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Was Energieverbraucher 2016 erwartet

22.12.2015 - 16:55

Im Jahr 2016 kommen auf Energieverbraucher einige Neuerungen zu. Mehr über neue Regeln und Gesetze im Bereich Strom, Heizen und Elektrohandel erfahren Sie bei uns.
 

Ökostromumlage wird wieder teurer

2016 wird die EEG-Umlage von aktuell 6,17 Cent pro kWh auf einen neuen Rekordwert von 6,35 Cent ansteigen. Mit der Ökostromumlage wird unter anderem der kostspielige Ausbau der Offshore-Windanlagen finanziert. Da die Umlage Teil des Strompreises ist, kommen wieder höhere Kosten auf die Verbraucher zu. Stromkunden müssen 2016 rund 280 Millionen Euro mehr für Strom zahlen als noch 2015.

Energieeffizienzlabel für Heizungen

Seit September dieses Jahres müssen im Rahmen der Ökodesign-Richtlinie Heizungen und Warmwasseranlagen, die neu in den Handel kommen mit Energielabeln gekennzeichnet werden. Die Energieeffizienzklassen A++ bis G in den bewährten Ampelfarben stellen den Energieverbrauch transparent dar und sollen Hersteller dazu motivieren, besonders effiziente Anlagen zu entwickeln.
Ab 2016 sollen Heizkessel, die vor mehr als 15 Jahren installiert wurden, zunächst auf freiwilliger Basis mit dem Energielabel gekennzeichnet werden. Heizungsmonteure, Energieberater oder Schornsteinfeger werden die Label ab voraussichtlich Januar 2016 an den Altgeräten anbringen. Erst ab 2017 müssen alle Altgeräte verpflichtend nachetikettiert werden.

Mehr Fördergeld für eigene KWK-Anlagen

Wer ab Januar 2016 ein eigenes kleines Blockheizkraft (unter 50 KW) in seinem Haus in Betrieb nimmt, kann sich über höhere Fördergelder freuen. Aufgrund einer Neufassung des KWK-Gesetzes wird der Strom, den Selbsterzeuger ins Netz einspeisen, stärker gefördert als bisher. Die selbst verbrauchte Energie wird hingegen etwas geringer vergütet. Künftig erhalten Hausbesitzer einen KWK-Zuschlag von 8 Cent statt bisher 5,41 Cent. Die Förderung für selbst genutzten Strom sinkt hingegen von 5,41 auf 4 Cent pro kWh.

Rücknahmepflicht von Elektrogeräten

Ab 24.Juli 2016 sind Elektrohändler mit mehr als 400 Quadratmeter Verkaufsfläche gesetzlich dazu verpflichtet, kleinere gebrauchte Geräte wie Handys oder Toaster zurückzunehmen. Größere Geräte wie Fernseher oder Kühlschränke müssen nur angenommen werden, wenn Kunden ein entsprechendes Gerät neu kaufen. Auch Online-Händler sind künftig verpflichtet, ausrangierte Geräte zurückzunehmen. Das Gesetz soll die kostenlose umweltverträgliche Rücknahme von Elektronikgeräten verbessern und verhindern das Elektroschrott im Hausmüll landet.

Strompreise steigen bei vielen Anbietern

Zum Frühjahr haben bereits 148 Stromgrundversorger Preiserhöhungen von durchschnittlich 2,8 Prozent angekündigt. Für eine vierköpfige Familie mit einem Jahresverbrauch 5.000 kWh ergibt sich dadurch eine Mehrbelastung von rund 42 Euro im Jahr. Rund 6,7 Millionen Haushalte betroffen. Wer von einer Erhöhung betroffen ist, sollte den Stromvergleich nutzen und seinen Anbieter wechseln.

(sst)

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