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Festgeld: Wie Sparer die passende Laufzeit finden

17.01.2014 - 20:00

Festgeldkonten sind eine populäre Anlageform - und das hat seinen Grund: Die Rendite liegt meist höher als im Falle anderer sicherer Sparprodukte. Allerdings ist Festgeld stets mit der Frage verbunden: Über welchen Zeitraum soll die Anlage laufen? Bei ihrer Beantwortung spielen unterschiedliche Faktoren eine Rolle: Zum einen sollten Sparer ihre persönlichen Umstände in Betracht ziehen und zum anderen das jeweils aktuelle Zinsniveau berücksichtigen.

Sparer, die Kapital auf einem Festgeldkonto angelegt haben, verfügen über Planungssicherheit – in doppelter Hinsicht. Erstens müssen sie sich keine Sorgen über den Verlust ihres Geldes machen. Festgeldkonten sind durch die gesetzliche Einlagensicherung geschützt. Diese greift, wenn eine Bank die Einlagen ihrer Kunden nicht zurückzahlen kann – pro Sparer sind Guthaben von bis zu 100.000 Euro abgesichert. Zweitens unterliegt die Verzinsung eines Festgeldkontos keinen Schwankungen – der vereinbarte Zinssatz wird durch die Bank für die gesamte Laufzeit garantiert. Der Sparer kann also die Rendite, die er mit seinem Festgeldkonto erzielt, bereits im Vorfeld der Kontoeröffnung berechnen.

Zusammenhang zwischen Anlagedauer und Verzinsung

Wie lange soll eine Festgeldanlage laufen? Bei dieser Entscheidung spielen unterschiedliche Faktoren eine Rolle.
Festgeldanlagen können über eine Dauer von einem Monat, aber auch über mehrere Jahre laufen. Während dieses Zeitraums hat der Sparer keinen Zugriff auf sein Geld. Im Gegenzug wird das Guthaben durch die Bank in der Regel höher verzinst als täglich fällige Anlageformen. Dabei gilt im Normalfall der Grundsatz: je länger der Zeitraum, über den das Geld angelegt wird, desto höher der Zinssatz, mit dem es vergütet wird.

Der Laufzeit einer Festgeldanlage kommt damit also nicht unerhebliche Bedeutung zu. Die Entscheidung darüber sollte allerdings mit großer Sorgfalt und unter Berücksichtigung verschiedener Faktoren getroffen werden. Da ist zunächst die persönlichen finanzielle Situation: Über welchen Zeitraum kann welche Summe für eine Festgeldanlage entbehrt werden? In Betracht gezogen werden sollte, ob in absehbarer Zeit größere Ausgaben anstehen: Reparaturen am Auto? Eine neue Waschmaschine? Eine Urlaubsreise? Zusätzlich sollte auch eine bestimmte Summe als Liquiditätsreserve für unvorhergesehene Ausgaben vorgehalten werden. Experten raten zu einem Betrag in Höhe von etwa zwei bis drei Monatsgehältern.

In welche Richtung entwickelt sich das Zinsniveau?

Darüber hinaus sind die aktuellen Zinssätze im Festgeldbereich zu berücksichtigen. Grundsätzlich empfehlen Experten in Zeiten verhältnismäßig hoher Zinsen Anlagen mit längeren Laufzeiten – auf diese Weise können sich Sparer die Konditionen für eine bestimmte Dauer sichern. Für den Fall, dass sich die Zinsen auf eher niedrigem Niveau bewegen, raten Experten hingegen dazu, von allzu langen Laufzeiten abzusehen. Denn andernfalls besteht die Gefahr, dass die Zinsen steigen – der Sparer aber nicht davon profitieren kann, da sein Geld noch gebunden ist. Angesichts der derzeitigen Niedrigzinsphase wird deshalb vielfach von längeren Laufzeiten als drei Jahren abgeraten.

Eine Alternative ist die sogenannte Treppenstrategie, auf die oftmals zurückgegriffen wird, wenn die Zinsen zwar niedrig sind, aber mit Steigerungen gerechnet werden kann. Hierbei wird die verfügbare Summe auf mehrere Anlagen mit unterschiedlichen Laufzeiten gesplittet – es werden also mehrere Konten eröffnet. Läuft eine Anlage aus, sucht der Sparer jeweils nach dem aktuellen Top-Angebot und legt das Kapital erneut an. Dadurch bleibt er flexibel und kann von Zinssteigerungen profitieren. Zu beachten ist hierbei jedoch, dass es bei einigen Banken Mindestanlagebeträge gibt, die für die Eröffnung eines Kontos erforderlich sind.

(bb)

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