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Verbraucher bevorzugen kurz- bis mittelfristiges Festgeld

05.08.2014 - 08:00

Im Rahmen einer Umfrage von CHECK24 wurden Verbraucher befragt, welche Laufzeit sie bei Festgeldanlagen bevorzugen. Das Ergebnis: Die meisten Umfrageteilnehmer würden sich für eine Festgeldlaufzeit bis maximal ein Jahr entscheiden – auf Platz zwei folgte die zwei- bis dreijährige Anlagedauer.

Insgesamt beteiligten sich 2.910 Verbraucher an der Festgeldumfrage. Davon gaben 1.060 an, sich bei Eröffnung eines Festgeldkontos für maximal zwölf Monate binden zu wollen. Ganz knapp folgte darauf die zwei- bis dreijährige Anlagedauer – immerhin 1.044 Umfrageteilnehmer würden sich für diese Laufzeit entscheiden.

In einer Festgeldanlage von weniger als sechs Monaten sehen die meisten Verbraucher dagegen eher wenig Sinn: Nur 308 Befragte präferierten die kürzest mögliche Anlagedauer. Noch größer scheinen derzeit jedoch die Vorbehalte gegen langfristige Kapitalanlagen zu sein: Lediglich 270 Umfrageteilnehmer würden sich für eine vier- bis fünfjährige Anlagefrist entscheiden – 228 würden ihr Geld für sechs Jahre oder länger fest anlegen.

Niedrigzinsphase: Experten raten zu mittelfristigen Festgeldanlagen

Mit kurz- bis mittelfristigen Festgeldanlagen bewahren sich Sparer viel Flexibilität.
Die Umfrageerbnisse zeigen, dass die befragten Verbraucher zum Thema Festgeld gut informiert sind – oder sich möglicherweise auch intuitiv richtig verhalten. Denn Finanzexperten raten angesichts der aktuell unsicheren Zinslage von langfristigen Festgeldanlagen ab und empfehlen stattdessen eine Anlagedauer von maximal drei Jahren.

Zwar hat die Europäische Zentralbank (EZB) in der letzten Zeit bereits mehrfach durchblicken lassen, dass die Europäer in den kommenden Monaten nicht mit höheren Zinsen rechnen können.

Diese Situation kann sich allerdings schnell wieder ändern. Sollten die Zinsen in den nächsten Jahren wieder steigen, haben Sparer mit langfristigen Festgeldanlagen das Nachsehen – denn sie können auf Zinserhöhungen nicht flexibel reagieren und ihr Geld in lukrativere Anlageprodukte stecken.

Gegenüber Tagesgeld lohnt sich Festgeld ab etwa einem Jahr

Doch auch Anlagedauern von weniger als sechs Monaten lohnen sich nicht: Ein Festgeld Vergleich zeigt, dass die Zinsen auf derart kurzfristige Festgeldanlagen aktuell unter den besten Tagesgeldzinsen liegen. Erst ab einem Jahr wird eine Festgeldanlage interessant: Hier sind derzeit bis zu 1,5 Prozent jährliche Zinsen zu holen. Anders als beim Tagesgeld profitieren Sparer gleichzeitig von einer einjährigen Zinsgarantie. Auf diese Weise können sie die nächsten Monate der aktuellen Niedrigzinsphase gut überbrücken, die Inflation ausgleichen und zumindest eine kleine Rendite erzielen.

(fr)

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