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Neuer Energieriese von Stadtwerken an Rhein und Ruhr geplant

30.11.2010 - 13:07

Die Stadtwerke an Rhein und Ruhr wollen den deutschen Strommarkt aufmischen und einen neuen Energieriesen schaffen. Die Unternehmen wollen auf ihren Heimatmärkten die Platzhirsche E.ON und RWE ablösen. Die geplante Übernahme des Kraftwerksbetreibers Steag soll erst den Auftakt bilden.

Es ist ein ehrgeiziger Plan, den die Stadtwerke an Rhein und Ruhr verfolgen: Sie wollen den größten Energieversorger Deutschlands schaffen. Das schreiben die Zeitungen der WAZ-Mediengruppe. In den Berichten wird aus einem vertraulichen Papier zitiert, in dem es unter anderem um die angestrebte Übernahme von 51 Prozent an dem Kraftwerksbetreiber Steag gehen soll. Dahinter stehe die Vision, die größte deutsche Erzeugerplattform im konventionellen und im regenerativen Bereich zu schaffen.

Den Berichten zufolge wollen außerdem mehrere Städte im Revier die Konzessions-Verträge für Stromnetze mit RWE nicht verlängern. Aus den Dortmunder Stadtwerken soll der Stromanbieter im Zuge einer vom Kartellamt angeordneten Überprüfung hinausgedrängt werden. Stattdessen wollen die beteiligten Kommunen laut WAZ ihre Netze, den Energievertrieb und die Steag in dem neuen Verbund gemeinsam organisieren.

In trockenen Tüchern ist das Vorhaben aber noch längst nicht. So regt sich vielerorts Widerspruch gegen die Steag-Übernahme. Zu teuer, monieren die Kritiker wie der Duisburger FDP-Politiker Ellerbrock angesichts einer möglichen Kostensteigerung von 614 Millionen auf 1,2 Milliarden Euro. Der Dortmunder Stadtrat vertagte die Entscheidung über die Steag erst einmal.

(mb)

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