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Weitere Leitzinssenkung im Dezember?

04.11.2011 - 18:21

Kaum wurde die überraschende Leitzinssenkung durch die Europäische Zentralbank (EZB) bekannt, da tauchen bereits Spekulationen darüber auf, ob es schon im Dezember zu einem weiteren Zinsschritt durch die Währungshüter kommen könnte.

Die Gerüchte werden genährt durch die Warnungen des EZB-Ratsmitgliedes Yves Mersch vor einer drohenden Rezension. Die Wirtschaft innerhalb der Euro-Zone befinde sich im freien Fall, so Mersch. Die finstere Zukunftsaussicht zur Konjunktur feuert die Spekulationen über eine weitere Zinssenkung an, die schon bald folgen könnte. Am Donnerstagabend sagte der Notenbankchef Luxemburgs in einem Radio-Interview, dass noch vor wenigen Monaten die Rückfallwahrscheinlichkeit in eine Rezession auf weniger als zehn Prozent geschätzt worden war, während sie nun bei über 50 Prozent liege.

„Milde Rezession“

Nicht nur Mersch, auch der neue Präsident der EZB, der Italiener Mario Draghi, spricht von einer möglichen Rezession. Für das Jahresende drohe unter Umständen eine „milde Rezession“, sagte Draghi, nachdem er in der ersten EZB-Ratssitzung unter seinem Vorsitz eine Leitzinssenkung von 1,5 auf 1,25 Prozent vorgenommen hatte. Daher rechnen einige Finanzexperten mit einer weiteren Zinsabsenkung auf ein Prozent. Auf diesem Niveau lag der Leitzinssatz im Frühjahr 2011 und wurde dann in zwei Schritten im April und Juli von der EZB angehoben, um einer bevorstehenden Inflation entgegen zu wirken.

Hohe Inflationsrate

Die Inflationsrate beträgt derzeit allerdings drei Prozent und liegt damit nach wie vor weit über dem Ziel von etwas weniger als zwei Prozent, das die Währungshüter der EZB sich gesteckt haben. Die Gefahr ist also noch nicht gebannt. Draghi ist allerdings der Ansicht, dass 2012 der Preisdruck stark nachlassen wird.

(sr)

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