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Stiftung Warentest rät zum Vergleich der Gas- und Stromanbieter

18.01.2011 - 12:52

Die Stiftung Warentest rät Verbrauchern, ihren Gas- und Stromanbieter auf den Prüfstand zu stellen. Durch günstigere Tarife können Haushalte oft mehrere hundert Euro im Jahr sparen, so das Fazit von Finanztest. Vor der Tarifauswahl sollten Energiekunden aber ihre Ansprüche genau prüfen.

"Alternativlos" - diesen Begriff haben Sprachforscher jetzt zum Unwort des Jahres 2010 gewählt. Als alternativlos stellen auch viele Energiekonzerne ihre jüngsten Preiserhöhungen gerne dar. Doch für Verbraucher gibt es durchaus einen Ausweg: Ein Vergleich der Tarife und den Wechsel zu einem günstigeren Anbieter. Laut Finanztest ein empfehlenswerter Schritt. Die Experten haben ein Einsparpotential von mehreren hundert Euro pro Jahr errechnet, wenn ein Haushalt gleichzeitig Stromanbieter und Gasversorger wechselt. Beim Gas liegt es demnach sogar noch höher als bei Strom.

Die meisten Wechsel laufen ohne Ärger ab

Erfreulich auch: Die überwiegende Zahl der Wechsel geht unkompliziert und ohne Ärger über die Bühne, so das Urteil von Finanztest unter Berufung auf Verbraucherzentralen und Bundesnetzagentur. Verbraucher sollten lediglich die Kündigungsfristen ihrer alten Energieverträge im Blick haben. Haushalte, die noch nie gewechselt haben, befinden sich in der Grundversorgung und können mit einer Frist von einem Monat kündigen. Andernfalls gehen die geltenden Zeiträume aus den Geschäftsbedingungen des aktuellen Versorgers hervor. Bei Preiserhöhungen des Anbieters haben Kunden ein Sonderkündigungsrecht.

Allerdings raten die Finanzexperten, vor Vertragsschluss genau hinzuschauen. Denn die angebotenen Tarife unterscheiden sich unter anderem in ihren Vertragslaufzeiten, für deren Dauer sich Kunden mindestens an den Versorger binden müssen. Wichtig sei auch, ob und wie lange die aktuellen Preise garantiert werden. Kritisch bewertet Finanztest Pakettarife, bei denen der Kunde eine bestimmte Strommenge kauft - verbraucht er weniger, verfällt der Rest. Auch Tarife mit Vorauskasse, bei denen der geschätzte Stromverbrauch für ein Jahr im Voraus bezahlt werden muss, oder Tarife mit einem Sonderabschlag, bei denen eine Art Kaution beim Anbieter hinterlegt werden muss, empfehlen die Tester nicht uneingeschränkt: Der Kunde gewähre dem Versorger dadurch einen Kredit. Sollte der Anbieter pleitegehen, könne das Geld weg sein. Andererseits bieten solche Tarife laut Finanztest auch die höchsten Einsparungen. Hier heißt es nachrechnen. Die Ergebnisse lassen sich im Online-Vergleich der Stromanbieter und Gasversorger auch nach derartigen Kriterien filtern.

Tarife regelmäßig vergleichen

Nach einem Wechsel sollten sich Verbraucher allerdings nicht auf ihren Einsparungen ausruhen, raten die Tester. Weil viele Stromanbieter und Gasversorger Neukunden im ersten Jahr günstigere Preise anbieten, könnte sich ein erneuter Wechsel bald wieder lohnen. Oder es sind inzwischen neue Anbieter mit besonders günstigen Preisen hinzugekommen. Regelmäßig kurz vor dem Ende der Vertragslaufzeit sollte der Vergleich deshalb wiederholt werden. Das ist durch den Wettbewerb auf dem Energiemarkt - ganz richtig - alternativlos.

(mb)

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