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Festgeldzinsen: Änderungen bei VTB und Sberbank

02.07.2015 - 15:28

Die beiden Top-Festgeldanbieter im CHECK24-Vergleich, VTB und Sberbank, haben im Juni ihre Zinsen aufs Festgeld gesenkt. Doch auch mit ihrem derzeitigen Angebot liegen sie weiterhin deutlich vor der Konkurrenz.

Wer 5.000 Euro für drei Jahre bei der Sberbank oder der VTB anlegt, erhält dafür 1,90 Prozent Zinsen. Das entspricht einer Rendite von 285 Euro. Die norisbank bietet ebenfalls ein Festgeldkonto für dieselbe Laufzeit an. Der von diesem Geldinstitut gebotene Zinssatz liegt allerdings weitaus niedriger bei 0,15 Prozent. Damit erwirtschaftet man in drei Jahren lediglich 22,53 Euro an Zinsertrag. Die Zahlen sprechen für sich. Doch welche Bank bietet das sicherere Festgeldkonto?
 

Einlagensicherungsschutz: 100.000 Euro pro Person und Bank

drei Gläser, in denen sich ansteigend mehr Geld befindet. Das erste ist fast leer, das zweite bis zur Mitte gefüllt, das dritte komplett voll mit Münzen.
Wer vergleicht, sieht deutlich, bei welcher Bank ein Festgeldkonto am profitabelsten ist.
Festgeldkonten der Sberbank und VTB stehen unter dem Schutz der österreichischen Einlagensicherung, das Festgeld der Norisbank unter dem der deutschen. Beide Staaten sind durch ihre Mitgliedschaft in der Europäischen Union gesetzlich dazu verpflichtet, 100.000 Euro pro Person und Bank zu schützen. Geht eines der Geldhäuser bankrott, müssen den Sparern ihre geschützten Einlagen erstattet werden. Diesbezügliche Ansprüche stellt man dann an den Staat, der den Einlagenschutz garantiert. Im Falle der Sberbank und VTB an Österreich, da beide Banken in diesem Land ihren Hauptfirmensitz haben – der Mutterkonzern beider Institute liegt im Übrigen in Russland. Eröffnet man bei einer Bank ein Festgeldkonto, deren Firmensitz sich in Deutschland befindet, gilt ab 3. Juli 2015 die verbesserte Einlagensicherung. Eine der Änderungen sieht vor, dass mit dem Inkrafttreten des neuen Gesetzes der Schutzumfang in besonderen Fällen, z. B. bei einem Immobilienverkauf, auf bis zu 500.000 Euro erhöht wird. Der Schutz gilt für die Dauer von sechs Monaten.

Festgeld trotz Niedrigzinsphase?

Zurzeit sind die Zinsen niedrig. Dem ist nichts entgegenzusetzen. Fakt ist aber auch, dass Sparer mit klassischen Finanzprodukten wie Fest- und Tagesgeld noch Gewinne erzielen können. So zeigt etwa der Sparerindex, dass im Mai dieses Jahres ein Profit von 0,40 Prozent erwirtschaftet werden konnte, sofern man sich für das bestverzinste (1,10 Prozent) Tagesgeldkonto im CHECK24-Vergleich entschlossen hat.  Der Nachteil bei Tagesgeld ist jedoch, dass die Banken den Zinssatz täglich ändern können, es sei denn das Geldhaus gibt eine Zinsgarantie. Eine solche zeichnet das Festgeld aus. Der abgeschlossene Zins ist für die Dauer der Laufzeit garantiert. Das ist einer der Vorteile dieser Sparanlage: Sie bietet Schutz vor weiteren Zinssenkungen. Die Banken können ab dem Zeitpunkt, zu dem das Konto existiert, den Zins nicht mehr verändern. Welchen Zinssatz sie Neukunden anbieten, können sie hingegen jederzeit neu festlegen. Im Juni beispielsweise hätte man für dreijähriges Festgeld der Sberbank 2,20 Prozent Zinsen erhalten. Oft ist es daher gerade beim Festgeld wichtig, sich mit er Kontoeröffnung nicht viel Zeit zu lassen. Deshalb besser jetzt Festgeld vergleichen, Konto eröffnen und künftigen Zinssenkungen mit einem spöttischen Lächeln entgegensehen!

(lsc)

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