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Tipp vom Verbraucherschutz: Weihnachtsgeschenke richtig bezahlen

10.12.2013 - 20:00

Gut zwei Wochen vor Weihnachten herrscht bei der Weihnachtsvorbereitung meist noch die Ruhe vor dem (Shopping-) Sturm - noch ist der Zeitdruck nicht groß genug, um sich mit tausenden anderen Menschen durch die überfüllten Innenstädte zu schieben, die Lieferzeiten der meisten Onlinehändler reichen aus, damit die Geschenke rechtzeitig zum Fest ankommen. Daher nutzen neun von zehn deutschen Internetusern das Netz, um auch in diesem Jahr wieder die schönsten Bücher, wohl riechende Parfums und Gutscheine zu besorgen.

Wer im Übrigen noch auf der Suche nach dem passenden Geschenk ist: Das waren laut einer aktuellen Studie des Unternehmens Deloitte die Top 3 der Geschenke, die sich die Deutschen in diesem Jahr unterm Weihnachtsbaum wünschen. Kleine und größere Überraschungen für die Liebsten vom Sofa aus zu ordern und sich direkt nach Hause liefern zu lassen, ist natürlich auch besonders bequem – nun rät der Verbraucherschutz Hamburg, hierbei auf die richtige Bezahlweise zu achten.

Verbraucherschutz warnt: Finger weg von der Vorkasse beim Onlineshopping

Damit Weihnachten nicht zum Desaster wird, gibt's hier Tipps zum sicheren Geschenkekauf im Internet.
So bunt die Warenvielfalt im Netz und abwechslungsreich die steigende Anzahl an Onlineshops ist, die den Kunden ihre Waren im Internet feilbieten, umso geschickter und listiger werden leider auch die Maschen der Betrüger, die am großen Weihnachtsgeschäft auch ihren Teil mitverdienen möchten.

Um Verbraucher vor einem unbeabsichtigten Kauf im Internet zu schützen, hat die deutsche Bundesregierung Onlinehändler Anfang dieses Jahres dazu verpflichtet, den kostenpflichtigen Kauf einer Ware durch einen unmissverständlichen Button zu kennzeichnen. Sollte dennoch etwas unbeabsichtigt bestellt werden, können Verbraucher in der Regel von ihrem 14-tägigen Widerrufsrecht Gebrauch machen.

Die nächste Stolperfalle beim Onlineshopping wartet auf Verbraucher direkt an der virtuellen Kasse: Seriöse Onlineshops bieten ihren Kunden meist mehrere Möglichkeiten, den Einkauf zu bezahlen – doch nicht jede Zahlvariante ist wirklich empfehlenswert, wie Julia Rehberg, Rechtsexpertin der Verbraucherzentrale Hamburg weiß. Laut der Expertin ist es beim Onlineshopping ein absolutes Tabu, die bestellte Ware per Vorkasse zu bezahlen. Entgegen der gesetzlich vorgeschriebenen Vereinbarung muss der Verbraucher den Kaufbetrag bei dieser Zahloption bereits vor Erhalt der Ware an den Verkäufer überweisen.

Im Prinzip gleicht es dann einem reinen Glücksspiel, ob und in welchem Zustand die Ware nach der Überweisung beim Käufer ankommt – laut Rehberg ist diese Bezahlart viel zu riskant und sollte daher nur im Notfall genutzt werden. Zudem sollten Verbraucher nur solche Warenbeträge per Vorkasse überweisen, deren Verlust leicht verschmerzbar sei. Der Kauf per Nachnahme ist laut Rehberg ebenfalls nur bedingt zu empfehlen, da der Verbraucher das Paket in diesem Fall zwar in der Hand halte, dessen Inhalt vor der Bezahlung meist jedoch nicht ausreichend prüfen kann.

So sind Sie beim Onlineshopping auf der sicheren Seite

Julia Rehberg warnt, dass es auch im Onlinehandel schwarze Schafe gebe, daher sei nur der Verbraucher auf der sicheren Seite, der seine Weihnachtsgeschenke auf Rechnung bezahlt. Bei dieser Bezahlart muss der Verbraucher erst dann das virtuelle Portemonnaie  zücken, wenn die Ware auch in der Tat wie bestellt zu Hause eingetroffen ist. Sollte der Händler eine Bezahlung der Ware auf Rechnung nicht ermöglichen, rät Rehberg, den Kauf per Einzugsermächtigung zu wählen. Bei dieser Bezahlvariante muss der Verbraucher dem Händler zwar seine sensiblen Kontodaten preisgeben – anders als bei der Überweisung haben Verbraucher hier jedoch die Möglichkeit, den bereits abgebuchten Betrag von der Bank wieder zurückbuchen zu lassen. Sollte man beim Weihnachtshopping also in die Hände von  Betrügern geraten, ist die Bank meist problemlos in der Lage, den finanziellen Schaden wieder auszubügeln.

Beherzigen Sie also bei ihren letzten Weihnachtseinkäufen diese einfachen Tipps der Verbraucherschützer, damit Sie in zwei Wochen „froh und munter“ sind und ihren Liebsten sagen können: „Freue dich, das Christkind kommt bald“– und zwar mit Ihren sicher eingekauften Geschenken!

(as)

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