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Studie: Verbraucher wissen nur wenig über Energie sparen

19.09.2011 - 12:12

Verbraucher wissen zu wenig übers Energie sparen. Wie eine Studie des IT- und Beratungskonzerns IBM zeigt, reichen die Kenntnisse vieler Verbraucher nicht aus, um ihren Energieverbrauch zu reduzieren oder von intelligenten Energieprodukten zu profitieren. Dabei lohnt sich Energie sparen immer mehr, denn die Strompreise steigen seit Jahren. Pünktlich zum Start in die Heizperiode schrauben auch wieder zahlreiche Versorger die Gaspreise nach oben.

Für die Untersuchung wurden in 15 Ländern - darunter Deutschland, Frankreich und Großbritannien sowie die USA - insgesamt 10.000 Verbraucher interviewt. Mehr als 30 Prozent der Befragten konnten nicht einmal angeben, wie viel sie für eine Kilowattstunde Strom zahlen mussten. Ähnliche sah es bei der Frage:"Was sind erneuerbare Energien?" aus. Die Deutschen machten dabei noch eine vergleichsweise gute Figur, teilte IBM mit. Dennoch: Auch 59 Prozent der Bundesbürger wussten nicht, dass sich hinter dem Begriff "Smart Meter" ein digitaler Stromzähler verbirgt, der den Verbrauch sekundengenau analysieren und Daten mit Haushaltsgeräten und Stromnetz austauschen kann.

Fortschritte kommen nicht richtig an

„Die Industrie hat zwar im Hinblick auf den Einsatz energiesparender Technologien große Fortschritte erzielt, aber diese Erkenntnisse kommen bei den Verbrauchern nicht richtig an" resümiert Jens Külper, verantwortlicher Partner Energy & Utilities der Unternehmensberatung von IBM. Dabei steige im Zuge der Energiewende und der damit verbundenen Diskussionen über die Energiepreise das Informationsbedürfnis und die Preissensibilität. Die Studie konstatiert zwar ein gewandeltes Bewusstsein der Bürger und mehr Bereitschaft, Energie zu sparen - vor allem aus finanziellen Motiven, hauptsächlich bei Jüngeren aber auch aus Umweltschutzgründen. Nötig seien jedoch mehr und verständliche Informationen sowie finanzielle Anreize, um die Menschen dazu zu bewegen, ihren Energieverbrauch tatsächlich zu senken, beispielsweise durch verständliche und einfache Tarife.

Energetische Sanierungen: Förderung steckt fest

Bundesregierung, Bundestag und Bundesrat verzögern allerdings in Deutschland gerade einen wirkungsvollen Anreiz zum Energie sparen: Das Gesetz zur besseren steuerlichen Absetzbarkeit von energetischen Sanierungen, das eigentlich im Sommer gemeinsam mit dem Atomausstieg und der Energiewende beschlossen werden sollte, steckt in den Mühlen des Föderalismus fest. Bund und Länder konnten sich bislang nicht über die Verteilung der Kosten einigen. Die Regelung steht vor dem Aus, wenn nicht doch noch der Vermittlungsausschuss angerufen wird. Zehn Prozent der Sanierungskosten für das Dämmen und den Austausch alter Fenster hätten die Bürger künftig von der Steuer absetzen können sollen. Der Heizenergiebedarf macht rund 40 Prozent des deutschen Primärenergiebedarfs aus - deutlich mehr als Straßenverkehr oder Hausstromverbrauch.

Kostenlose Informationen und Tipps zum Energiesparen

Auch ohne Förderung kann sich Energie sparen aber lohnen - denn die Strompreise steigen seit Jahren kontinuierlich. Weitere Preiserhöhungen sind zu erwarten. Zu Beginn der Heizperiode drehen auch zahlreiche Gasanbieter wieder an der Preisschraube. Einfach aufbereitete Informationen über Möglichkeiten zum Energie sparen und Fördermöglichkeiten für geplante Sanierungen bietet CHECK24 in Kooperation mit co2online mit der Rubrik Energiesparratgeber an. Mit nur wenigen Eingaben können Verbraucher überprüfen, ob sie überdurchschnittlich viel Strom oder Heizenergie benötigen, wie sie Abhilfe schaffen könnten und ob sich diese Maßnahmen für die Umwelt und den eigenen Geldbeutel lohnen. Ebenso ist ein Wechsel des Gas- oder Stromanbieters möglich - allein das spart in vielen Fällen jährlich bereits einen dreistelligen Euro-Betrag.

(mb)

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