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Festgeld: Top-Angebot im März kommt aus Russland

25.03.2015 - 10:39

Wer derzeit auf der Suche nach einer gut verzinsten Festgeldanlage ist, wird des Öfteren auf einen Namen stoßen: Sberbank. Dass das österreichische Festgeldkonto dieses an sich russischen Bankkonzerns auch im CHECK24-Festgeldvergleich ein Top-Ergebnis erzielt, liegt an den attraktiven Zinsen, die die Sberbank Direct für die Laufzeiten 12, 24, 36 und 48 Monate bietet.

Da die Sberbank Direct diesen Monat zu den Top-Anbietern im Bereich Festgeld zählt, hat die CHECK24-Finanzenredaktion in diesem Artikel kurz und kompakt das Wichtigste über das Angebot und die Bank zusammengefasst.

2,20 Prozent Zinsen bei 36-monatiger Laufzeit

Das Hauptkriterium, nach dem man ein Festgeldkonto aussuchen sollte, ist der Zinssatz. Die Sberbank Direct bietet trotz derzeitigem Zinstief hohe Zinsen auf Spareinlagen. Die Höhe der Festgeldzinsen für die angebotenen Laufzeiten von einem Jahr sowie zwei, drei und vier Jahren liegen weit über dem Durchschnitt – wie der CHECK24-Festgeldvergleich und die folgende Tabelle zeigen:
 
Laufzeit Festgeldzinsen Sberbank Direct durchschnittliche Festgeldzinsen
12 Monate 1,40 % 0,56 %
24 Monate 1,70 % 0,87 %
36 Monate 2,20 % 1,09 %
48 Monate 2,20 % keine Angaben

In dieser Tabelle werden die Festgeldzinsen, die die Sberbank Direct derzeit anbietet, mit dem Durchschnitt aller Einlagen privater Haushalte mit vereinbarter Laufzeit von bis zu einem Jahr, von über einem Jahr bis zu zwei Jahren und von über zwei Jahren verglichen. Die deutsche Bundesbank ermittelt diese Durchschnittswerte monatlich, indem sie die Konditionen von Termineinlagen aller deutschen Banken heranzieht. Der momentan aktuellste und hier herangezogene Wert ist jener des Monats Januar 2015.

Mit Festgeld bei der Sberbank Dircet lassen sich aufgrund der hohen Guthabenzinsen hohe Renditen erzielen. Der Profit sollte jedoch nie über die Länge der Laufzeit entscheiden. Denn auf das Geld am Festgeldkonto hat man während des vereinbarten Anlagezeitraums keinen Zugriff. Deswegen raten Finanzexperten dazu, einen Teil der Ersparnisse auf ein gut verzinstes Tagesgeldkonto mit Zinsgarantie zu legen. Tagesgeld bietet nämlich den Vorteil eines flexiblen Zugangs zum Ersparten. Da dieser beim Festgeld eben nicht gegeben ist, sollten Sparer auch gut darüber nachdenken, wie viel Geld sie anlegen wollen. Bei der Sberbank Direct liegt der minimale Anlagebetrag bei 1.000 Euro, ein Limit nach oben existiert nicht.
 

Österreichisches Einlagensicherungssystem schützt 100.000 Euro pro Kunde

Was passiert mit den Einlagen sollte die Bank pleitegehen? – Darüber sollte jeder Sparer vor dem Abschluss eines Finanzprodukts Bescheid wissen. Im Falle der Sberbank Direct ist diese Frage wie folgt zu beantworten: Sollte das Finanzinstitut bankrottgehen, garantiert das österreichische Einlagensicherungssystem die Wiedererstattung von maximal 100.000 Euro pro Kunde – jedoch nicht pro Konto!

Der österreichische Staat ist als EU-Mitglied per Gesetz dazu verpflichtet, diese Einlagensicherung zu garantieren. Dasselbe gilt im Übrigen auch für alle anderen EU-Mitgliedsstaaten. Für den Sparer hat das zur Folge, dass es praktisch keinen Unterschied macht, ob er sein Geld bei einer deutschen, italienischen, französischen oder österreichischen Bank anlegt.


Sberbank Direct – Tochter der größten Bank Russlands

5 Babuschkas - russische Holzpuppen
Ähnlich wie bei den Babuschkas verhält es sich mit Festgeldzinsen. In der Regel gilt: Je länger die Laufzeit, desto höher die Rendite.
Die Sberbank Direct ist eine in Österreich sitzende Tochter der Sberbank Russia. Bei dem Mutterkonzern handelt es sich um die größte Bank Russlands, die seit 1841 als Verbund von Sparkassen tätig ist.

Die Sberbank Russia ist von den westlichen Sanktionen betroffen, die die USA und die Europäische Union aufgrund der Ukraine-Krise gegen Russland verhängt haben. Durch diese hat das Geldinstitut unter anderem nur beschränkten Zugang zu ausländischem Kapital. Die Sanktionen und die Wirtschaftskrise in Russland führen dazu, dass einige russische Geldhäuser auf staatliche Kapitalspritzen angewiesen sind. Dass die Sberbank Russia bisher Mittel aus dem staatlichen Hilfsfonds erhalten habe, ist jedoch nicht bekannt. Dennoch sieht sich auch die größte Bank Russlands zum Handeln gezwungen: Anfang Februar machte sie mit der Verschärfung der Einschränkung für Barabhebungen an Geldautomaten auf sich aufmerksam. Damit wollte man der greifenden Kapitalflucht und einem möglichen Bank-Run entgegenwirken. Ende Februar wurden Gerüchte bekannt, dass sich die Sberbank Russia aus dem Osteuropageschäft zurückziehen wolle. Angeblich wird der Verkauf der ungarischen und slowakischen Töchter vorbereitet.

Von den westlichen Sanktionen gegen Russland ist die Tochter nicht betroffen. Für deutsche Sparer, die ein Konto bei der Sberbank Direct eröffnen wollen, besteht also kein Grund zur Sorge.

Kontoeröffnung bei der Sberbank Direct nur online möglich

Die Sberbank Direct ist eine Direktbank, die keine Filialen betreibt. Das hat zur Folge, dass die Kontoeröffnung und der Kontozugriff ausschließlich online erfolgen können.

Der Kontoeröffnungsprozess setzt sich aus vier Schritten zusammen:

1)    Festgeld vergleichen und das Festgeldkonto der Sberbank Direct wählen
2)    Online-Formular zur Datenerfassung ausfüllen
3)    Unterlagen gegebenenfalls an den entsprechenden Stellen unterschreiben
4)    PostIdent-Verfahren durchführen

Im Anschluss daran erhält man alle Unterlagen, die man benötigt, um das Festgeldkonto zu aktivieren, per Post zugeschickt – und das erfolgreiche Sparen kann beginnen!

(lsc)

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