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Festgeld: Zinswende für kleine Sparer noch nicht in Sicht

18.06.2015 - 15:54

Werden die Zinsen im Festgeldbereich bald soweit ansteigen, dass sich auch Kleinanleger freuen dürfen? Leider ist das nicht wahrscheinlich. Die vermeintliche Zinswende im Festgeldbereich, von der in den vergangenen Wochen berichtet wurde, ist minimal und bezieht sich auf eine Laufzeit von zehn Jahren. Deshalb ist sie für „kleine Sparer“ unbedeutend. Für sie gilt weiterhin: Festgeldkonten vergleichen und den besten Zins für eine realistische Laufzeit wählen.

Der durchschnittliche Sparer kann es sich wohl nicht leisten, über zehn Jahre hinweg 10.000 Euro auf dem Festgeldkonto zu parken. Deswegen ist die vermeintlich frohe Kunde, dass der Durchschnittszins für zehnjähriges Festgeld und Sparbriefe im Mai um 0,04 Prozentpunkte gestiegen ist, wohl nur für eine kleine Gruppe an Menschen erfreulich. Der Rest wird wohl darauf warten müssen, dass die Europäische Zentralbank (EZB) ihre Politik des billigen Geldes, die zu den niedrigen Zinsen im Einlagengeschäft geführt hat, beendet.


Hohe Festgeldzinsen auch ohne Zinswende

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Hohe Festgeldzinsen lassen sich am besten mit einem Vergleich eruieren.
Geld für eine längere Zeit anzulegen, ohne vom Konto abheben zu können, schränkt Sparer in ihrer Flexibilität ein. Ändern sich die Zinsen, können sie nicht darauf reagieren. Im Falle einer Zinserhöhung wäre das nicht von Vorteil. Derzeit gilt es jedoch als unwahrscheinlich, dass die Zinsen auf Termineinlagen, also zum Beispiel auf Festgeld, erhöht werden. Deshalb gehen Sparer momentan ein sehr geringes Risiko ein, wenn sie ihr Geld für ein bis zwei Jahre anlegen. Vorausgesetzt sie schließen ein Festgeldkonto ab, das vergleichsweise hohe Zinsen für die gewählte Anlagezeit bietet. Damit ist man, sollte es in Zukunft zu weiteren Zinssenkungen kommen, auf der Gewinnerseite: Denn der eigene Zinssatz ist dann im Vergleich zum den Marktzinsen stabil!

Bei der Wahl der Laufzeit ist es wichtig, zunächst realistisch abzuschätzen, wie lang man das Geld entbehren kann. Außerdem sollte man im Hinterkopf behalten, dass sich die Finanzlage in Europa für Sparer jederzeit sowohl zum Guten als auch zum Schlechten ändern kann. Wenn man sich die Chance öffen halten möchte, darauf einigermaßen flexibel reagieren zu können, sollte man sich für Laufzeiten entscheiden, die zwischen zwölf Monaten und drei Jahren liegen.
 

Beste Festgeldanbieter im Vergleich

Im Juni bietet die Sberbank den höchsten Festgeldzins für die Laufzeit von 24 Monaten innerhalb des CHECK24-Festgeldvergleichs. Er liegt bei 1,7 Prozent. Danach folgen die VTB mit 1,5 Prozent und die Credit Agricole Consumer Finance mit einem Festgeldzins von 1,31 Prozent. Wer sich für andere Laufzeiten interessiert, kann im Online-Vergleich gezielt nach diesen suchen. Wenn man bereits weiß, wie viel Geld man anlegen möchte, kann man sich den Zinsertrag für die einzelnen Laufzeiten berechnen lassen. Seine Renditechancen zu kennen, hilft oft bei der Auswahl des besten Festgeldkontos.
 
Festgeldangebot für 24 Monate Zinssatz
Sberbank 1,70 %
VTB 1,50 %
Credit Agricole Consumer Finance 1,31 %
Creditplus 1,20 %
(lsc)
 

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