden jedoch im Vorfeld bei einer Commerzbank-Filiale anmelden und dort am Schalter abheben. Kunden der DKB erhalten mit ihrer EC-Karte bis zu 2.560 Euro täglich.

Wer problemlos auf größere Bargeldsummen zugreifen will, ist oft besser beraten, parallel zum Direktbank-Konto noch ein Filialbank-Konto zu führen. Die Summe kann bei Bedarf  vom Online-Konto auf das Filialbank-Konto transferiert und dann am Schalter abgehoben werden.

(fr)

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