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Diese Geldanlagen lohnen sich aktuell

16.05.2013 - 15:54

Viele Verbraucher sind wegen der Zwangsenteignung der zyprischen Sparer verunsichert, wie sicher ihr Geld bei der Bank noch ist. Zudem sind, dank der Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank, die Zinsen für viele Anlagen aktuell niedriger als die Inflation – trotz Anlage verliert das Geld daher an Wert. Wie sicher und rentabel Tages- und Festgeldkonten, Immobilien und Staatsanleihen aktuell sind, haben wir für Sie zusammen gefasst!

Bei der Wahl der richtigen Anlage für das eigene Ersparte sollten sich Verbraucher im Vorfeld immer überlegen, ob Kurssicherheit, hohe Rendite oder ein geringes Risiko das wichtigste Kriterium für eine Geldanlage ist. Unter einem Kurs- bzw. Zinsrisiko versteht man die Gefahr, dass die Geldanlage auf Grund von Kursschwankungen schnell an Wert verliert oder gewinnt. Hat eine Anlage ein niedriges oder kein Kursrisiko sind Kauf- bzw. Verkaufskurs oder der Zinssatz für einen längeren Zeitraum festgeschrieben – er verändert sich trotz politischer oder wirtschaftlicher Ereignisse nicht.

Tagesgeld und Festgeld

Geldanlagen in Tages- und Festgeldkonten sind eine gute Möglichkeit für Verbraucher, die kein Kursrisiko bei ihrer Geldanlage eingehen möchten. Eine besonders flexible Anlage bieten Tagesgeldkonten für Verbraucher, da das Geld hier täglich zur Verfügung steht. Mit einer besseren Verzinsung, aber längeren fixen Anlagezeiträumen überzeugen Festgeldkonten. Aktuell ist die Rendite beider Anlagen recht niedrig. Tagesgeldkonten sind aktuell ab einem jährlichen Zins von 1,6 Prozent zu haben, Festgeldkonten immerhin ab einer Verzinsung von maximal 2,25 Prozent.

Ausländische Banken bieten meist noch höhere Renditen, bergen für den Verbraucher jedoch auch ein Wagnis: Sollte das Geld in einem Krisenstaat angelegt sein, ist das Risiko einer Zwangsabgabe bei einer ausländischen Bank immer höher als bei deutschen Banken. Durch die Einlagensicherung sind sämtliche Einlagen in Festgeld- und Tagesgeldkonten bis zu einem Betrag von 100.000 Euro in Deutschland gesetzlich abgesichert. Verbraucher, die großen Wert darauf legen, dass ihr Geld sicher bei der Bank angelegt ist, sollten im Tagesgeld- und im Festgeldvergleich nach den lukrativsten Angeboten suchen!

Immobilien

Da sich die Zinsen für Immobilienkredite seit geraumer Zeit auf einem historischen Tiefstand befinden, setzen viele Deutsche auf eine Anlage in sogenanntem Betongold: Immobilien. Für Bauherren sind die Zeiten besser denn je: Zehnjährige Immobilienkredite sind aktuell ab einem Zinssatz von 2,3 Prozent zu haben – dies entspricht dem niedrigsten Stand seit Jahren. Verbraucher, die mit den Gedanken spielen, ihr Angespartes in ein eigenes Haus oder eine Eigentumswohnung zu investieren, sollten jedoch bedenken, dass die meisten Banken bei der Vergabe einer Baufinanzierung ein Eigenkapital von mindestens 20 Prozent des Immobilienkaufpreises voraussetzen. Immobilien sind nur indirekt von Zinsschwankungen abhängig: Durch eine lange Zinsbindung des Immobiliendarlehens können sich Schuldner die heutigen Niedrigzinsen für die nächsten 30 Jahre sichern. Sollten die Zinsen für Immobilienkredite also im Zeitverlauf wieder steigen, zahlen Verbraucher für die Dauer der Zinsbindung trotzdem nur die aktuell sehr niedrigen Zinsen.

Die Wertveränderung der Anlage hängt stark von der Lage und dem Zustand der Immobilie ab. Vor allem in Ballungsgebieten und Großstädten gehen Experten auch für die kommenden Jahre von steigenden Preisen aus. Das Kursrisiko für Immobilien ist daher ebenfalls sehr gering. Eine Enteignung der Immobilienbesitzer im Falle einer Krise ist in Deutschland quasi ausgeschlossen. Sollte der Staat in eine finanzielle Schieflage kommen, fehlt es ihm primär an Geld und nicht an Häusern. Im Krisenfall droht Immobilienbesitzern lediglich eine Erhöhung der Grundbesitzsteuer. Vergleichen Sie hier die günstigsten Angebote für Ihren Immobilienkredit.

Staatsanleihen

Vor allem seit der aktuellen Finanzkrise stehen deutsche und ausländische Staatsanleihen bei Anlegern hoch im Kurs: Bei diesen kurz-, mittel-, oder langfristigen Wertpapieren leiht der Käufer dem Staat Geld und profitiert von den abfallenden Zinsen. Die Rendite deutscher Staatsanleihen hat aktuell einen historischen Tiefstand erreicht: Bundesanleihen mit einer Laufzeit von 10 Jahren werden aktuell nur mit 1,38 Prozent (Stand:  15.05.2013) verzinst.

Sowohl die Zinsen, als auch das Kursrisiko ist bei Staatsanleihen aus Deutschland sehr niedrig. Der Grund: Dem deutschen Staat geht es, im Vergleich zu anderen Ländern der Euro-Zone sehr gut, es ist mehr als unwahrscheinlich, dass es in Deutschland künftig zu Kreditausfällen kommen könnte. Für langfristige Staatsanleihen kann, durch den erwarteten Anstieg der Zinsen am Kapitalmarkt, in Zukunft auch wieder mit steigenden Zinsen gerechnet werden. Da Deutschland auch in der aktuellen Finanzkrise in der Euro-Zone weiterhin ein Wirtschaftswachstum verzeichnet, ist auch das Ausfallrisiko der Bundesstaatsanleihen sehr gering.

Alle Staatsanleihen, die von Euro-Staaten ausgegeben werden, müssen seit 2013 jedoch eine sogenannte „Collective Action Clauses“ enthalten – eine Regelung die im Falle einer Zahlungsunfähigkeit des Landes die Rückzahlung der Staatsanleihen an den Verbraucher regelt.  Sollte es zu einer Staatspleite kommen, können Verbraucher durch die neuen Regelungen dazu gezwungen werden, auf die Rückzahlung der Anleihen zu verzichten. Aufgrund dieser neuen Regelung haben vor allem Staatsanleihen südeuropäischer Krisenstaaten ein hohes Ausfall- bzw. Verlustrisiko. Ähnlich wie Anfang 2012 in Griechenland könnte es auch in anderen Krisenstaaten zu Schuldenschnitten kommen, bei denen die Besitzer von Staatsanleihen auf ihr Geld verzichten müssen. Wegen des hohen Risikos ist die Rendite der Staatsanleihen dieser Länder aktuell deutlich höher als die deutscher Staatsanleihen. Im Vergleich zu den mageren 1,38 Prozent deutscher Staatsanleihen sind zehnjährige Anleihen aus Spanien aktuell zu einem Zinssatz von 4,68 Prozent zu haben.

Vor allem in der aktuell unsicheren wirtschaftlichen Lage in der Euro-Zone müssen Sparer vor der Wahl der Anlage also genau überlegen, ob eine hohe Rendite oder eine hohe Sicherheit wichtiger sind – einen allgemein gültigen Ratschlag oder eine Universallösung gibt es bei dieser Frage leider nicht.

(as)

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