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Eine sichere Geldanlage in Zeiten der Krise

25.07.2011 - 16:32

Die Schuldenkrise in der Europäischen Union muss für private Anleger kein Grund zur Sorge sein. Experten raten jedoch von Investitionen in Gold ab und empfehlen den Verkauf von Staatsanleihen der Krisenländer. Sichere Geldanlagen bleibt nach wie vor Tagesgeld, Festgeld oder Aktien. Derzeit ist die Lage auf dem europäischen Finanzmarkt unsicher - Kapitalanlagen, die zuvor als sicher galten, bergen aktuell für private Sparer einige Gefahren. So sind insbesondere Staatsanleihen der von Krisen gebeutelten Länder wie Griechenland, Portugal und Irland unsichere Kandidaten. Experten raten daher, diese trotz drohender Verluste zu verkaufen. Mit Abschlägen von bis zu 50 Prozent müssen Besitzer von Staatsanleihen der Krisenländer aktuell rechnen. Die Verluste werden wachsen, falls in nächster Zeit ein größerer Schuldenschnitt, als derzeit vereinbart, folgt. Ein ähnliches Risiko gilt für Rentenfonds und andere Staatsanleihen wie Renten: Niels Nauhauser von der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg empfiehlt die genaue Prüfung der Fonds auf beinhaltente Anleihen. Einige Fondsgesellschaften haben in Staatsanleihen der Schuldenstaaten investiert. Ein Verkauf solcher Anlagemodelle wird daher nahegelegt.

Sichere Geldanlage in Schuldenkrise

Krisensichere Geldanlagen sind hingegen das Tagesgeld, Festgeld oder das Girokonto. Diese klassischen Sparkonten sind durch Einlagensicherungsfonds von 100.000 Euro vor der Krise geschützt. Zudem schützt eine Vielzahl deutscher Banken das Geld ihrer Kunden zusätzlich durch andere Sicherungsfonds, wie dem des Bundesverbandes deutscher Banken, dem Haftungsverbund der deutschen Sparkassen oder dem Bundesverband Öffentlicher Banken Deutschlands (VÖB). Sicher sind ebenfalls Bundeswertpapiere. Gegenwärtig sind auch Aktien attraktive Anlagemodelle. Vor allem die deutsche Börse sieht nach Meinung zahlreicher Experten dank niedriger Zinsen und der guten Wirtschaftslage einer rosigen Zukunft entgegen. Gold hingegen ist zwar eine relativ sichere Kapitalanlage, doch der Goldpreis ist in den vergangenen Monaten in die Höhe geschnellt. Vom Kauf wird daher zunächst noch abgeraten, da der Preis in der zweiten Jahreshälfte mit hoher Wahrscheinlichkeit wieder sinken wird. Ein niedriges Preisniveau ist generell ein guter Einstieg.

Krisensichere Geldanlagen: Tagesgeld und Festgeld

Eine sichere Geldanlage wirft erst dann eine merkliche Rendite ab, wenn die Zinssätze die aktuelle Inflationsrate übersteigen. Derzeit liegt diese bei 2,4 Prozent. Demnach sollte das gewählte Anlagemodell wenigstens mit 2,5 Prozent verzinst werden. In unserem Tagesgeld Vergleich finden Sparer Angebote von der Bank of Scotland (jährlich 2,5 Prozent), die Volkswagen Bank (monatlich 2,5 Prozent) und Cortal Consors (vierteljährlich 2,6 Prozent). Bei der Geldanlage Festgeld gibt es die besten Offerten für einen Anlagezeitraum von 12 Monaten bei der Bank of Scotland, der IKB direkt (jeweils drei Prozent im Jahr), der Credit Europe Bank (jährlich 2,75 Prozent) und bei der Targobank (jährlich 2,5 Prozent). Die Spitzen-Zinssätze für Festgeldkonten über fünf Jahren liegen bei der Bank of Scotland derzeit sogar bei 4,25 Prozent im Jahr und bei der Credit Europe Bank bei jährlich vier Prozent.

(sb)

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