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Festgeldkonto trotz historisch niedrigem Leitzins?

13.10.2014 - 16:00

Lohnt es sich, ein Festgeldkonto zu eröffnen, wo doch Medien ständig darüber berichten, dass Zinsen auf Geldeinlagen sinken und Sparer die Sündenböcke der Niedrigzinspolitik sind?

Sicherheit, Rendite und Zinsstabilität sind drei Gründe, die für ein Festgeldkonto sprechen. Nicht trotz, sondern wegen der expansiven Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB)!

Wie beeinflusst der Leitzins das Festgeld?

Vorteile des Festgelds: Sicherheit, Zinsstabilität und lukrative Zinserträge
Die Zinsen auf Spareinlagen, zum Beispiel von Sparbüchern, Tages- und Festgeld, orientieren sich am Leitzins der Eurozone. Dieser befindet sich momentan auf dem historischen Tiefstand von 0,05 Prozent. Das bedeutet, dass sich Banken zurzeit sehr günstig von der EZB Geld leihen können.

Wird der Leitzins erhöht, steigen in der Regel auch die Einlagezinsen. Denn dann sind Geldinstitute wieder stärker an Geldanlagen von Privatpersonen interessiert. Dies führt in der weiteren Folge dazu, dass die Zinsen wieder steigen und Sparer mehr Rendite mit derselben Einlagesumme erwirtschaften können.

Derzeit deutet jedoch in Europa nichts auf eine baldige Erhöhung des Leitzinses hin. Denn die wirtschaftliche Entwicklung in der Eurozone stagniert. Das Bruttoinlandsprodukt beträgt laut den aktuellsten Daten des Internationalen Währungsfond (IWF) 0,8 Prozent. Um Preisstabilität im Euro-Raum zu erreichen, hat die EZB den Leitzins gesenkt und weitere geldpolitische Maßnahmen ergriffen. Doch bislang zeigten diese noch nicht den gewünschten Erfolg.

Dennoch kann es sich rentieren, das Ersparte auf ein Festgeldkonto zu legen. Dafür spricht beispielsweise, dass es bei mittleren beziehungsweise langen Laufzeiten oft höhere Zinsen bietet als ein Tagesgeldkonto. Des Weiteren braucht man dank der Zinsstabilität keine Zinssenkungen während der Laufzeit befürchten.

Festgeld bietet Sicherheit

Doch Sparer fürchten nicht nur niedrige Zinsen, sondern auch die Insolvenz des Bankinstituts. Zu oft wurde in der Vergangenheit von Bankhäusern berichtet, die ihre Geschäfte nicht mehr aufrechterhalten konnten. Das verunsichert. Die Vorstellung, das Ersparte für immer zu verlieren, ist für viele Menschen unerträglich. Deshalb sind europäische Banken im Rahmen der gesetzlichen Einlagensicherung dazu verpflichtet, Einlagen auf Spareinlagen bis zu einer Höhe von 100.000 Euro im Falle einer Insolvenz zu sichern.

Gute Renditemöglichkeiten mit Festgeld

Der Studie Sparen 2014 zufolge ist eine Anlageform bei deutschen Sparern sehr beliebt, die in der Regel gar keinen Zinsertrag mit sich bringt: das Girokonto. Im Vergleich zu den Haben-Zinsen vieler Girokonten, die sich meist zwischen null und 0,2 Prozent belaufen, liegen die Festgeldzinsen ausgewählter Konten viel höher. Die VTB bietet Neukunden beispielsweise ab einem Mindestanlagewert von 500 Euro auf die Laufzeit von 36 Monaten 2,1 Prozent Zinsen. Doch solche Angebote sind nicht die Regel. Die niedrigen Leitzinsen haben viele Geldinstitute dazu veranlasst, ihre Festgeldzinsen zu senken. Deshalb lohnt sich ein Festgeldvergleich umso mehr. Je mehr Anbieter man miteinander vergleicht, desto höher liegt die Wahrscheinlichkeit, ein gut verzinstes Festgeldkonto zu finden, das den eigenen Ansprüchen voll und ganz entspricht.

Als Fazit zur anfangs gestellten Frage, kann man also festhalten: Mit bestimmten Festgeldkonten kann man gute Renditen erwirtschaften, sodass sich das Sparen mit Festgeld trotz Niedrigzinspolitik lohnt.

(lsc)

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