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Kofler Energies Club stellt Privatkundengeschäft ein

14.02.2011 - 13:21

Der Kofler Energies Club steht vor dem Aus. Das Privatkundengeschäft wird gestoppt, weil die Nachfrage zu gering war, teilte das Unternehmen mit. Der Club sollte Verbraucher beim Energiesparen unterstützen und so Einsparungen von mehreren hundert Euro pro Jahr ermöglichen.

Stell Dir vor, es ist Revolution, und keiner geht hin. So erging es dem ehemaligen Chef des Bezahlsenders Premiere beziehungsweise Sky, Georg Kofler, mit seinem Energiesparclub. Eine Million Privatkunden wollte er bis Ende 2012 gewinnen - jetzt musste er das Projekt aber mangels Nachfrage nach gut vier Monaten bereits wieder einstellen. Geschäftskunden sollen die Dienstleistungen dagegen weiter nutzen können. Auch die bisher geworbenen privaten Verbraucher sollen ihre zugesicherten Leistungen erhalten, hieß es in einer Mitteilung.

Einsparungen gegen Mitgliedsbeitrag

Mit einer großen Werbekampagne war der Kofler Energies Club im vergangenen Oktober aus der Taufe gehoben worden. Er sollte als "ADAC für Energiesparer" den Energievertrieb in Deutschland revolutionieren: Verbraucher konnten für 75 Euro pro Jahr Mitglied werden. Dafür sollten sie Energiespartipps bekommen und Dienstleistungen wie eine Wärmebild-Analyse günstiger nutzen können. Auch Vorteile durch günstigere Tarife wurden versprochen. Neben dem Umweltnutzen versprach Kofler seinen Mitgliedern Einsparungen von bis zu 1.000 Euro in den ersten beiden Jahren - 200 Euro davon garantiert.

Doch nur viel zu wenige Privatkunden ließen sich von diesem Versprechen locken: Der Kofler Energies Club habe den Markttest nicht bestanden, teilte Firmenchef Georg Kofler mit. Club-Vorstandschef Peter Vest, der im vergangenen Jahr vom Stromanbieter Yello gekommen war, soll das Unternehmen in den kommenden Wochen verlassen. Bei großen Unternehmen und Industriekunden dagegen scheint das Konzept aufzugehen: Nach vorläufigen Zahlen kletterte der Umsatz in diesem Bereich 2010 um mehr als 30 Prozent auf rund 160 Mio. Euro.

Kostenlos in günstige Tarife wechseln

Auch im privaten Bereich sehen Fachleute beim Thema Energie ein großes Sparpotential. Gescheitert sein dürfte Kofler allerdings daran, dass Verbraucher es auch ohne kostenpflichtige Clubmitgliedschaft nutzen können: Viele Energieversorger bieten inzwischen Energieberatungen an - oft sogar kostenlos. Und Gas- und Stromtarife lassen sich im Internet gratis und komfortabel vergleichen. Der Wechsel zu einem günstigeren Stromanbieter oder Gasversorger lässt sich dabei online in wenigen Minuten bewerkstelligen.

(mb)

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