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EZB-Leitzinssenkung: Folgen für Verbraucher

04.11.2011 - 17:40

Nur zwei Tage nach seinem Amtsantritt verkündete der neue Vorsitzende der Europäischen Zentralbank (EZB) Mario Draghi am Donnerstag die Senkung der Leitzinsen von 1,5 Prozent auf 1,25 Prozent. Für den Verbraucher bedeutet das im Endeffekt: Billigere Kredite und steigende Preise.

Obwohl die Inflation in der Euro-Zone noch immer sehr hoch ist, beschloss die EZB auf ihrer Ratssitzung die Senkung der Leitzinsen. Da die Gefahr einer Rezession weiterhin besteht, haben sich die Währungshüter zu diesem Schritt entschlossen. Für den Verbraucher hat dieser Beschluss Vor- und Nachteile. CHECK24 erklärt Ihnen, welche Folgen die Zinssenkung für Verbraucher haben.

Billigere Kredite dank Zinssenkung

Für alle, die eine größere Investition planen, sind sinkende Leitzinsen ein Segen. Für Unternehmen und Privatpersonen sind das gute Nachrichten, die Wirtschaft wird durch günstigere Kredite angekurbelt, größere Finanzierungen können leichter bewältigt werden. Gleiches gilt für Baufinanzierungen: Da das Ausfallrisiko bei Baudarlehen eher gering ist, geben Banken niedrigere Zinsen schneller an den Verbraucher weiter. Mit einer langjährigen Zinsbindung können Investoren auch nach Jahren von den aktuell niedrigen Zinssätzen profitieren. Bei Ratenkrediten mit geringen Beträgen werden die günstigeren Zinssätze langsamer an den Kunden weitergegeben. Das gilt insbesondere für Dispositionskredite. Im CHECK24 Kreditvergleich erhalten Sie Informationen zu günstigen Krediten.

Zinsentwicklung beim Tagesgeld und Festgeld

Wenn Finanzinstitute bei der EZB günstig Geld leihen können, geben sie die niedrigeren Zinsen meist auch an ihre Kunden weiter. Zuletzt haben einige Banken die Zinssätze für Tagesgeld- und Festgeldkonten angehoben. Bei einigen Anbietern werden Zinsgarantien an Neukunden gegeben, im CHECK24 Tagesgeld Vergleich gibt es eine Anzahl von Angeboten mit lukrativen Zinsangeboten. Damit die gegenwärtige Inflationsrate in Deutschland von 2,3 Prozent ausgeglichen werden kann, darf der Zinssatz der Geldanlage nicht darunter liegen. Um der Gefahr sinkender Zinsen zu entgehen, bietet das Festgeld ein sicheres Anlagemodell. Das Zinsniveau zum Zeitpunkt des Vertragsschlusses bleibt während der gesamten Laufzeit unverändert.

Nachteile des billigen Geldes

Das Problem des billigen Geldes ist, dass es die Inflation anheizt und dadurch die Wirtschaft überhitzt wird – derzeit liegt die Inflation in der Währungsunion bei drei Prozent. Um Preisstabilität zu erreichen, strebt die EZB einen Inflationswert von knapp unter zwei Prozent an. Inflation bedeutet Geldentwertung, der Wert der Ersparnisse verringert sich und die Kaufkraft sinkt. Zudem steigen die Preise für Lebensmittel, Energie oder Öl. Deshalb muss die EZB die Preisentwicklung in der Euro-Zone genau beobachten, um den Leitzins gegebenenfalls erneut heraufzusetzen. Andererseits profitieren verschuldete Staaten und Privatpersonen von der Geldentwertung. Im Vergleich zu einem Sachwert wie beispielsweise eine Immobilie ist das Geld weniger Wert. Somit werden Schulden aufgezehrt.

(sb)

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