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Festgeld: Mindest- und Maximalanlagebeträge beachten

16.05.2014 - 08:00

Anders als beim Tagesgeld verlangen die Banken beim Festgeld in der Regel einen Mindestanlagebetrag. Nur wenn der Sparer bereit ist, diese Summe über einen vereinbarten Zeitraum fest anzulegen, kann die Kontoeröffnung zustande kommen. Bei den meisten Anbietern liegt der Mindestanlagebetrag bei 5.000 oder sogar 10.000 Euro. Es gibt allerdings einige Institute, die sich mit deutlich weniger zufrieden geben.

Den Mindestanlagebetrag rechtfertigen die Banken mit dem Aufwand, der ihnen für die Kontoeröffnung und die Verwaltung des Geldes entsteht. Dieser lohnt sich für sie nur, wenn sie die entstehenden Kosten durch das Wirtschaften mit der Anlagesumme wieder reinholen und zusätzlich Gewinn machen können. In einigen Fällen legen die Banken auch maximale Anlagebeträge fest.

Mindest- und Maximalanlagebeträge der Banken im Überblick

BankMindestanlagebetragMaximalanlagebetrag
VTB500 Eurokeiner
Credit Agricole5.000 Euro500.000 Euro
Südtiroler Sparkasse10.000 Eurokeiner
pbb direkt5.000 Eurokeiner
swk bank10.000 Eurokeiner
Creditplus Bank5.000 Euro500.000 Euro
GEFA Bank10.000 Euro10.000.000 Euro
IKB Deutsche Industriebank5.000 Eurokeiner
Targobank2.500 Eurokeiner
Volkswagen Bank2.500 Eurokeiner
comdirect500 Euro49.999 Euro
Da die geforderten Summen beim Festgeld zum Teil nicht unerheblich sind, sollten sich Sparer vor der Entscheidung für eine Anlage gut überlegen, ob sie über den gesamten Anlagezeitraum hinweg auf das Geld verzichten können. Denn beim Abschluss eines Festgeldkontos kommt ein verbindlicher Vertrag zustande: Während sich die Bank verpflichtet, die verabredeten Zinsen zu bezahlen, ist es die Pflicht des Sparers, dem Institut die vereinbarte Summe über den gesamten Anlagezeitraum hinweg zur Verfügung zu stellen.

Die vorzeitige Kündigung eines Festgeldkontos ist nur in Ausnahmefällen möglich. Triftige Gründe sind beispielsweise der bevorstehende Kauf einer Immobilie oder eine drohende Verschuldung. Doch selbst wenn die außervertragliche Kündigung gelingt, behalten die Banken in der Regel alle bisher erwirtschafteten Zinsen als Aufwandsentschädigung ein.

Neben dem Festgeld sollte eine Liquiditätsreserve vorhanden sein

Wer einen größeren Betrag über einen längeren Zeitraum hinweg anlegen möchte, sollte deshalb über ausreichende finanzielle Reserven verfügen. Experten empfehlen dabei zwei bis drei Nettogehälter, auf die jederzeit zugegriffen werden kann. Auf diese Weise können Verbraucher flexibel auf finanzielle Engpässe reagieren und laufen nicht Gefahr, trotz vorhandenem Vermögen in Bedrängnis zu geraten. Für die Liquiditätsreserve eignet sich am besten ein Tagesgeldkonto. Bei dieser Anlageform können Sparer täglich und in voller Höhe auf ihre Ersparnisse zurückgreifen.

(fr)

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