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So beeinflusst die Inflation Ihre Geldanlage

07.05.2015 - 13:15

Ob Preise teurer oder günstiger werden, bemerken wir meist an der Zapfsäule oder im Supermarkt. Die Inflationsrate des Statistischen Bundesamtes spiegelt dabei nicht immer das persönliche Empfinden wider, viele Verbraucher messen der Teuerungsrate daher keine allzu hohe Bedeutung bei. Dabei ist die Inflationsrate in Deutschland ein wichtiges Gradmaß bei der Geldanlage.

Ende vergangenen Jahres fiel die gefühlte Inflation erstmals seit der Finanzkrise in der Wahrnehmung der Deutschen – und das sogar deutlich. Die von der UniCredit ermittelte gefühlte Inflation lag demnach im Dezember 2014 bei einem Wert von minus 1,2 Prozent, während die Inflation in Deutschland zum gleichen Zeitpunkt den Wert von 0,2 Prozent erreichte. Warum nehmen wir die Inflation im Alltag so anders wahr?

Das liegt ganz einfach daran, dass sich der repräsentative Warenkorb, der zur Berechnung der Inflationsrate in Deutschland herangezogen wird, oftmals massiv von dem unterscheidet, was manche Menschen im Alltag kaufen. Häufig kaufen wir Produkte des täglichen Bedarfs wie etwa Benzin oder Nahrungsmittel, seltener jedoch Computer, Autos oder Reisen. Doch auch langlebige Konsumgüter fließen natürlich anteilig in die Berechnung der Inflation ein. Zudem legen die Menschen unterschiedlich viel Wert auf Kleidung oder Wohnraum sowie die Qualität ihrer Lebensmittel. Wer beispielsweise ausschließlich Bio oder Feinkost kauft, gibt selbstverständlich wesentlich mehr Geld für Nahrungsmittel aus.
Während die Inflationsrate unserem Empfinden im Alltag oft widerspricht, ist sie für Sparer ein wichtiges Indiz.

Warum Sie bei der Geldanlage auf die Inflation achten sollten

Münzstapel
Die Höhe der Inflation sollten Sparer in jedem Fall im Auge behalten.
Ganz egal, ob das Ersparte zuhause unterm Kopfkissen oder auf der Bank liegt: Um die Inflation kommt man nicht herum. Mit der richtigen Geldanlage kann man die Geldentwertung aber aufhalten. Interessant ist die Teuerungsrate auch deshalb, weil man durch einen Vergleich der Inflation mit dem Guthabenzins genau herausfindet, wie gut eine bestimmte Geldanlage wirklich ist. Das kann manchmal zu Überraschungen führen:

Wirft man beim Tagesgeld beispielsweise einen Blick auf den Sparerindex, wird deutlich, dass die Rendite beim Tagesgeld im Januar 2015 so hoch war wie nie zuvor. Der Sparerindex wird seit Juni 2011 erhoben und gibt im Zeitverlauf einen guten Aufschluss darüber, wie hoch der reale Ertrag ist, den Verbraucher erwirtschaften können. Im März 2012 beispielsweise lag der beste Tagesgeldzins bei 2,75 Prozent und damit mehr als doppelt so hoch wie momentan. Doch auch die Inflationsrate in Deutschland war mit 2,2 Prozent deutlich höher. Der reale Ertrag lag demnach im März 2012 bei 0,55 Prozent, während Verbraucher im Januar 2015 1,7 Prozent erwirtschaften konnten. Ein Vergleich mit der Inflationsrate führt also zu mehr Transparenz und der Erkenntnis: Nur weil die Zinsen niedriger sind, gilt das nicht unbedingt für die realen Erträge.

Genau diese Überlegung kommt auch beim Festgeldkonto zu tragen. Die Zinsen sind zwar nicht mehr so hoch wie noch vor Jahren, doch auch die Inflationsrate ist vergleichsweise niedrig. An der Rentabilität dieser Geldanlageform hat sich im Vergleich zu früher also kaum etwas verändert. Doch klar ist auch: Große Gewinne fährt man mit Zinsen von maximal 2,2 Prozent beim Festgeld* jedoch nicht ein. Das Konto lohnt sich vor allem für sicherheitsbewusste Anleger, die ihr mühsam Erspartes gut geschützt wissen wollen.
Die Rendite bei Aktien oder Fonds ist oftmals höher als beim Festgeldkonto – doch das Risiko auch. Es schwingt immer die Gefahr mit, dass das Geld teilweise oder sogar ganz verloren geht. Das Festgeldkonto hingegen bietet durch die Europäische Einlagensicherung sowie die freiwillige Einlagensicherung in Deutschland absolute Sicherheit. Das ist nicht nur sicherer, als das Ersparte unter das Kopfkissen zu legen oder in Aktien zu investieren, sondern schützt gleichzeitig auch vor der Geldentwertung.

*bei einer Anlagedauer von 36 Monaten, siehe Festgeldvergleich.


(bm)

 

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