0800 - 24 24 123 Hilfe und Kontakt
Telefonische Expertenberatung
Sie sind hier:

Energiemarkt: Deutliche Verbesserungen beim Verbraucherschutz

22.12.2011 - 17:43

Der Verbraucherschutz für Stromkunden hat sich in den vergangenen beiden Jahren deutlich verbessert. Zu diesem Ergebnis kommt der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) mit Blick auf die Klauseln von Energieverträgen. Die meisten umstrittenen Passagen haben die Anbieter demnach inzwischen gestrichen. Auch CHECK24 hat zu dieser Entwicklung beigetragen: Verbraucherschutzrichtlinien bestrafen Versorger, die mit unfairen Klauseln arbeiten. Durch die AGB-Bewertungen ist zudem auf einen Blick erkennbar, wie kundenfreundlich die Vertragsbedingungen gestaltet sind.

Mit einer Welle von Abmahnungen überzog der vzbv Ende 2009 und Anfang 2010 zahlreiche Stromanbieter. Die Verbraucherschützer hatten die Verträge namhafter Anbieter untersucht und 180 Vertragsklauseln bemängelt. 31 Unternehmen wurden abgemahnt, in 16 Fällen landete die Auseinandersetzung vor einem Gericht. Die meisten dieser Verfahren sind inzwischen abgeschlossen. Die Bilanz des vzbv ist positiv: 21 Versorger verpflichteten sich, die strittigen Klauseln nicht mehr anzuwenden. Auch vor Gericht waren die Verbraucherzentralen überwiegend erfolgreich.

Unfaire Regelungen zu Preiserhöhungen vor Gericht

In den Verfahren ging es unter anderem um die Zulässigkeit von Preiserhöhungen. Die Richter des Oberlandesgerichts Dresden stellten beispielsweise klar: Ein Stromversorger darf die Preise nur anheben, wenn sich auch seine Kosten entsprechend erhöht haben. Dem Recht auf Preiserhöhungen muss außerdem die Pflicht gegenüberstehen, gesunkene Kosten an die Kunden weiterzugeben. Auch gegen überhöhte Mahngebühren und Kostenpauschalen, den Kündigungsschutz verbraucherfeindliche Regelungen zur Zahlung von Abschlägen und Rechnungen ging der vzbv mit Erfolg vor.

Als Verbraucherportal ist auch CHECK24 an einem hohen Niveau beim Verbraucherschutz interessiert und arbeitet ständig daran, Verbraucherinteressen noch weiter zu stärken. Mit Erfolg, wie eine Bilanz des zu Ende gehenden Jahres zeigt: Durch die Einführung von Verbraucherschutzrichtlinien werden Nutzer des Gas- und Stromrechners vor kritischen Angeboten geschützt. Beispielsweise wird die Höhe von Bonuszahlungen für Neukunden begrenzt, so dass die tatsächlichen Kosten nicht durch einen überhöhten Rabatt im ersten Vertragsjahr verschleiert werden können. Ist eine bestimmte Vertragslaufzeit Voraussetzung für die Zahlung des Bonus, muss der Anbieter für diese Zeit eine Preisfixierung gewähren.

Richtlinien sorgen für mehr Verbraucherschutz

Die Richtlinien gelten einheitlich für alle Tarife und können jederzeit online eingesehen werden. Sie werden automatisch angewendet und müssen aktiv abgewählt werden, wenn der Filter nicht erwünscht sein sollte. Die Verbraucherschutzrichtlinien bergen noch einen zweiten positiven Effekt: Sie sorgen für eine Marktbereinigung. Weil wenig verbraucherfreundliche Tarife normalerweise im Tarifrechner nicht mehr auftauchen, ist es weniger lohnend, ein solches Angebot aufrechtzuhalten.

Die Kundenfreundlichkeit der AGBs wird durch die ebenfalls 2011 neu eingeführte AGB-Bewertung von CHECK24 auf einen Blick transparent gemacht. Die Vertragsbedingungen werden nach einem Punktesystem bewertet und das Ergebnis in Form von Sternen in den Tarifdetails angezeigt. So ist blitzschnell erkennbar, wie verbraucherfreundlich ein Tarif gestaltet ist. Zusätzlich müssen Nutzer nun vor einem Vergleich aktiv entscheiden, ob sie Vorauskasse-Tarife abschließen wollen oder nicht.

Hohe Transparenz durch Kundenbewertungen

Daneben setzt CHECK24weiterhin bewährte Instrumente ein, um für Transparenz und Verbraucherschutz zu sorgen. Zum Beispiel werden Verbraucher, die einen Anbieterwechsel in Auftrag gegeben haben, nach einiger Zeit um eine Bewertung ihres neuen Versorgers gebeten. Auf diese Weise werden auf Basis realer Erfahrungen die Leistungen der einzelnen Anbieter offengelegt. Verbraucher erhalten dadurch noch mehr Sicherheit bei der Suche nach dem richtigen Tarif. Ein Anbieterwechsel ist also nicht automatisch eine Verschlechterung im Hinblick auf den Verbraucherschutz. Im Gegenteil: Auch mehrere Stadtwerke und Stromkonzerne - also Grundversorger - waren von der Abmahnaktion des vzbv betroffen.

(mb)

Weitere Artikel: