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Energiepreisentwicklung - Mehr Energieanbieter als bisher bekannt erhöhen ihre Preise

25.11.2009 - 21:21

Spätestens sechs Wochen vor Inkrafttreten einer Preisänderung müssen die Energieversorger ihre neuen Gebühren bekannt geben. Die Frist für alle Änderungen zum 01. Januar 2010 ist abgelaufen und die Preise stehen fest.  Eine Analyse* zeigt deutschlandweite Veränderungen in den Angeboten der Energieanbieter – vor allem aber Preiserhöhungen.

Strom wird bis zu 178 Euro teurer

Wie in den vergangenen Jahren  steigen auch zum Jahreswechsel 2009/2010 die Strompreise. Denn mindestens 98 Stromanbieter planen, ihre Tarife um durchschnittlich 6,4 Prozent (72 Euro p.a.) zu erhöhen. In der Spitze werden es sogar rund 16 Prozent sein.

EWE, Deutschlands fünftgrößter Versorger aus dem Norden, erhöht seine Preise ab Januar im Schnitt um 14 Prozent. Bei Vattenfall werden die Gebühren im kommenden Jahr ebenfalls deutlich anziehen: Der Strom soll für Privatkunden in Berlin durchschnittlich um 6,4 Prozent teurer werden, in Hamburg um 4,7 Prozent.

Auch die mehreren hunderttausend Stromkunden des Energieriesen EnBW müssen im kommenden Jahr mit deutlich höheren Preisen rechnen. Die Tarife für sogenannte Sonderverträge werden im Januar 2010 um durchschnittlich 7,5 Prozent steigen.

Gründe: gestiegene Beschaffungskosten und Kosten durch Erneuerbare-Energien-Gesetz

Als Gründe für die Preiserhöhungen geben die Unternehmen gestiegene Beschaffungskosten sowie erhöhte Kosten, die durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) entstehen. Umweltschützer betonen allerdings, dass die Preisentwicklung nicht auf das EEG zurückzuführen ist, da die Förderung von Solarenergie und Windkraft lediglich fünf Prozent des Strompreises ausmache.

Bundesverbraucherschutzministerin Ilse Aigner (CSU) ruft daher die Verbraucher auf, den Stromanbieter zu wechseln.

Nur 26 Stromanbieter geben an, ihre Strompreise zum Januar senken zu wollen – im Durchschnitt um 3,1 Prozent (36 Euro p.a.).

Gaspreise klettern um bis zu 97 Euro

Bei der Preisgestaltung der 750 Gasversorger kommt es zum Jahreswechsel zu einer Trendwende. Zum ersten Mal seit Beginn des Jahres 2009 dreht sich die Preisschraube nicht mehr nach unten, denn mindestens 47 Gasanbieter planen zum Jahreswechsel ihre Tarife um durchschnittlich 4,7 Prozent (60 Euro p.a.) zu erhöhen, in der Spitze sogar um rund 8,1 Prozent (97 Euro p.a.).

In den vergangenen zwölf Monaten sind die Gaspreise in Deutschland im gewichteten Durchschnitt um 20,64 Prozent gefallen. Wie in jedem Jahr scheint sich dieser Trend während der Heizperiode umzukehren, denn nur 33 Gasanbieter planen ihre Preise um durchschnittlich 6,4 Prozent (90 Euro p.a.) zu senken.

(eko)

*Gas: Berechnungen für einen durchschnittlichen 4-Personen-Haushalt mit einem Verbrauch von 20.000 kWh Strom: Berechnungen für einen durchschnittlichen 4-Personen-Haushalt mit einem Verbrauch von 5.000 kWh

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