0800 - 24 24 123 Hilfe und Kontakt
Telefonische Expertenberatung
Sie sind hier:

Festgeld oder Girokonto? Welche Geldanlage ist die richtige?

03.06.2015 - 11:44

Nur 27,5 Prozent der Deutschen sind davon überzeugt, das Bestmögliche aus ihrer Geldanlage zu machen. Sie wollen in Zukunft auch zu dieser Kategorie zählen? Dann müssen Sie sich bei der Wahl Ihres Anlageprodukts fragen: Wo erhalte ich am meisten Zinsen bei höchster Sicherheit?

Ein neues Ergebnisse der größten Direktbankstudie Deutschlands lautet: Das beliebteste Anlageprodukt deutscher Sparer ist das Girokonto. Das gleicht einer Katastrophe, denn es zeigt, dass ein großer Teil der Bevölkerung entweder nicht weiß, wie man richtig spart oder dieses Wissen kaltblütig ignoriert.

Darum sollte man Erspartes keinesfalls am Girokonto bunkern

Das Girokonto erleichtert uns den Alltag, als Geldanlage ist es aber nicht geeignet.

Das Girokonto ist ein tolles Finanzprodukt. Es ermöglicht uns die Teilnahme am Zahlungsverkehr, das Abheben von Bargeld an Automaten und in vielen Fällen auch das Bezahlen mit Kreditkarte. Für das Aufbewahren von Geld ist das Girokonto allerdings nicht geschaffen. Aufgrund der Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) sind die Guthabenzinsen derzeit vergleichsweise niedrig. Doch während man bei klassischen Anlageprodukten wie Tages- und Festgeld immer noch Zinsen auf das Ersparte erhält, gehören Girokonten mit Guthabenverzinsung in Deutschland zu einer beinahe ausgestorbenen Spezies. Die nicht vorhandene Verzinsung ist der Hauptgrund, weshalb man sein Erspartes nicht am Girokonto parken sollte. Denn ohne Zinsausschüttung kann die Geldentwertung (Inflation) ungebremst voranschreiten.


Verzinsung muss sein!

Erfolgreich zu sparen, ist nur dann möglich, wenn die Zinsen über der Inflationsrate liegen. Ist das nicht der Fall, frisst die Inflation die Ersparnisse!

Im April 2015 lag der Tagesgeld-Bestzins – also der höchste Zins, den man in dem Monat auf CHECK24 abschließen konnte, bei 1,10 Prozent. Die Inflationsrate betrug im April 0,5 Prozent. Das entspricht einem durch die Verzinsung entstandenen Reingewinn von 0,6 Prozent der Anlagesumme. Hätte man das Geld nicht am Tagesgeldkonto, sondern am unverzinsten Girokonto verwahrt, hätte man gar keine Rendite erhalten.

Darüber, wie hoch die reale Rendite im Bereich des Tagesgelds ist, informiert Sie der Sparerindex.

Festgeld bietet noch mehr Rendite

Besser als die bloße Verzinsung der Geldanlage ist eine hohe Verzinsung des Anlageprodukts. Wer sich eine solche wünscht, wird eher im Festgeld statt im Tagesgeldbereich fündig werden. Ein Vergleich aktueller Festgeldzinsen zeigt, dass die Sberbank für eine Laufzeit von 24 Monaten derzeit 1,70 Prozent Zinsen bietet, die VTB 1,50 Prozent, Credit Agricole 1,31 Prozent, die Creditplus Bank 1,20 Prozent und die Südtiroler Sparkasse 1,10 Prozent.

Wählt man das höchstverzinste Konto, also das Angebot der Sberbank mit 1,70 Prozent Festgeldzinsen, und ginge für Juni von einem ähnlichen Inflationswert wie im April 2015, nämlich 0,5 Prozent, aus, so könnte man mit Festgeld einen Reingewinn von 1,20 Prozent der Anlagesumme erwirtschaften – und somit sehr effizient und erfolgreich sparen.
 
Festgeldanbieter Festgeldzins bei 24 Monaten Laufzeit
Sberbank 1,70 %
VTB 1,50 %
Credit Agricole 1,31 %
Creditplus Bank 1,20 %
Südtiroler Sparkasse 1,10 %


Tagesgeld und Festgeld sind sichere Anlagen

Auf Tagesgeld- und Festgeldkonten sind Einlagesummen bis zu 100.000 Euro pro Person und Bank durch die europäische Einlagensicherung geschützt. Im Falle einer Bankenpleite muss Kunden ihr gesamtes Erspartes bis zu dieser Höhe rückerstattet werden. Diese Sicherheitsgarantie macht Schicht- und Termineinlagen zu Geldanlagen mit vergleichsweise geringem Risiko.

(lsc)

Weitere Artikel: