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Das Festgeldkonto läuft aus - und nun?

20.02.2014 - 12:00

Auf einem Festgeldkonto ist das Kapital eines Sparers für einen bestimmten Zeitraum „aufgeräumt“: Die Anlage läuft über eine festgelegte Dauer, die Verzinsung unterliegt währenddessen keinen Schwankungen. Allerdings ist die Laufzeit irgendwann um - und dann stehen Sparer vor der Frage, wie sie mit dem Kapital weiter verfahren wollen: Soll das Geld erneut fest angelegt werden? Soll eine flexible Zugriffsmöglichkeit bestehen? Oder soll es für eine Anschaffung verwendet werden? In allen Fällen gilt es für Sparer, einige Punkte nicht außer Acht zu lassen - zumal die Fälligkeit einer Festgeldanlage nicht bedeutet, dass das Geld auch automatisch zur Verfügung steht.

Wer Planungssicherheit schätzt, greift oftmals auf Festgeld als Anlageform zurück. Denn zum einen ist diese Anlageform durch die gesetzliche Einlagensicherung geschützt – pro Person in Höhe von 100.000 Euro. Zum anderen muss man sich für einen bestimmten Zeitraum nicht um das Geld kümmern. Dabei steht bereits bei der Eröffnung eines Festgeldkontos fest, wie hoch am Ende die damit erwirtschaftete Rendite sein wird. Dies hat den Hintergrund, dass der Zinssatz während der gesamten Anlagedauer konstant bleibt.

Wird das Geld benötigt?

Wenn eine Festgeldanlage ausläuft, bestehen ver- schiedene Handlungsoptionen.
Wenn sich die Anlagedauer allerdings ihrem Ende zuneigt, müssen sich Sparer mit der Frage auseinandersetzen, was mit dem Geld passieren soll. Unabhängig davon, wofür man sich entscheidet, ist dabei zunächst zu beachten, ob in Zusammenhang mit der Anlage eine Prolongation vereinbart wurde oder nicht. Zu unterscheiden ist hierbei zwischen der automatischen und der durch den Kunden zu bestätigenden Prolongation.

Im Falle der automatischen Prolongation legt die Bank die Anlagesumme gemeinsam mit den erwirtschafteten Zinsen nach Ablauf der Anlage über den gleichen Zeitraum erneut an. Maßgeblich ist hierbei der zu diesem Zeitpunkt gültige Zinssatz der Bank für die entsprechende Anlagedauer. Damit kann die Vergütung sowohl höher als auch niedriger als zuvor liegen. Wünscht der Kunde keine Wiederanlage, so muss er rechtzeitig eine Kündigung einreichen. Die dabei einzuhaltende Frist schwankt von Bank zu Bank. Bei einer rechtzeitigen Kündigung transferiert das Kreditinstitut die Summe nach Fälligkeit auf das Verrechnungskonto beziehungsweise Referenzkonto des Kunden.

Dahingegen sieht die durch den Kunden zu bestätigende Prolongation vor, dass das Kreditinstitut den Sparer vor dem Fälligkeitstermin kontaktiert und bezüglich einer Verlängerung der Anlage anfragt. Stimmt der Kunde zu, so wird wie im Falle der automatischen Prolongation verfahren. Sofern er sich dagegen entscheidet, werden die angelegte Summe und die Zinsen auf sein Verrechnungskonto beziehungsweise Referenzkonto transferiert. Wurde von vornherein keine Prolongation vereinbart, werden dem Kunden der Betrag und die Zinsen ebenfalls ausbezahlt.

Ein Vergleich verschiedener Festgeldangebote lohnt sich

Sofern ein Kunde das Geld wieder anlegen möchte, kann er also das Instrument der Prolongation nutzen – wenngleich dies nicht immer sinnvoll ist. Vielmehr lohnt sich oftmals ein Vergleich der Festgeldangebote verschiedener Banken, denn das Geldhaus, bei dem man das Festgeldkonto eröffnet hat, wartet nicht zwangsläufig mit dem zum jeweiligen Zeitpunkt besten Angebot auf.

Möchte ein Kunde nicht erneut für einen längeren Zeitraum auf das Kapital verzichten und es folglich nicht als Festgeld anlegen, bietet sich der Transfer auf ein Tagesgeldkonto an. Hier wird das Geld in der Regel zwar niedriger als auf einem Festgeldkonto, aber höher als auf einem Girokonto verzinst. Zudem ist es jederzeit verfügbar und kann bei Bedarf für Investitionen genutzt werden. Auch bei der Auswahl des passenden Tagesgeldkontos ist ein Vergleich sinnvoll.

Schließlich besteht natürlich auch die Möglichkeit, die Summe zu splitten: Ein Teil wird wieder angelegt – ein anderer Teil auf ein Konto transferiert, auf dem flexibel auf das Geld zugegriffen werden kann.

(bb)

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