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Preiserhöhung: Strom und Gas werden im Dezember und Januar teurer

21.11.2011 - 13:23

Verbraucher müssen sich zu Jahresbeginn wieder auf steigende Energiekosten einstellen. In der vergangenen Woche haben weitere Anbieter Preiserhöhungen angekündigt. Strom und Gas werden damit im Dezember und Januar bei insgesamt 164 Grundversorgern teurer. 97 Stromanbieter und 67 Gasanbieter heben ihre Preise an.

Elektrische Energie wird im Schnitt um 45,72 Euro jährlich oder 3,71 Prozent teurer. Beim Gas liegt die durchschnittliche Erhöhung bei 110,22 Euro pro Jahr. Das entspricht einem Plus von 8,25 Prozent. Die kräftigsten Preissteigerungen müssen Stromkunden der Verbandsgemeindewerke Hochspeyer in Rheinland-Pfalz mit 178,50 Euro jährlich (+14,93 Prozent) hinnehmen. Beim Gas langen die Stadtwerke Traunstein am kräftigsten hin: Ihr Grundpreistarif verteuert sich um 235,14 Euro pro Jahr oder 19,41 Prozent. Alle Preise wurden für einen durchschnittlichen Vier-Personen-Haushalt mit einem Jahresverbrauch von 5.000 Kilowattstunden Strom und 20.000 Kilowattstunden Gas berechnet.

Ölpreisbindung und Netzentgelte als Gründe für Preissteigerungen

Die Gründe für die Preissteigerungen: Beim Gas macht sich vor allem die Entwicklung der Ölpreise in den Geldbeuteln der Kunden bemerkbar. Zwar dürfen die Gaspreise in Endkundenverträgen nicht mehr direkt ans Öl gekoppelt werden. In den Verträgen, die zahlreiche Energieversorger mit Gaslieferanten wie Gazprom geschlossen haben, ist jedoch nach wie vor eine Ölpreisbindung vorgesehen. Dadurch wirken sich Entwicklungen an den Ölmärkten mit einer Verzögerung von rund sechs Monaten auch auf die Gaspreise aus. Hunderte Gasversorger mussten bereits in den zurückliegenden Monaten ihre Tarife anheben.

Beim Strom sind es vor allem die steigenden Netzentgelte in zahlreichen Netzgebieten, die für höhere Preise sorgen. Die EEG-Umlage zur Ökostrom-Förderung, die vor einem Jahr kräftig erhöht wurde und für deutliche Preissteigerungen sorgte, verändert sich dagegen ab Januar 2012 kaum. Auch die Strom-Einkaufspreise, die nach dem Atomunfall in Fukushima und dem deutschen Ausstiegsbeschluss aus der Kernenergie in die Höhe geschossen waren, gingen in den vergangenen Monaten wieder zurück.

Auswege aus der Preisspirale: Anbieterwechsel, Preisgarantie, Sparen

Verbraucher sind dem Anstieg der Energiepreise aber nicht hilflos ausgeliefert. Denn nicht alle Anbieter erhöhen den Preis, viele Unternehmen können Energie sogar günstiger liefern als der bisherige Versorger. Gerade die Grundversorgung ist eine sehr teure Möglichkeit, Energie zu beziehen. Durch einen Wechsel in einen günstigeren Stromtarif können Haushalte bis zu 500 Euro jährlich sparen. Eine ähnliche Summe winkt Kunden, die Gasanbieter vergleichen. Nachteile müssen dafür keine in Kauf genommen werden - Vergleich und Wechsel sind kostenlos und der Gesetzgeber garantiert, dass die Versorgung mit Strom und Gas nicht unterbrochen wird.

Den Geldbeutel weiter entlastet außerdem Energie sparen. Durch einige wenige Verhaltensänderungen lässt sich oft schon viel Strom sparen. Und gerade Besitzer von Wohneigentum können durch energetische Sanierungen auch ihren Heizenergiebedarf drastisch senken und gleichzeitig den Wert ihrer Immobilie steigern. Welche Maßnahmen im Einzelfall sinnvoll wären, welche sich auch finanziell rechnen und welche Zuschüsse und Fördermittel genutzt werden können, zeigen die kostenlosen Energiesparratgeber von CHECK24 und co2online gGmbH auf.

Freuen können sich Kunden der Stadtwerke Huntetal: Das Unternehmen erhöht seine Gaspreise nicht, wie irrtümlich berichtet. Stattdessen gewährt der Versorger bis Ende 2012 eine Preisfixierung auf alle Produkte.

(mb)

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