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Deutsche sehen finanzielle Zukunft positiv

20.10.2011 - 10:36

Trotz schwächelndem Euro, Schuldenkrise und drohender Rezession sehen die Deutschen ihre finanzielle Situation positiv. Laut dem Vermögensbarometer des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes (DSGV) für 2011 rechnen 55 Prozent der Verbraucher nicht damit, dass es zu einer Verschlechterung ihrer Vermögenssituation kommen wird.

Das Vermögensbarometer wird alljährlich von den Sparkassen anlässlich des Weltspartages durchgeführt. Heinrich Hassis, der Präsident des DSGV, hält es für besonders wichtig, in der derzeitigen wirtschaftlichen Lage darauf aufmerksam zu machen, wie wichtig das Sparen ist. Gerade in Zeiten von Vertrauensverlust und Inflation soll den Bürgern näher gebracht werden, dass die persönliche finanzielle Vorsorge einen höheren Lebensstandard fördert.

Sparquote steigt

Laut der Befragung des DSGV schätzt rund ein Viertel der deutschen Anleger, dass sich innerhalb der nächsten zwei Jahre ihre persönliche Finanzsituation sogar noch verbessern wird. Eine Statistik des Bundesverbandes der Deutschen Volks- und Raiffeisenbanken (BVR) bestätigt ein Ansteigen der Sparquote, d.h. das Verhältnis der Sparsumme zum verfügbaren Einkommen. Im Jahr 2010 stieg dieser Wert um 0,2 Prozentpunkte an, auf 11,3 Prozent. Im Jahr 2009 hingegen war die Quote um 0,6 Prozentpunkte abgesunken. Der Präsident der Sparkassen Hassis glaubt daher an eine Stabilität des Wertes. Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung hingegen rechnet für das aktuelle und das kommende Jahr damit, dass die Sparquote auf unter elf Prozent zurückgehen wird.

Zunahme des Geldvermögens

Dem BVR zufolge nahm 2010 außerdem das Geldvermögen der Bundesbürger zu. Hier lässt sich ein Anstieg um ganze 212 Milliarden Euro (das entspricht 4,8 Prozent) auf 4639 Milliarden Euro beobachten. Im Durchschnitt steht jedem deutschen Privathaushalt damit ein Geldvermögen in Höhe von 115.000 Euro zur Verfügung. Die Durchschnitts-Verschuldung beträgt dabei je Haushalt 38.200 Euro.

Prioritäten beim Sparen

Dem Vermögensbarometer setzten 97 Prozent der deutschen Sparer vor allem auf die Sicherheit ihrer Geldanlage. Dabei geben sich viele allerdings mit einer schlechten Verzinsung zufrieden oder reagieren überstürzt auf neue Entwicklungen in der Wirtschaft. Rund 27 Prozent aller Anleger bauen nach wie vor auf das traditionelle Sparbuch, auch wenn die Zinsen hier eher mau ausfallen. Termin- und Festgelder werden von 22 Prozent genutzt. Außen vor bleiben hingegen Anleihen, Fonds und Aktien, auf die nur zehn Prozent der Sparer setzen. Der Ertrag der Anlage ist jedoch für 77 Prozent der Umfrageteilnehmer wichtig. Der Werterhalt ihres Vermögens hingegen  ist für 63 Prozent der befragten Verbraucher ausschlaggebend, die höchstmögliche Rendite zu erzielen steht dagegen nur für 32 Prozent der Deutschen im Vordergrund. Dies ergab eine aktuelle Forsa-Umfrage, welche die Comdirect Bank in Auftrag gegeben hatte. Damit schlägt die Sicherheit als Anlagekriterium eine hohe Rendite.

(sr)

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