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Geringerer Energieverbrauch in deutschen Haushalten

21.10.2010 - 11:09

Deutsche Haushalte haben im letzten Jahr ihren Energieverbrauch stark zurückgefahren. Grund dafür sind die steigenden Preise für Öl, Gas und Wasser. Besonders beim Heizen wurde kräftig gespart – auch dank moderner Heiztechnik und verbesserter Wärmedämmung. Von 2005 bis 2009 sank der Verbrauch laut Statistik um 9,5 Prozent.

Im Jahr 2009 lag der Preis für Gas, Strom und Brennstoffe um 25 Prozent über dem Niveau von vor fünf Jahren. Dies berichtete Welt Online. Dem entsprechend setzt die Bundesregierung mittlerweile auf freiwilliges Energiesparen und hat die Verpflichtung zu energieeffizienten Gebäudesanierungen aus ihrem kürzlich vorgelegten Energiekonzept gestrichen.

Ein langfristiger Vergleich lohnt sich, da durch die Mehrwertsteuererhöhung vom ersten Januar 2007 eine Verzerrung der Werte einzelner Jahre verursacht wurde. Auch Temperaturschwankungen wurden aus der Bewertung heraus gerechnet. Seit 2005 ist der Energieverbrauch um 6,7 Prozent auf 656 Milliarden Kilowattstunden gesunken. Beim Öl macht sich der gesunkene Verbrauch mit einem Minus von 24,7 Prozent besonders bemerkbar. Der Erdgasverbrauch ist mit 3,6 Prozent im Verhältnis nur leicht zurück gegangen. Andere Brennstoffe wurden hingegen vermehrt genutzt. So wurden etwa 15,8 Prozent mehr Holzpellets verbraucht.

Geringerer Energieaufwand trotz höherer Zahl an Haushalten

Der Energieverbrauch ist weiter rückläufig, nachdem im Jahr 2008 der Stromverbrauch zum ersten Mal nach 1945 im Vergleich zum Vorjahr gesunken war. Zwischen 2005 und 2009 ging der Verbrauch um rund zwei Prozent zurück. 2009 wurden insgesamt 71 Prozent der Haushaltsenergie für die Beheizung genutzt. Für Raumwärme wird im Verbrauchsbereich Wohnen somit am meisten Energie aufgewendet. Doch auch hier ist der Energieverbrauch während der letzten Jahre merklich gesunken. 2009 lag er um zehn Prozent unter den Werten von 2005 und ganze 20 Prozent unter denen aus dem Jahr 2000. Dabei hat sich ist 2005 sowohl die Anzahl der Haushalte als auch die genutzte Wohnfläche erhöht. Diese Faktoren wurden jedoch von einem um neun Prozent niedrigeren Energieverbrauch ausgeglichen.

Neue Heiztechniken und verbesserte Wärmedämmung sind maßgeblich an dieser Entwicklung beteiligt. Doch vor allem haben die Haushalte auf gestiegene Preise für Heizenergie mit deutlichen Einsparungen reagiert. Denn zwischen 2005 und 2008 hatten sich die Preise für flüssige Brennstoffe um 43,8 Prozent und für Gas um 31,8 Prozent stark erhöht.

(tei)

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