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EZB dementiert Leitzinssenkung

29.09.2011 - 10:58

Die Europäische Zentralbank (EZB) tritt Gerüchten um eine bevorstehende Leitzins Absenkung vehement entgegen. Immer wieder hatten die Medien in letzter Zeit darüber spekuliert, dass es schon Anfang Oktober zu einer deutlichen Zinssenkung kommen könnte. Doch dafür gebe es keinen Anlass, heißt es bei der EZB.

In einem Interview, das die Nachrichtenagentur Market News Anfang der Woche veröffentlichte, dementiert der Notenbankchef Luxemburgs, Yves Mersch, Spekulationen der Medien, dass eine kräftige Leitzinssenkung kurz bevor stehe. Schon seit einiger Zeit hatte es diesbezüglich immer wieder Gerüchte gegeben und es war eine regelrechte Debatte zu einer vermeintlich unmittelbar anstehenden Zinsabsenkung entbrannt. Mersch bezeichnete die Gerüchte im Interview als „wilde Spekulationen“ und deutete die Debatten als Zeichen der allgemeinen Orientierungslosigkeit.

Preisstabilität im Mittelpunkt

Für den luxemburgischen Notenbankchef Mersch steht gerade in einer Zeit, die von Rezessionsängsten geprägt ist, die Sicherstellung einer Preisstabilität im Zentrum der Bemühungen. Dies sei momentan die absolute Priorität der EZB. Nicht nur Mersch, auch der Präsident der Notenbank von Malta, Josef Bonnici, nahm an dem Interview teil. Bonnici verdeutlichte, dass sich die vormals ja dramatische Gesamtlage an der Inflationsfront Europas nun schon merklich entspannt habe. Dieser Trend werde sich auch von selbst fortsetzen, so Bonnici – auch ohne dass die EZB zu schnellen Zinsschritten greifen müsste.

Teuerung 2012 auf normalem Niveau

Die Teuerung beträgt für das Jahr 2011 EZB-Schätzungen zufolge 2,6 Prozent im Durchschnitt. Doch bereits für 2012 wird ein Rückgang der Rate auf einen Wert von rund 1,7 Prozent von Notenbank-Experten prognostiziert. Sollte dem so sein, dann hat die Europäische Zentralbank bereits nächstes Jahr ihre selbstgesetzte Zielvorgabe bezüglich der Preisstabilität erreicht.

(sr)

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