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Festgeld: Der Countdown für die Abgabe von Freistellungsaufträgen läuft

03.12.2013 - 16:15

Es ist wieder soweit: Die von den Banken vorgegebenen Fristen für die Erteilung und Änderung von Freistellungsaufträgen laufen im Dezember ab. Sparer sollten ihre Aufträge deshalb zeitnah überprüfen und gegebenenfalls anpassen. Mit einem Freistellungsauftrag kann sichergestellt werden, dass beispielsweise Erträge aus Festgeldanlagen bis zu einem bestimmten Betrag steuerfrei bleiben.

Grundsätzlich unterliegen Kapitalerträge steuerlichen Abzügen in Höhe von 26,38 Prozent. Dieser Wert setzt sich aus der Abgeltungssteuer in Höhe von 25 Prozent und dem darauf erhobenen Solidaritätszuschlag in Höhe von 5,5 Prozent zusammen. Hinzu kommt gegebenenfalls noch die Kirchensteuer.

Mit der Erteilung eines Freistellungsauftrags haben Sparer die Möglichkeit, Kapitalerträge in Höhe von 801 Euro im Jahr ohne die Belastung durch die Steuern einzunehmen. Dieser sogenannte Sparer-Pauschbetrag besteht aus dem eigentlichen Freibetrag in Höhe von 750 Euro sowie einer Werbungskostenpauschale in Höhe von 51 Euro. Bei Ehepaaren steigt der Betrag auf 1.602 Euro.

Der Freibetrag kann auf mehrere Banken verteilt werden

Damit sich Sparer die Abgeltungssteuer nicht über die Steuererklärung zurückholen müssen, sollten sie ihrer Bank rechtzeitig einen Freistellungsauftrag erteilen.
Gerade angesichts der derzeitigen Niedrigzinsphase sollten Sparer durch die Ausschöpfung des Freibetrags darauf achten, dass ihre Erträge unterhalb der entsprechenden Grenze nicht durch steuerliche Belastungen geschmälert werden. Dabei besteht die Möglichkeit, Freistellungsaufträge bei verschiedenen Banken einzureichen und den Freibetrag so auf mehrere Geldinstitute aufzuteilen. Insgesamt darf das Limit von 801 beziehungsweise 1.602 Euro jedoch nicht überschritten werden.

Die von den Banken vorgegebenen Fristen, bis zu denen Freistellungsauträge erteilt werden können, laufen im Dezember ab. Zu beachten ist, dass die konkreten Termine variieren – zudem gelten bei einem Geldinstitut nicht selten zwei unterschiedliche Stichtage: Sparer, die ihren Freistellungsauftrag via Online-Banking einreichen, haben oftmals länger Zeit als Sparer, die den postalischen Weg wählen. Die jeweiligen Termine können im Normalfall auf der Homepage der Bank oder telefonisch in Erfahrung gebracht werden.

Sofern bei der Bank nach Ablauf der Frist kein oder ein zu geringer Freistellungsbetrag vorliegt, werden die Erträge steuerlich belastet – selbst wenn der Sparer-Pauschbetrag nicht ausgeschöpft wurde. Allerdings bleibt in diesem Fall die Möglichkeit, sich die gezahlten Abgaben über die Einkommenssteuererklärung zurückzuholen.

(bb)

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