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Strom, Gas & Energieeffizienz: Was sich 2017 für Verbraucher ändert

30.12.2016 - 08:15

Strom wird teurer, Gas günstiger, Staubsauger leiser und Smart Meter werden für einige Haushalte Pflicht. Hier erfahren Verbraucher, welche Änderungen das neue Jahr in Sachen Energie mit sich bringt.
 

Smart Meter, Heizungslabel: 2017 gibt es einige Änderungen.
Das Jahr 2017 bringt einige Änderungen in Sachen Energie mit sich.

1. Strom wird teurer

Wahrscheinlich haben Sie schon einen entsprechenden Brief von Ihrem Stromanbieter erhalten: Viele Versorger erhöhen zum Jahresbeginn die Strompreise. Der Grund ist zum einen der Anstieg der Ökostrom-Umlage auf einen Rekordwert von 6,88 Cent pro Kilowattstunde. In vielen Regionen Deutschlands werden zudem die Netzentgelte deutlich angehoben, die die Energieversorger für Betrieb, Instandhaltung und Ausbau der Stromnetze entrichten müssen.
Erfahrungsgemäß ziehen einige Versorger im März oder April nach und geben erst dann Preiserhöhungen bekannt. Doch es gibt auch Stromanbieter, die aufgrund der niedrigen Einkaufspreise für Strom an der Börse auf Preiserhöhungen verzichten. Günstige Versorger finden Sie mit unserem Stromvergleich.


2. Verbraucher müssen mehr für selbst erzeugten Strom bezahlen

Wer beispielsweise mit einer eigenen Photovoltaikanlage Strom erzeugt, muss bislang für jede Kilowattstunde elektrischer Energie, die er auch selbst verbraucht, 35 Prozent der EEG-Umlage bezahlen. Ab 1. Januar werden 40 Prozent der Ökostrom-Umlage fällig. Allerdings gilt dies nur für größere Anlagen. Die Betreiber kleiner Anlagen mit einer Leistung von weniger als 10 Kilowatt sind für die ersten 10.000 Kilowattstunden pro Jahr weiterhin von der Umlage befreit.

Wer plant, seine Photovoltaikanlage zu modernisieren oder zu erweitern, sollte dies noch 2017 in Angriff nehmen. Denn ab 2018 sind Betreiber einer Photovoltaikanlage nach einer Modernisierung oder Erweiterung nicht mehr von der Ökostrom-Umlage befreit, sondern müssen 20 Prozent der Umlage entrichten.


3. Smart Meter werden Pflicht für einige Haushalte

Für einige Verbraucher werden ab kommendem Jahr elektronische Stromzähler Pflicht. Betroffen sind zum einen Haushalte, deren jährlicher Stromverbrauch zwischen 10.000 und 20.000 Kilowattstunden liegt, also relativ hoch ist. Zum anderen sind Verbraucher, die selbst Strom erzeugen und eine Anlage mit mehr als 7 Kilowatt Nennleistung besitzen, zum Einbau eines Smart Meters verpflichtet. Den Einbau übernimmt der Messstellenbetreiber. Die Kosten allerdings trägt der Verbraucher. Aktuell liegen sie bei 100 Euro für Besitzer einer stromerzeugenden Anlage und 130 Euro für sonstige Stromkunden. Muss der Zählerschrank umgebaut werden, kommen eventuell weitere Kosten auf den Haushalt zu.


4. Neue Skala für Energie-Effizienzlabel

Zum 1. Januar tritt eine EU-Verordnung zur Reform der Energie-Effizienzlabel in Kraft. Diese bringt zwei Änderungen mit sich: Zum einen soll es künftig nur noch die Kategorien A bis G geben, das heißt, die nach und nach hinzugefügten Klassen A+ bis A+++ werden entfallen. Zum anderen werden die Grenzwerte neu definiert. Bis die Änderungen jedoch beim Verbraucher ankommen, wird noch einige Zeit vergehen. Nach der Neudefinition der Grenzwerte müssen die Geräte erst noch neu eingruppiert werden. Zunächst sind also noch Geräte mit den bisherigen Labeln im Handel. 
 

5. Neue Label für Fernsehgeräte

In Sachen Energie-Effizienzlabel ändert sich noch mehr: Für Fernsehgeräte gilt ab 1. Januar eine Skala von A++ bis E. Das heißt, die Kategorie F entfällt und statt A + wird A++ die beste Effizienzklasse. Freiwillig können Händler ihre Geräte auch mit den Klassen A+++ bis D auszeichnen. 
 

6. Staubsauger werden stromsparender

Bisher kann die Leistung von Staubsaugern bis zu 1.600 Watt betragen. Diese wird ab 1. September drastisch reduziert: Dann sind nur noch höchstens 900 Watt erlaubt. Außerdem werden die Geräte leiser: Das Betriebsgeräusch darf ab September 2017 80 Dezibel nicht mehr überschreiten. Zudem gibt es auch beim Staubsauger Änderungen in Sachen Energie-Effizienzlabel: Die bisherige Skala von A bis G wird durch A+++ bis D ersetzt, die Kategorien E, F und G entfallen also komplett. 
 

7. Heizungen erhalten Energielabel

Zum 1.1.2016 wurden Energielabel für Heizungen eingeführt. Ab 2017 wird die Etikettierung von Heizungsanlagen erstmals Pflicht, und zwar für Heizungen, deren Baujahr 1991 oder älter ist. In den kommenden Jahren werden dann immer jüngere Anlagen mit einem Energie-Effizienzlabel ausgestattet, sodass bis zum Jahr 2024 alle Heizungen klassifiziert sind. Um die Etikettierung kümmert sich der Schornsteinfeger bei seinem jährlichen Kontrollbesuch. Die Skala für die Heizungslabel reicht von A++ bis G.
 

8. Gas wird günstiger

Zu guter Letzt noch eine positive Nachricht für alle Gaskunden: Ein Großteil der Gasanbieter senkt zum 1. Januar oder 1. Februar die Preise. Die Gaspreise auf dem Weltmarkt sind nach wie vor sehr niedrig und die Versorger geben die gesunkenen Einkaufspreise zu großen Teilen an die Verbraucher weiter. Sie haben von Ihrem Gasanbieter noch keine Mitteilung erhalten, dass die Preise sinken? Dann sollten Sie einen Gasvergleich machen und zu einem günstigeren Versorger wechseln. 

(mwa)

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