0800 - 24 24 123
Telefonische Expertenberatung
Sie sind hier:

Heizung: Sommer nutzen, modernisieren und Energie sparen

15.05.2012 - 09:56

Jetzt hat sie große Pause - die Heizung. Im Frühjahr werden die Kessel und Brenner in den Sommerschlaf geschickt. Diese Zeit ist ideal, um Wartungsarbeiten vorzunehmen oder eine Modernisierung in Angriff zu nehmen. So lässt sich viel Energie und damit bares Geld sparen.

In der warmen Jahreszeit gerät die Heizung schnell in Vergessenheit. Schließlich wird sie nicht gebraucht. Doch das ist keine gute Idee: Denn was stillsteht, lässt sich einfach überholen oder austauschen. Und eine Modernisierung wäre in vielen Wohngebäuden dringend nötig: Nach Angaben des Bundesindustrieverbandes für Haus-, Energie- und Umwelttechnik gelten 78 Prozent der Heizungen als veraltet. Und verschlingen damit mehr Energie und Geld, als eigentlich nötig. Es geht um große Energiemengen und damit auch um große Summen: In vielen Privathaushalten verursachen Raumheizung und Warmwasserbereitung mehr als drei Viertel des gesamten Energiebedarfs.

Heizung modernisieren und sparen

Unter Umweltgesichtspunkten lohnt sich eine Modernisierung einer älteren Heizanlage fast immer. Aber auch unter finanziellen Gesichtspunkten kann es durchaus sinnvoll sein, eine sparsame, neue Heizung einzubauen. Oft rentieren sich aufgrund des geringeren Energieverbrauchs die Ausgaben für einen neuen Heizkessel binnen weniger Jahre. Gleichzeitig steigt der Wert der Immobilie. Und auch zukünftig zu erwartende Preissteigerungen bei Öl und Gas verlieren ihren ärgsten Schrecken, wenn weniger vom teuren Brennstoff verfeuert wird.

Ein Tausch von Heizkessel und Brenner ist aber nur die halbe Miete: Eine Heizung ist ein komplexes System. Eine wichtige Rolle spielen auch eine Vielzahl weiterer Faktoren: Soll eine Solaranlage eingebaut werden, die warmes Wasser liefert? Soll die Wärmedämmung des Gebäudes verbessert werden? Dann muss die Leistung der Anlage auf den geringeren Bedarf abgestimmt werden - sonst vergeudet ein zu groß dimensionierter Kessel wertvolle Energie. Auch die Effizienz der Pumpen, die Isolierung von Leitungen in ungeheizten Räumen oder die eingebauten Thermostatventile spielen eine wichtige Rolle.

Ratgeber nutzen und Rentabilität berechnen

Hier kann ein seriöser Energieberater wertvolle Hinweise und Hilfen geben. Geeignete Ansprechpartner finden Interessenten mit unseren Ratgebern. Mit dem HeizCheck lässt sich auch bereits grob abschätzen, welche Sanierungsmaßnahmen sinnvoll wären und wie schnell sie sich rechnen würden.

Es soll erst mal eine Nummer kleiner sein? Kein Problem - auch wenn nicht gleich die ganze Heizung ausgetauscht werden soll, lässt sich ihr Energiehunger meist deutlich senken. Ein erster Schritt ist eine regelmäßige Wartung. Denn der Schornsteinfeger prüft nur, wie viele Schadstoffe sich im Abgas befinden und ob der Kamin in Ordnung ist - aber nicht, ob die Anlage falsch eingestellt ist. Auch das Risiko eines Defekts an einem klirrend kalten Wintertag sinkt durch eine regelmäßige Prüfung durch einen Fachmann.

Details optimieren und Gasanbieter wechseln

Zudem kann sich auch der Austausch von Thermostatventilen lohnen - am besten im Rahmen eines hydraulischen Abgleichs. Dabei wird geprüft, ob alle Heizkörper mit genau der richtigen Menge Wasser versorgt werden, um die gewünschte Temperatur zu erreichen. Dadurch muss die Pumpe weniger arbeiten und die Verluste sinken. Schließlich macht auch Kleinvieh Mist.

Auch eine perfekt eingestellte, moderne Heizung verbraucht aber weiterhin noch Energie. Hier liegt ein letztes Einsparpotential, das sich ganz einfach heben lässt. Ohne großen Aufwand, ohne Einsatz finanzieller Mittel und ohne Umbaumaßnahmen können Haushalte mit einer Gasheizung den Gasanbieter wechseln. Dadurch sind - je nach Verbrauch - bis zu 500 Euro jährliche Einsparung erreichbar.

(mb)

Weitere Artikel: