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Zubau an Solaranlagen unterschätzt: 2011 steigen die Strompreise

08.03.2010 - 22:50

Experten rechnen für 2011 mit einer drastischen Steigerung der EEG-Umlage. Für Verbraucher bedeutet dies vor allem eine höhere Stromrechnung.

Der unerwartet starke Ausbau von Solaranlagen in Deutschland und der gleichzeitige Einbruch der Strompreise an der Leipziger Börse führen zu einem erneuten Anstieg der EEG-Umlage im Jahr 2011. Um wie viel diese allerdings steigen wird, darüber gibt es widersprüchliche Angaben. Die drastischste Prognose kommt vom Verbraucherzentrale Bundesverband in Berlin: Dessen Berechnungen zufolge könnte die EEG-Umlage für den Endverbraucher von derzeit 2,047 Cent/kWh auf vier Cent/kWh steigen. Für einen Vier-Personen-Haushalt mit einem Jahresverbrauch von 5.000 kWh jährlich würde dies einer Mehrbelastung von fast 100 Euro entsprechen.

Nicht ganz so düster sieht die Prognose des Bundesumweltministeriums (BMU) aus: In einer Kurzstudie wird ein Anstieg auf 2,7 bis 2,9 Cent/kWh berechnet. Bei einer Erhöhung auf 2,7 Cent muss der Vier-Personen-Haushalt mit immerhin noch knapp 33 Euro zusätzlichen Stromkosten rechnen.

Die Frage ist also nicht mehr, ob die Strompreise im nächsten Jahr steigen, sondern um wie viel. Verbraucher sollten sich daher durch Abschluss einer Netto-Preisgarantie gegen die erwarteten Erhöhungen absichern.

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Vor dem Abschluss eines neuen Stromliefervertrages mit Preisgarantie sollte man allerdings ganz genau hinsehen. Viele Versorger schließen explizit eine Preiserhöhung aufgrund steigender EEG-Umlage aus. Vor dem Anbieterwechsel sollte man also vor allem darauf achten, dass der Stromanbieter eine „echte“ Preisgarantie bietet (also inklusive alle Preisbestandteile), oder zumindest eine Netto-Preisgarantie (beinhaltet alle Bestandteile mit Ausnahme der Mehrwertsteuer). So bleiben Sie im nächsten Jahr von steigenden Stromkosten verschont.

(iw)

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