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Privathaushalte: Deutliche Steigerung des Geldvermögens

20.09.2011 - 11:53

Trotz Inflation und Finanzkrise: In den ersten drei Monaten dieses Jahres hat das Privatvermögen der Bundesbürger im Vergleich zum Vorjahreszeitraum insgesamt stark zugenommen. Dies zeigen aktuelle Zahlen der Bundesbank. Ein Großteil der Zuwächse ergibt sich demnach durch die Erträge aus Wertpapieren, Bankeinlagen und Ansprüchen, welche gegenüber Versicherungen geltend gemacht werden.

Während der Vermögenswert des ersten Quartals 2010 noch bei 33 Milliarden Euro lag, beträgt das Geldvermögen der Bundesbürger in den Monaten Januar bis März 2011 knapp 50 Milliarden Euro – eine eindeutige Steigerung. Einen der Gründe dafür sieht die Bundesbank in dem Zinsanstieg, der besonders Festanlagen für Verbraucher attraktiver werden ließ. So zeichnete sich ein Trend ab, der von kurzfristigen Geldanlagen wie dem gering verzinsten Girokonto oder auch dem flexiblen Tagesgeld hin zu Spareinlagen mit höheren Zinsen ging. Hier ist durch die Umschichtung der Geldanlagen ein Zuwachs beim Festgeld mit einem Volumen von über sieben Milliarden Euro zu verzeichnen. Bei Sparanlagen mit kurzen Laufzeiten macht sich hingegen eine Abnahme bemerkbar. Die Sparer hierzulande haben also mit Hilfe durchdachter Anlagestrategien ihr Vermögen gezielt und erfolgreich vermehren können.

Weniger Schulden für Privathaushalte

Während die Privathaushalte in Deutschland also innerhalb eines Jahres ihr Geldvermögen durch Anlagen gewinnbringend steigern konnten, zeichnete sich gleichzeitig ein Rückgang bezüglich der Privatverschuldung ab. Dieser fällt zwar nur relativ geringfügig aus, macht sich im Gesamttrend jedoch auch bemerkbar. Per Saldo wurden demnach Kredite in einer Höhe von etwa vier Milliarden Euro in der Bundesrepublik zurück gezahlt. Dabei betrugen die Schulden, welche Privatpersonen am Ende des ersten Quartals 2011 bei Versicherungen und Kreditinstituten hatten, zusammen genommen 1.543 Milliarden Euro.

(sr)

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