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Festgeld: Wie sich Sparer die sinkende Inflation zunutze machen können

05.04.2013 - 16:18

Festgeldsparen wird in Deutschland wieder attraktiver. Während es für einige Monate sogar schwierig war, mit den Festgeldzinsen die Inflation auszugleichen, beschert die kontinuierlich sinkende Teuerungsrate Sparern nun immer bessere Renditen. Mit 1,4 Prozent lag die Inflation im März so niedrig wie zuletzt im Dezember 2010. 

Auch in den kommenden Monaten stehen die Chancen gut, dass die Teuerungsrate in Deutschland weiterhin auf einem niedrigen Stand bleibt. Obwohl die Wirtschaft wieder zu wachsen beginne, sei das Plus noch nicht stark genug, um einen Anstieg der Verbraucherpreise hervorzurufen, sagte Stefan Rieke, Ökonom der BHF Bank AG in Frankfurt.

Im Festgeld Vergleich finden sich einige lukrative Angebote

So ist es nun ein wesentlich geringerer Teil der Geldanlage, der von der Inflation zunichte gemacht wird. Trotz kontinuierlichen Niedrigzinsen erhöht sich folglich der reale Zinsgewinn. Besonders mittelfristige Festgeldanlagen können sich deshalb derzeit durchaus lohnen – im Festgeld Vergleich finden sich einige lukrative Angebote. In der Regel lassen sich aktuell allerdings nur bei Direktbanken positive Nettorenditen erzielen.

Darüber hinaus konnte der deutsche Festgeldmarkt in den letzten Monaten erstmals wieder einige Zinserhöhungen verbuchen. So hatte beispielsweise die GEFA Bank im Februar ihre Festgeldzinsen bei Laufzeiten von sechs und zwölf Monaten angehoben. Im März entschied sich auch die Credit Europe Bank für eine Erhöhung der Zinsen auf das 12- und 18-monatige Festgeld.

Auch bei mittelfristigen Anlagedauern können reale Renditen erzielt werden

Mit 1,5 Prozent jährlicher Verzinsung gleichen beispielsweise die GEFA Bank und die pbb direkt bereits beim einjährigen Festgeld die Inflation aus. Noch lukrativer wird es bei einer Anlagedauer von zwei Jahren: Hier bieten die beiden Institute jeweils 1,75 Prozent Zinsen pro Jahr.

Beim dreijährigen Festgeld zahlt auch die VTB direkt 2,00 Prozent Zinsen im Jahr. Bei einer Summe von 10.000 Euro würde der Zinsertrag nach Ablauf der Anlagedauer immerhin 600 Euro betragen. Von einer längeren Laufzeit raten Finanzexperten angesichts der derzeitigen Zinslage jedoch ab. Wichtig ist es auch, der Bank einen Freistellungsauftrag zu erteilen. Nur so wird die automatische Versteuerung der Zinserträge verhindert.

Für größtmögliche Flexibilität sollten verschiedene Laufzeiten kombiniert werden

Derzeit ist es nicht absehbar, in welche Richtung die Zinsen in den kommenden Monaten tendieren werden. Aus diesem Grund empfiehlt sich die Kombination von verschiedenen Laufzeiten. Sinken die Zinsen weiter, so profitieren Sparer zumindest mit einem Teil ihrer Ersparnisse weiterhin von der aktuellen Zinshöhe. Steigen die Verzinsungen dagegen an, so ist ein Teil des angelegten Geldes relativ schnell verfügbar und kann auf ein lukrativer verzinstes Konto umgelagert werden. Die Aufteilung der Anlagesumme bringt zudem den Vorteil, dass Sparer flexibler auf finanzielle Engpässe reagieren oder kurzfristig größere Anschaffungen tätigen können.

Eine gute Alternative sind auch Kombiprodukte, wie das Duo Festgeldkonto der VTB direkt. Hier werden 80 Prozent des Anlagebetrages fest angelegt. Die übrigen 20 Prozent sind dagegen – ähnlich wie beim Tagesgeld – jederzeit frei verfügbar. Dennoch bezieht sich der attraktive Zinssatz von derzeit 2,00 Prozent beim dreijährigen Festgeld auf die gesamte Anlagesumme.

(fr)

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