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Mit einer Wärmepumpe die Heizkosten senken und die Umwelt schonen

07.01.2011 - 13:45

Die Wärmepumpe ist eine effiziente Heizungsanlage und schont die Umwelt. Sie entzieht der Umgebung Energie und macht sie zum Heizen nutzbar. Das Haus muss aber für den Einsatz einer Wärmepumpe geeignet sein.

Eine Wärmepumpe hat im Prinzip jeder zu Hause stehen: Fast alle Kühlschränke funktionieren auf die gleiche Weise. Ein Kühlmittel, das bereits bei sehr niedrigen Temperaturen in einem Kühlkreislauf verdampft, entzieht dem Kühlschrankinneren Wärme, die über die Metallrippen an der Rückseite nach außen abgegeben wird. Das funktioniert auch zum Heizen eines Hauses. Die Wärmepumpe kühlt sozusagen die relativ kalte Umgebung des Hauses ein bisschen ab, sammelt die aufgenommene Energie und stellt sie zum Heizen bereit. Das funktioniert auch noch bei Minusgraden. Wie der Kühlschrank braucht die Wärmepumpe Strom für den Antrieb – weil aber der Großteil der Wärme aus der Umwelt stammt, ist der Stromverbrauch deutlich geringer als die bereitgestellte Heizenergie. Dadurch können Heizkosten gespart werden.

Ihre Energie können Wärmepumpen aus dem Boden, dem Grundwasser, der Umgebungsluft oder der Abluft holen. In Wohnungsheizungen kommen meistens Erdwärmepumpen zum Einsatz. Denn je kälter die Umgebung der Wärmepumpe ist, desto mehr muss sie arbeiten. Gerade im Winter, wenn viel geheizt wird und die Luft sehr kalt ist, können Luftwärmepumpen nicht effektiv arbeiten. Das Erdreich ist dagegen in zehn Metern Tiefe das ganze Jahr über rund zehn Grad warm – das reicht zum Heizen. Allerdings müssen Hausbesitzer erst einmal viel Geld in die Hand nehmen, bevor sie mit der Wärmepumpe sparen können. Ihre Installation ist wesentlich teurer als die einer konventionellen Heizung. Später sinken dafür nicht nur die Energiekosten, es entfallen auch die Zahlungen an den Kaminkehrer, für die Heizkesselwartung oder den Gaszähler.

Zu beachten gibt es vor dem Kauf jedoch so einiges. Falsch geplant können Wärmepumpen exorbitant hohe Stromkosten verursachen, statt zu sparen. Denn je kleiner der Temperaturunterschied zwischen Umgebung und Heizwassertemperatur, desto effektiver arbeitet die Wärmepumpe. Sie eignet sich deshalb vor allem für Fußboden- und Flächenheizungen, die mit wesentlich kühlerem Wasser auskommen als Heizkörper. Zudem sollte das Haus gut gedämmt sein. Wärmepumpen passen deswegen vor allem zu neu gebauten Niedrigenergiehäusern. Außerdem muss bei Erdwärmepumpen ein Grundstück für die Sonden vorhanden sein, über die Wärme aufgenommen wird. Stimmen diese Voraussetzungen, dann kann mit einer Wärmepumpe kräftig gespart werden. Das freut die Umwelt und den Geldbeutel.

(mb)

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