0800 - 24 24 123
Telefonische Expertenberatung
Sie sind hier:

Zombies, Machos und Co.: Schräge Werbespots für den Klimaschutz

20.11.2014 - 08:00

Ein Mädchen im Teenie-Alter schleicht sich spät abends ins Haus, wahrscheinlich um ihre Eltern nicht aufzuwecken. Doch im Wohnzimmer merkt die Jugendliche, dass die beiden durchaus noch wach sind: Sie erwischt das Elternpaar in flagranti und macht peinlich berührt das Licht aus. Was sich wie der Albtraum eines jeden Teenagers anhört, ist ein Werbespot der „Zusammen ist es Klimaschutz“-Kampagne des Bundesumweltministeriums (BMUB). Unter dem Hashtag #ziek kursieren dieses und weitere Videos seit Mitte November im Netz.

Allerdings sind sich die User uneins über die 1,5 Millionen teure Werbekampagne. Der zweite Spot erntete auf Twitter sogar erste Sexismus-Vorwürfe, weil eine Radfahrerin in sehr knappen Shorts gezeigt wird. Wer sich den Clip jedoch ansieht, merkt sofort, dass sich nur der autofahrende Macho vor der hübschen Radlerin zum Affen macht.

Weitere Kritik rief die Abkürzung „ziek“ hervor. Viele Twitter-Nutzer wiesen darauf hin, dass das Kürzel in den Niederlanden „krank“ bedeutet. Hier konterte das Ministerium geschickt und schrieb auf dem eigenen Twitter-Kanal, dass das Klima ja auch wirklich krank sei.

Neben den negativen Stimmen, waren auch viele positive Kommentare zu finden. Viele Verbraucher nahmen die Werbung genauso auf, wie sie gedacht war: Als augenzwinkernden Aufruf, bewusst mit Energie umzugehen.

Wie Zombies das Klima schützen

So zeigt ein weiteres Video, wie eine Frau bei gekippten Fenster Panflöte übt, während ihr Mann im Garten arbeitet. Manch einer findet vielleicht schon das Panflötenspiel absurd, das wird aber noch von einem Zombieangriff im Garten getoppt. Weil der Ehefrau das Ganze zu laut wird, schließt sie das Fenster. Die Message ist klar: Stoßlüften statt Dauerkippen. Egal, ob beim Lüften, bei der Beleuchtung oder beim Radfahren. Energie lässt sich im Alltag ganz einfach einsparen. Die kleinen Filme sollen gerade junge Menschen an den Klimaschutz heranführen, kommentiert das Ministerium die Kampagne. Mit der Resonanz ist Ministeriumssprecher Michael Schroeren zufrieden, demnach wurden die Clips schon allein auf der BMUB-Seite über 60.000 Mal angeklickt.

Licht aus- Strom sparen

Warum man das Licht ausmacht, muss ja nicht jeder so genau wissen. Hauptsache die Lampe brennt nicht die ganze Nacht, obwohl keiner mehr im Raum ist. So können Verbraucher schon mit einem kleinen Handgriff Strom sparen. Wer mehr für den Klimaschutz tun möchte, sollte über einen Wechsel zu einem Ökostromanbieter nachdenken. Auch wenn die landläufige Meinung anders ist: Ökostrom ist häufig günstiger als der Grundversorgungstarif.

 

(sst)

Weitere Artikel: