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Am Jahresende Stromrechnung und Gasrechnung prüfen und sparen

17.12.2010 - 17:29

Eine hohe Rechnung für Strom und Gas ist ein Schock für viele Verbraucher. Hier sollten Energiekunden am Jahresende genau hinschauen. Manchmal enthalten die Abrechnungen Fehler. Die sollten Kunden finden, denn niemand muss für Energie bezahlen, die er gar nicht verbraucht hat.

Im ersten Schritt sollten die persönlichen Angaben überprüft werden. Dazu zählen Kundennummer, Zählernummer und Adresse. Sie müssen übereinstimmen, wenn der Kunde nicht zwischenzeitlich den Anbieter gewechselt hat. Gelegentlich kommt es vor, dass Verbraucher eine Abrechnung erhalten, auf der es um einen fremden Zähler geht. Manchmal erhalten Haushalte auch eine Rechnung von einem Gas- oder Stromanbieter, bei dem sie längst kein Kunde mehr sind, weil ihre Daten nicht richtig gelöscht wurden. Zweitens sollten Kunden auch prüfen, ob sie im korrekten Tarif abgerechnet wurden. Der monatliche Grundpreis und der Arbeitspreis pro Kilowattstunde müssen mit dem geltenden Vertrag übereinstimmen. Preiserhöhungen während des Abrechnungszeitraums müssen aus der Rechnung hervorgehen. Sollte die Stromrechnung oder Gasrechnung unverständlich sein, empfiehlt sich eine Rückfrage beim Versorger. Auf keinen Fall sollten Verbraucher Unklarheiten einfach hinnehmen.

Drittens sollte jeder Verbraucher die Angaben zum Verbrauch auf seiner Strom- oder Gasrechnung genau unter die Lupe nehmen. Dabei geht es um drei Punkte: den Zählerstand zum Zeitpunkt der Ablesung, die Abrechnungsperiode und den Gesamtverbrauch. Der Gesamtverbrauch ergibt sich aus der Differenz vom Zählerstand des Vorjahres zum Zählerstand des Ablesedatums. Gelegentlich passieren bei der Berechnung kleine Fehler wie zum Beispiel Zahlendreher oder Kommafehler, die für einen Stromkunden oder Gasverbraucher aber massiv ins Geld gehen können. Zudem sollte die Abrechnungsperiode zum Ablesedatum passen. Um einen guten Überblick über den Stromverbrauch zu behalten, empfiehlt es sich, den Zählerstand regelmäßig festzuhalten.

Sollte der Verbrauch von Gas und Strom plötzlich grundlos stark ansteigen, sollte überprüft werden, ob der Zähler korrekt funktioniert. Eine solche Überprüfung kann der Energieversorger vornehmen – sollte sich aber herausstellen, dass  der Zähler richtig funktioniert, muss der Verbraucher die Kosten tragen. In Einzelfällen ist es auch schon vorgekommen, dass Handwerker bei Reparaturarbeiten in Mehrfamilienhäusern Leitungen an den falschen Zähler angeschlossen haben. Eine falsche Rechnung sollte schriftlich beim Stromanbieter oder Gasversorger reklamiert werden. Offensichtlich falsche Rechnungen müssen Kunden nicht bezahlen.

(mb)

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